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Fr, 10:47 Uhr
27.02.2026
Arbeitsmarktbericht für Februar

Deutlich mehr Jugendliche ohne Job

Mit insgesamt 13.121 Arbeitslosen in Nordthüringen lag die Arbeitslosigkeit im Februar 3,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bei den unter 25-jährigen Arbeitslosen gab es einen starken Anstieg...

Arbeitslose und Arbeitslosenquoten bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Agentur für Arbeit Thüringen Nord, Gebietsstand Februar 2026, Gesamtwerte (SGB III, SGB II) der Landkreise. (Foto: (Quelle: Statistik-Service Ost, Eckwerte des Arbeitsmarktes, Februar 2026) Arbeitslose und Arbeitslosenquoten bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen. Agentur für Arbeit Thüringen Nord, Gebietsstand Februar 2026, Gesamtwerte (SGB III, SGB II) der Landkreise. (Foto: (Quelle: Statistik-Service Ost, Eckwerte des Arbeitsmarktes, Februar 2026)
„Im Februar endet die Ausbildung für viele junge Menschen. Dieses Jahr nehmen wir wahr, dass mehr Azubis nicht übernommen werden konnten als in der Vergangenheit. Mit dem Berufsabschluss in der Tasche und einer Portion Engagement sind die Chancen auf eine Arbeit in der Region aber weiterhin gut“, teilt Dr. Tim Malolepszy, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Thüringen Nord, in einer Pressemitteilung mit.

Mehr als 2.000 sozialversicherungspflichtige Jobs und über 1.200 Ausbildungsstellen gilt es in Nordthüringens Betrieben zu besetzen.

Landesweit höchster Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Vorjahr
Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Thüringen Nord ist im Februar 2026 gesunken. 13.121 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 262 Personen weniger (-2,0 Prozent) als im Januar und 423 Arbeitslose bzw. 3,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote betrug 7,2 Prozent und lag damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Wert des Vorjahres. 60,6 Prozent aller Arbeitslosen bzw. 7.949 Arbeitslose wurden im Februar in den Jobcentern betreut. Die Arbeitslosigkeit in den Jobcentern lag damit 8,2 Prozent unter dem Vorjahreswert (- 712 Arbeitslose).

Konjunkturbedingt ist die Entwicklung in der Arbeitsagentur weiterhin gegenläufig: Mit 5.172 Frauen und Männern bewegte sich die Arbeitslosigkeit im Februar 5,9 Prozent über dem Vorjahreswert (+ 289 Arbeitslose).

Die besten Jobchancen herrschen
  • im Verarbeitenden Gewerbe, wie in der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln, von Metallerzeugnissen und von Back- und Teigwaren
  • in den freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen, wie der Verwaltung und Führung von Unternehmen und
  • im Gesundheits- und Sozialwesen.


Blick in die Landkreise
Im Februar 2026 lag die Arbeitslosenquote im Landkreis Nordhausen bei 8,3 Prozent. Im Kyffhäuserkreis betrug sie 8,9 Prozent. Der Unstrut-Hainich-Kreis verzeichnete eine Quote von 7,8 Prozent. Deutlich niedriger lag die Arbeitslosenquote im Eichsfeld mit 4,6 Prozent.

Höchste Jugendarbeitslosigkeit im Februar seit 2014
1.380 junge Menschen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren waren im Februar arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Jugendarbeitslosigkeit um 5,6 Prozent bzw. 73 Personen seit Januar und lag auch 3,1 Prozent (73 Arbeitslose) über dem Vorjahreswert. Im Agenturbezirk war der Unstrut-Hainich-Kreis im Februar am stärksten davon betroffen.

Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit ist zum einen saisonal begründet aber auch auf die Konjunktur zurückzuführen: Mehr als ein Viertel der Jüngeren (27,8 %), die sich im Februar arbeitslos meldeten, ging zuvor einer Arbeit nach. Knapp 23 Prozent der Meldungen erfolgten nach Beendigung der Berufsausbildung.

In der Agentur für Arbeit stieg die Zahl der Arbeitslosen unter 25-Jährigen zum Vorjahr um 27,1 Prozent (+ 138 Arbeitslose) auf 647 im Februar 2026. Die Jobcenter betreuten im Februar 733 jüngere Arbeitslose. Das waren 97 Personen bzw. 11,7 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Auf 100 betriebliche Berufsausbildungsstellen kommen 64 Bewerber. Im Februar waren 1.213 betriebliche Berufsausbildungsstellen bei der Agentur für Arbeit Thüringen Nord gemeldet, 263 bzw. 17,8 Prozent weniger als im Februar 2025.

Ihnen stehen aktuell 778 Bewerberinnen und Bewerber gegenüber, 13 weniger als im vergangenen Jahr. Für fast die Hälfte (47 Prozent) aller betrieblichen Berufsausbildungsstellen erwarten die Betriebe mindestens einen Hauptschulabschluss. Der Realschulabschluss ist in 36 Prozent aller Fälle die Mindestanforderung.

Den kompletten Arbeitsmarktbericht gibt es hier.
Autor: red

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