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Di, 09:29 Uhr
10.03.2026
Natura 2000-Station Unstrut-Hainich/Eichsfeld

Die ersten Lämmer sind da

In diesen Tagen wurden die ersten beiden Lämmer in der neuen Landschaftspflegeherde der Natura 2000-Station Unstrut-Hainich/Eichsfeld geboren: zwei kleine Leineschafe. Die Herde besteht insgesamt aus 80 dieser Tier sowie aus 20 Heidschnucken und einigen Thüringer Waldziegen und Burenziegen...

„Diese ersten Lämmer in unserer neuen Landschaftspflegeherde sind etwas ganz Besonderes“, freut sich Dr. Juliane Vogt, Leiterin der Natura 2000-Station Unstrut-Hainich/Eichsfeld. „Die Herde bauen wir seit einigen Monaten im Rahmen eines Pilotprojektes auf. Projektziel ist, durch einen Akteur des Naturschutzes – der explizit nicht selbst Landwirtschaft betreibt – eine solche Herde für die Pflege von wertvollen Offenlandflächen nutzen zu können.

Der erste Nachwuchs in der Landschaftspflegeherde der Natura 2000-Station Unstrut-Hainich/Eichsfeld: ein Leineschaf-Lamm (Foto: Julius Greif) Der erste Nachwuchs in der Landschaftspflegeherde der Natura 2000-Station Unstrut-Hainich/Eichsfeld: ein Leineschaf-Lamm (Foto: Julius Greif)

Dabei entsteht keine Konkurrenz mit Landwirten, denn unsere Herde beweidet Flächen, die naturschutzfachlich besonders wertvoll sind und durch Beweidung erhalten werden müssen. Wichtige Voraussetzung ist, dass im Vorfeld keine Landwirte oder Privatpersonen für die Beweidung gefunden wurden. Mit der Landschaftspflegeherde der Natura 2000-Station können wir beispielsweise auch temporär für ein Jahr einspringen und die so vorbereitete Fläche dann an Landwirte weitervermitteln“, erläutert Vogt.

Zu den Projektschwerpunkten zählen die Instandsetzung von Weideflächen, das Erstellen eines naturschutzfachlichen Beweidungs- und Nachpflegemanagements sowie eine umfassende Umweltbildungs- und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Tiere sind aktuell in einem Stall in Großburschla untergebracht. Sie werden von dem Projektteam betreut, welches insbesondere aus Julia Datzko (Referentin und studierte Landwirtin) und Julius Greif (Schäfer) besteht. Die beiden verfügen nicht nur über umfangreiche Erfahrung in der Betreuung von Schafen, sondern stecken auch viel Herzblut in den Aufbau und die Betreuung der Herde. Sie werden durch weitere Mitarbeitende und Hilfskräfte unterstützt. „Die Tiere sind in einem sehr guten Gesundheitszustand und wir freuen uns in der nächsten Zeit auf gut 100 weitere Leineschaf-Lämmer“, erläutern Julia Datzko und Julius Greif.
Autor: red

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