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Mo, 17:36 Uhr
21.07.2025
Neue Studie des IW

Wo die AfD besonders stark gewinnt

Nach der Bundestagswahl konnte die AfD 69 Sitze hinzugewinnen – damit ist sie mit Abstand zweitgrößte Fraktion. Besonders erfolgreich war sie in Regionen, in denen die Wirtschaft vor großen Umbrüchen steht, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)...


Die kleine Stadt Sonneberg in Thüringen ist Heimat vieler Automobilzulieferer, die große Marken wie VW und BMW mit kleinen Teilen wie Scheinwerfergehäusen beliefern. Doch die Industrie schwächelt, der Absatz von E-Autos bleibt unter den Erwartungen, hohe Standortkosten zwingen Unternehmen der Region dazu, Produktionen zu schließen. Damit ist Sonneberg eine typische Transformationsregion: eine Gegend, die jahrelang von einer starken Industrie profitierte und jetzt vor Umbrüchen steht.

Mehr als 43 Prozent für die AfD
117 solcher Kreise oder Städte gibt es bundesweit, 91 im Westen, 26 im Osten. In diesen Gegenden ist die AfD besonders erfolgreich, zeigt eine neue IW-Studie.

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Die AfD erhielt bei der Bundestagswahl 2025 hier 3,7 Prozentpunkte mehr als anderswo. Bereits 2021 schnitt die AfD in Transformationsregionen um 2,2 Prozentpunkte besser ab. Sonneberg ist ein besonders drastisches Beispiel: 2021 wählten im entsprechenden Wahlkreis 26,4 Prozent der Wähler mit ihrer Zweitstimme die AfD, 2025 waren es 43,1 Prozent.

Umbrüche und schlechte Infrastruktur besonders gefährlich
Keine Wählergruppe macht sich so große Sorgen um Wirtschaft im Allgemeinen und die Auswirkungen der Klimapolitik auf die Wirtschaft wie die der AfD. Wer in einer Region lebt, die jahrzehntelang von der Industrie profitiert hat, sorgt sich besonders darum, seinen Wohlstand und seinen Arbeitsplatz zu verlieren.

„Besonders gefährlich ist die Kombination aus Transformation und schlechter Infrastruktur“, sagt Studienautor und Regionalexperte Hanno Kempermann. „Umso wichtiger sind gezielte Förderungen, vor allem solche, die Investitionen in strukturschwache Regionen ankurbeln.“

Die komplette Studie finden Sie hier .
Autor: psg

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Kommentare
DonaldT
21.07.2025, 18:56 Uhr
Wo die AfD besonders stark gewinnt
Aus dem Text:
Studienautor und Regionalexperte Hanno Kempermann
- Wo kommt er denn her, der "Regionalexperte"?
Er läßt komplett außen vor, dass im Osten mehr Erfahrung mit Enheitsgemauschel gegeben ist, als im Westen.
Die immer mehr um sich greifenden "Redeverbote" sollen uns wohl ins Tal der Ahnungslosen versetzen?

Grüne, Linke und Rote Ideen, Narrative, usw., usw. kennen wir hier ausreichend.
Und Kohls blühende Landschaften zeigen sich durch Unkraut- und Verwahrlosungsflächen.

Über Versprechen, Aussagen und Handeln von 2.Wahl Merz müssen wir hier auch nicht reden.

Linke Störer beim Sommerinterview von Weidel sprechen auch für sich - Systemversagen.

Bisher standen wir vor dem Abgrund, jetzt sind wir einen Schritt weiter - von wem nochmal?
diskobolos
22.07.2025, 09:25 Uhr
Eigentlich traurig
Die Grundaussage der Studie ist, dass in Regionen mit wirtschaftlichen Umbrüchen der Anteil der AFD-Wähler besonders hoch ist. Da ist man geistig immer noch mit der „Wende“ beschäftigt und fühlt sich benachteiligt.

Investitionen großer Konzerne sind da wohl eher nicht zu erwarten. Wer steckt sein Geld schon in eine Region mit einer rückwärtsgewandten, ausländer- und wissenschaftsfeindlichen Bevölkerung? Internationale Mitarbeiter bekommt man hier nicht her. Aber wählt ruhig so weiter. Eure Kinder und Enkel gehen dann nach Leipzig und die Nordthüringer Dörfer sterben so langsam aus . . .
Mike Oxlong
22.07.2025, 09:35 Uhr
ziemlich egal...
Egal wie groß mein eigenes Leid sein sollte und wie groß die Angst vor wirtschaftlichen Missständen in meiner Region wäre, würde ich dennoch nicht auf die Idee kommen menschenfeindlichen Rechtspopulisten meine Stimme zu geben.

Sich hier die Kommentarspalten durchzulesen wird immer trauriger.

Friedlicher Protest ist Systemversagen ja? Das wäre mir ganz schön peinlich sowas rauszuhauen. Muss echt stinken, dass trotz der ganzen Panikmache noch immer die meisten in eurem Karnevalsverein nicht mitmachen wollen.
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