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Sa, 09:30 Uhr
19.07.2025
Fünf Jahre ThüCAT und digitale Pionierarbeit:

Wie aus Daten Erlebnisse werden

Seit 2020 treibt die Thüringer Content Architektur Tourismus (ThüCAT) als größtes Digitalisierungsprojekt im Landestourismus die Vernetzung, Sichtbarkeit und Innovationskraft touristischer Daten voran – diese Woche feierte sie ihr fünfjähriges Bestehen...

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„Die ThüCAT ist die größte digitale Errungenschaft im Thüringer Tourismus“, zieht Christoph Gösel, Geschäftsführer der Thüringer Tourismus GmbH (TTG), erfolgreich Zwischenbilanz. Gestartet mit einer Kampagnen-Website am 17. Juli 2020, hat sich die ThüCAT zur tragenden digitalen Infrastruktur des Thüringer Tourismus und zu einem touristischen Vorzeigeprojekt in Deutschland entwickelt.

Betrieben von der Thüringer Tourismus GmbH, vereint sie bedeutende touristische Leistungsträger, Kommunen, Kultur- und Branchenverbände sowie alle Thüringer Destinationsmanagementorganisationen (DMOs) in einem gemeinsamen Datensystem und stellt die Weichen für zukunftsweisende Technologien. Ziel ist es, Informationen digital sicht- und nutzbar zu machen – für Gäste, digitale Anwendungen, Sprachassistenten, Suchmaschinen und KI-gestützte Systeme.

Veranstaltungen im Fokus

Nach dem erfolgreichen Aufbau einer der größten touristischen Datenbestände bundesweit rücken nun die Datenqualität und smarte Nutzung sowie die Verbesserung des Eventdatenmanagements in den Fokus der Entwicklungsarbeit. Insgesamt 2,7 Millionen Euro hat die TTG bislang in den Betrieb der ThüCAT investiert. Als Teil der Thüringer Tourismusstrategie 2025 wird sie vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und ländlichen Raum finanziert. „Aktuell arbeiten wir an einem Tool zur professionellen Erfassung, Bearbeitung und Verwaltung von Eventdaten“, so Christoph Gösel weiter. „Denn die ThüCAT soll zur zentralen Plattform für touristische Veranstaltungen in Thüringen ausgebaut werden.“ Die Einführung ist bis Jahresende geplant.

Thüringen als Open-Data-Vorreiter

„Eine der größten Stärken der ThüCAT ist ihre offene, klar strukturierte und maschinenlesbare Datenarchitektur“, so der Geschäftsführer weiter. Diese Eigenschaft ermöglichte Thüringen im Jahr 2023 als erstem Bundesland den Anschluss an den sogenannten Knowledge-Graph der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) – er ist die zentrale Dateninfrastruktur im Deutschlandtourismus und Meilenstein in der digitalen Transformation der Branche. Weitere Kooperationen mit Landestourismusorganisationen wie der Hessen Agentur (seit 2022) und Visit Berlin (seit 2024) unterstreichen den Modellcharakter und die überregionale Relevanz des Systems. Die ThüCAT fungiert dabei längst nicht mehr nur als Datenquelle, sondern zunehmend als Impulsgeber für digitale Innovationen im Tourismus. Die Stadt Mühlhausen zum Beispiel nutzt die Daten und unterstützt damit das „Smart City“-Projekt, indem sie Angebote für Gäste und Bürger zunehmend digitalisiert.

Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Nutzung ist die kontinuierliche Qualitätssicherung der Inhalte: von Informationen zu Öffnungszeiten über Angaben zur Barrierefreiheit bis hin zu Gastronomieangeboten und Wegeführungen. Dafür ist und bleibt die Mitwirkung der touristischen Partnerinnen und Partner im Land entscheidend. „Unser Ziel ist es, aus Daten Erlebnisse zu schaffen und so den Tourismusstandort Thüringen digital weiterzuentwickeln. Das gelingt nur mit einem gemeinsamen Verständnis und der aktiven Nutzung der ThüCAT-Angebote“, betont TTG-Geschäftsführer Christoph Gösel. Sein Appell: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, neue Anwendungsfälle zu denken und die Chancen der Plattform zu nutzen.“

Fit für KI: ThüCAT als Basis für zukunftsweisende Technologien

Mit aktuell mehr als 15.000 Datensätzen zu Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Unterkünften, Gastronomie, Rad- und Wanderwegen sowie rund 3.000 Veranstaltungen sichert die ThüCAT mit ihrem Netzwerk von mehr als 400 Redakteuren die digitale Zukunftsfähigkeit des Thüringer Tourismus. Die Daten werden zum Beispiel in den Erlebnisportalen in Altenburg, Weimar oder auf der Wartburg ausgespielt: Sie „füttern“ Radroutenplaner, Naturpark-Websites, Info-Screens oder die Thüringer Familien-App. Über 50 Website-Projekte wurden über den kostenfreien Website-Baukasten bereits realisiert, darunter zum Beispiel für Kommunen, Städte und Tourismusinformationen. Auch die neuen Webkomponenten für Veranstaltungen oder Sehenswürdigkeiten werden bereits in 17 Projekten aktiv eingesetzt. Zudem ist die ThüCAT bereits heute kompatibel mit zukunftsweisenden Technologien im KI-Bereich und bietet somit eine stabile Grundlage für Innovationen im Tourismus.
Theresa Wolff
Autor: red

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