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Fr, 10:00 Uhr
27.02.2026
Ein Blick in die Statistik

Thüringer Frauen verdienen pro Stunde einen Euro weniger

Heute findet der diesjährige „Equal Pay Day“ statt. Der internationale Aktionstag macht auf die geschlechtsbedingte Lohnlücke zwischen Frauen und Männern, den Gender Pay Gap, aufmerksam. Auch das Thüringer Landesamt für Statistik hat dazu auf die Zahlen geschaut…

Der Equal Pay Day markiert symbolisch den Tag im Jahr, bis zu dem Frauen rechnerisch unbezahlt arbeiten, während Männer bereits ab dem 1. Januar für Ihre Arbeit entlohnt werden. Das Thüringer Landesamt für Statistik nimmt den Equal Pay Day zum Anlass, um den Fokus auf den Gender Gap Arbeitsmarkt zu lenken. Dieser lag in Thüringen unverändert zum Vorjahr bei 23 Prozent.

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Der Gender Gap Arbeitsmarkt erweitert den Gender Pay Gap um 2 weitere Dimensionen der geschlechtsbedingten Verdienstungleichheit. Neben Unterschieden bei den Bruttostundenverdiensten berücksichtigt er Unterschiede bei den bezahlten monatlichen Arbeitsstunden (Gender Hours Gap) und bei den Erwerbstätigenquoten (Gender Employment Gap) von Frauen und Männern. Dadurch ergibt sich ein vollständigeres Bild des Verdienstunterschieds zwischen den Geschlechtern, das über die reine Lohnlücke beim durchschnittlichen Bruttostundenverdienst hinausgeht.

Der unbereinigte Gender Pay Gap lag im Jahr 2025 in Thüringen bei 5 Prozent (2024: 6 Prozent). Durchschnittlich verdienten Frauen 21,32 Euro brutto pro Stunde und damit 1,09 Euro weniger als Männer (22,41 Euro). Eine wesentliche Ursache für die Verdienstunterschiede zwischen Frauen und Männern ist weiterhin die höhere Teilzeitquote von Frauen. Während Männer im Jahr 2025 im Monat 155 Stunden einer bezahlten Arbeit nachgingen, waren es bei Frauen 134 Stunden. Damit wiesen Frauen in Thüringen im Jahr 2025 einen um 14 Prozent (2024: 12 Prozent) geringeren Stundenumfang für bezahlte Arbeit auf als Männer (Gender Hours Gap).

Schließlich zeigt der Gender Employment Gap, dass Frauen auch seltener als Männer überhaupt am Erwerbsleben teilnahmen. Dieser Indikator wurde anhand der Zahlen zur Erwerbstätigkeit aus dem Jahr 2024 ermittelt. Demnach gingen in Thüringen 74,4 Prozent aller Frauen und 79,7 Prozent aller Männer im erwerbstätigen Alter von 15 bis unter 65 Jahren einer bezahlten Arbeit nach. Somit liegt der Gender Employment Gap für Thüringen unverändert zum Vorjahr bei 7 Prozent.

Genauso wie der Gender Pay Gap wies auch der Gender Gap Arbeitsmarkt 2025 deutliche Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Ländern auf. In Westdeutschland (inkl. Berlin) belief sich der Gender Pay Gap im Jahr 2025 auf 17 Prozent, während dieser in Ostdeutschland bei 5 Prozent lag. Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Gender Gap Arbeitsmarkt. Während in Westdeutschland ein Gender Gap Arbeitsmarkt von 39 Prozent ermittelt wurde, betrug dieser in Ostdeutschland 22 Prozent. Für Deutschland insgesamt lag der Gender Pay Gap im Durchschnitt bei 16 Prozent, der Gender Gap Arbeitsmarkt dagegen bei 37 Prozent.

Die Ergebnisse zum Gender Pay Gap und Gender Hours Gap werden aus der Verdiensterhebung immer mit dem repräsentativen Berichtsmonat April berechnet. Die hier vorliegenden Zahlen dazu stammen also von April 2025. Die zur Berechnung des Gender Employment Gap verwendeten Erwerbstätigenquoten stammen dagegen aus dem Mikrozensus, dessen aktuellste Zahlen auf den Endergebnissen von 2024 basieren.
Autor: red

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