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Do, 14:44 Uhr
24.07.2025
Pflege-Eigenanteil nahe 3.000 Euro in Thüringen

BSW fordert solidarische Pflegevollversicherung

Stefan Wogawa vom Thüringer Bündnis Sarah Wagenknecht (BSW) fordert angesichts von fast 3.000-Euro Eigenanteil in Thüringer Pflegeheimen: "Niemand darf im Alter arm werden, weil er auf stationäre Pflege angewiesen ist."...

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Eine solidarische Pflegevollversicherung, die alle pflegebedingten Kosten trägt, soll eingeführt werden und die Reform muss auf Bundesebene erfolgen.

Pflegeeinrichtungen sollten stärker in öffentliche oder gemeinnützige Trägerschaft überführt werden.
Angesichts der drastisch steigenden Eigenanteile in der stationären Pflege fordert die BSW-Fraktion im Thüringer Landtag eine grundlegende Reform der Pflegefinanzierung. „Pflegebedürftige zahlen in Thüringen mittlerweile fast 3.000 Euro monatlich aus eigener Tasche – das ist für viele Rentner und deren Angehörige nicht finanzierbar“, erklärt Stefan Wogawa, gesundheitspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion.

Die Fraktion setzt sich daher für die Einführung einer solidarischen Pflegevollversicherung ein, die alle pflegebedingten Kosten trägt – analog zur gesetzlichen Krankenversicherung. Eine solche Reform muss auf Bundesebene erfolgen.

Zu den pflegebedingten Kosten, die Pflegebedürftige in stationären Einrichtungen bislang selbst stemmen müssen, zählen unter anderem der einrichtungseinheitliche Eigenanteil, die Kosten für Unterkunft und Verpflegung, Investitionskosten sowie ein Beitrag für die Vergütung von Auszubildenden in der Altenpflege und Altenpflegehilfe.

Auch das sich bereits 2023 gegründete Bündnis für eine solidarische Pflegevollversicherung – ein breiter Zusammenschluss von Sozial-/Pflegeverbänden und Gewerkschaften – setzt sich für eine grundlegende Neuordnung der Pflegefinanzierung ein.

„Niemand darf im Alter arm werden, nur weil er auf Pflege angewiesen ist – gerade in Thüringen, wo es mit die geringsten Einkommen und Renten gibt“, so Wogawa weiter. Auch die Pflegeeinrichtungen sollten stärker in öffentliche oder gemeinnützige Trägerschaft überführt werden. „Pflege gehört zur Daseinsvorsorge, nicht zur Kapitalbildung.“
Autor: red

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Kommentare
DonaldT
24.07.2025, 19:02 Uhr
BSW fordert solidarische Pflegevollversicherung
Zitatt aus dem Text:
Eine solche Reform muss auf Bundesebene erfolgen

Also wir machen Rabatz, aber richten sollen es andere?
Und eine Vollversicherung, analog der Gesetzl. Krankenversicherung?
Die steht doch wohl vor dem Kollaps?
(Weil der Bund nicht für von ihm verursachte Kosten eintreten will, sondern diese den Beitragszahler aufbürdet?!)
Die 2. Wahl wirds schon richten, fragt sich nur in wessen Interesse?!

Zum Wohle des Deutschen Volkes?
Amtseid war gestern.
Paul
24.07.2025, 21:06 Uhr
Beispiel DDR
Da mußte Keiner was bezahlen, wenn sein Vater oder seine Mutter im Altersheim untergebracht wurden. Die achso "reiche"BRD kriegt solche Dinge NICHT hin, genau wie billige Urlaubsplätze über die Gewerkschaft, geht nicht aber jedes erdenkliche aus der DDR schlecht reden, selber aber nicht mal annähernd etwas ähnliches zu Stande bringen. Große Fresse und sonst Luftballons !!!
Wanderwölfin
24.07.2025, 21:41 Uhr
Pflegevollversicherung
Wenn ich mir vorstelle,mit einerPerson in einem Doppelzimmer zu schlafen, wo meine Nachtruhe gestört ist,dann Ist es grausam.
marco-sdh
24.07.2025, 22:21 Uhr
@ Paul.... diese Frage habe ich mir auch oft gestellt.....
...warum alles, was wir in der DDR hatten immer nur schlechtgeredet wird. Natürlich haben Sie Recht, das, was man heute Pflegevollversicherung nennt, war kein Thema, wenn Oma und Opa nicht mehr konnten. Da war die DDR in Anerkennung der Lebensleistung eines jeden Staatsbürgers da (es sei denn, er war rebellisch...). Und die Reise mit dem FDGB oder dem Kombinat nach Rügen, in die Hohe Tatra oder an den Balaton - hätten wir das nicht auch damals eingetauscht gegen Reisefreiheit, die uns nach Gran Canaria, Thailand oder jedes andere Land der Welt geführt hätte? Der DDR war die soziale Absicherung ihrer (linientreuen) Staatsbürger wichtig, das ist nicht zu unterschätzen. Aber ist es nicht unter anderem auch deshalb dazu gekommen, dass der Staat quasi pleite war, als die Entwicklung begann, dass es ihn nicht mehr geben sollte? Und wieviele von uns haben dieser Entwicklung begeistert Beifall geklatscht? Ich gehörte dazu, Sie auch?
Und zum Thema dieser aberwitzigen Kosten von 3.000 € und mehr, die kein normal verdienender Mensch aufbringen kann: Wer springt denn ein, wenn der Versicherte oder seine Angehörigen das Geld nicht aufbringen können? Das Sozialamt = der Staat. Der heißt aber nicht mehr DDR, sondern BRD.
Wyatt Earp
25.07.2025, 22:09 Uhr
DDR ist ein ganz schlechtes Beispiel, was Donald und Paul hier bringen!
Die beiden haben offenbar zur sogenannten Nomenklatura des Honecker Staates gehört.
Die Realität sah leider anders aus. Normale Menschen hatten kaum Zugang zu "Altersheimen". Wenn gar nichts mehr ging, bekamen alte Menschen eine Platz in "Verwahranstalten" wie damals in Sülzhayn. Das ginge heute aus Gründen der Menschlichkeit gar nicht mehr. Insofern haben Donald und Paul grosses Glück.
Lautaro
26.07.2025, 13:18 Uhr
Es reicht eben auch, Angst vor dem Alter und der Belastung für seine Kinder zu haben !
Zitat... DDR....bekamen alte Menschen eine(n) Platz in "Verwahranstalten"......
Haben sie lieber Wyatt Earp.....(ein Mensch, welcher in den Medien 100mal mehr tat, als tatsächlich) wirklich mal darüber recherchiert, wie es einem alten Menschen ohne Vermögen in den heutigen "Verwahranstalten" geht ?
4.99€ als Tagesbedarf für Essen....war die Aussage eines gelernten Kochs vor 3Jahren.
Er hatte übrigens empört gekündigt.
Sicher wird mich mancher jetzt als Lügner darstellen, da der Tagessatz mittlerweile 10 Prozent höher liegt.
Aber wollen wir soooo mit unseren Alten umgehen ?
diskobolos
26.07.2025, 18:23 Uhr
Nichts ist einfach!
Vergleiche mit der DDR bringen heute gar nichts. Es gibt doch kaum jemanden, der diese Verhältnisse wiederhaben möchte. Ein ganz anderes System! Und zurückdrehen kann man die Zeit ohnehin nicht. Trifft übrigens auch auf die Grenzsicherung zu.

Dafür, dass für die Pflege immer mehr Geld aufgebracht werden muss, gibt es viele Gründe, die eigentlich jeder verstehen kann. Die Frage ist doch nur, wer das Geld bezahlen soll. Die Pflegeversicherung? Dann stiege der Beitrag auf schmerzhafte Höhen und würde auch die Arbeit verteuern. Der Staat, also die Steuerzahler? Aber stöhnen heute nicht schon viele über zu hohe Steuern? Die Pflegebedürftigen selbst? Das ist naheliegend, jedenfalls dann, wenn diese über Vermögen verfügen. Und viele Rentner (natürlich nicht alle) haben beträchtliche Ersparnisse oder Immobilien. Aber die sollen natürlich an die Kinder und Enkel vererbt werden . . . (und den eigenen Pflegeplatz sollen dann die Kinder der Nachbarn bezahlen)? Ist kein größeres Vermögen vorhanden, muss das Sozialamt, also wieder wir Steuerzahler, eintreten.

Jetzt wird gern die „Pflegevollversicherung“ als scheinbare Lösung präsentiert. Welche Leistungen und welche Beiträge sollen das sein? Da wird sich wohl mancher noch erschrecken . . .
Wanderwölfin
26.07.2025, 19:24 Uhr
Pflegevollversicherung
Ich habe festgestellt,dass es sich viel weniger Rentner leisten können auf Mallorca zu Überwintern. Das war vor 15 Jahren noch ganz anders. Von den Pflegeheimkosten ganz zu schweigen.
P.Burkhardt
26.07.2025, 20:11 Uhr
Ja das stimmt...
...die Preise auf Mallorca sind gestiegen....wie überall... und auch die Rentner sind nicht mehr die gleichen wie vor 15 Jahren 😀... Entschuldigung, was soll der Käse ?

...und was hat das mit gestiegenen Kosten in der Pflege zu tun ?
Wanderwölfin
26.07.2025, 21:31 Uhr
Pflegevollversicherung
Am besten wäre, wenn man Haus und Hof verkauft und so lange es geht auf Mallorca überwintert. Wenn das.Geld dann Alle ist muss die Pflegekasse einspringen. Jedenfalls mein Plan für die Zukunft.
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