nnz-intern: Path-Traversal-Attacken ohne regionalen Bezug
Es ist wahrscheinlich nie vorbei!
Nach dem Server-Ausfall am 16. März sind wir etwas aufmerksamer geworden, was unsere Error-Logs angeht. Hierbei haben wir neuen "Spaß" entdeckt...
0100011001010 0100011001010 (Foto: vgf)
Über 400 Path-Traversal-Attacken und hunderttausende Loginversuche aus vermeintlich chinesischen Netzen halten uns aktuell auf Trab. In den Tagen nach dem 16. März 2026 verzeichneten wir die Fortsetzung von Angriffen auf unsere Serverinfrastruktur — diesmal mit geänderten Methoden.
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Während am 16. März noch massenhaft SQL-Injection-Versuche (Datenbankeinschleusungsangriffe) mit dem Werkzeug uwInjector" sowie eine Überlastung durch Bot-Anfragen registriert wurden, haben wir es nun mit sogenannten Path-Traversal-Angriffen (Verzeichnis-Überquerungsangriffe) zu tun.
Bei einer solchen Attacke versuchen Angreifer, durch geschickt manipulierte Webadressen aus dem eigentlich erlaubten Bereich einer Website auszubrechen. Konkret wird dabei die Zeichenfolge /../ in die URL eingeschleust — das ist der normale Computerbefehl, um im Dateisystem eine Ebene nach oben zu wechseln.
Ein Angreifer könnte also statt einer harmlosen Adresse wie www.nnz-online.de/news/artikel.php etwas wie www.nnz-online.de/news/../../../geheim/passwort.php anfragen und hofft so, an Dateien oder Skripte zu gelangen, die nie für die Öffentlichkeit gedacht waren — etwa Konfigurationsdateien, Anmeldeseiten oder interne Verwaltungsskripte. Insgesamt wurden bis heute über 400 solcher Versuche registriert, die allesamt vom Webserver automatisch blockiert wurden.
[Tue Mar 17 01:11:40.572380 2026] [core:error] [pid 968345:tid 968370]
[client 5.231.x.x:37899] AH10244: invalid URI path (/../jobs/jobs_kurz.php) Beispiel-Auszug aus dem Log
Gleichzeitig wurden erneut Hunderttausende Zugriffsversuche auf die Anmeldeseite aus chinesischen Cloud-Netzen — vor allem aus der Bytedance- und Tencent-Infrastruktur — abgefangen. Die serverseitige IP-Sperre griff dabei zuverlässig und verhinderte, dass diese Anfragen überhaupt die Anwendung erreichten.
Positiv zu vermerken: Das Datenbanküberlastungsproblem vom 16. März ist behoben. Weitere SQL-Injection-Versuche wurden nicht registriert bzw. konnten zurück gewiesen werden. Volker Georg Franke
technischer Support
...wer könnte denn so ein großes Interesse an der kleinen nnz haben ... und warum ? ...oder ist das in dem Umfang vielleicht sogar normal ? Gibt es da Vergleichswerte, Herr Franke ?
Mein Arbeitgeber verzeichnet auch laufend Angriffe (ohne, dass ich da Details kenne)... aber wenn es derart viele wären, hätten wir bestimmt schon einen IT-Consultant im Haus 😯
Ich bin beeindruckt, Herr Franke... ich habe es mit IPs aus Andorra, Hongkong und Griechenland versucht .... und konnte nicht auf die nnz zugreifen...
Es funktioniert 😊... ist aber vielleicht etwas blöd für im Ausland urlaubende nnz-Leser...