Mi, 17:55 Uhr
02.07.2025
Bad Langensalzas Wahrzeichen wird restauriert
Turmerneuerung mit Überraschungen
Was derzeit wie das Empire State Building von Bad Langensalza anmutet ist in Wahrheit die historische Marktkirche, deren Turm vom Zahn der Zeit in den letzten knapp 500 Jahren stark angeknabbert wurde. Doch jetzt wird gehämmert, gesägt und repariert…
Aus Saalfeld ist die Firma Jakusa angereist, nachdem eine Eisenberger Gerüstbaufirma den altehrwürdigen Turm sauber eingehaust hatte. Gemeinsam mit der Denkmaslschutzbehörde des Kreises und der Firma Ritschel, die für alle Holzarbeiten zuständig ist, verschafften sich die Sanierungs-Experten einen Überblick. Der offenbarte eklatante Mängel nicht nur an der Krone des Turmes, sondern schon ab der Balustrade und den beiden aufgesetzten Laternen. Weil die Grundkonstruktion aus dem 16. Jahrhundert stammt, haben nicht nur einige Nägel ihre Daseinsform verändert, sondern auch eine Menge der Schalungsbretter können ihren Dienst wegen fortgeschrittener Selbstauflösung nicht mehr tun. Besonders an der Wetterseite war nicht mehr viel unter den Bleichen zu finden.
Immerhin können einige der originalen großformatigen Bleche weiterverarbeitet und für die Laternen über der Balustrade verwendet werden. Wie Noah Jakubowski, Juniorchef der Firma Jakusa, der uhz online erzählte wird nun auf den Balustradenngang einen kleine Werkstatt eingerichtet, wo die Teile passgenau geschnitten werden, die an der Turmspitze angebracht werden sollen. Die ältesten abmontierten Bleche, die von den Mitarbeitern der Firma Jakusa gefunden wurden, stammen aus dem Jahre 1776. Der Fachmann schätzt ein, dass seine Vorgänger weniger restauriert als viel mehr ausgebessert und geflickt haben. Am Ende wird alles mit einem Kupferbelag eingeblecht, der vorher schon bearbeitet wurde, damit er grün erscheinen kann. Denn die zu saubere, weil zu wenig schwefelhaltige Luft der Kurstadt würde es nicht schaffen, den gewohnten Anblick nach einem natürlich Erosionsprozess zu erzeugen.
Über die Dauer der Arbeiten konnte Noah Jakubowski heute noch keine Auskunft geben. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird den Langenslazaern ihr roter Turm aber mindestens noch bis zu den Weihnachtstagen erhalten bleiben.
Olaf Schulze
Autor: oschAus Saalfeld ist die Firma Jakusa angereist, nachdem eine Eisenberger Gerüstbaufirma den altehrwürdigen Turm sauber eingehaust hatte. Gemeinsam mit der Denkmaslschutzbehörde des Kreises und der Firma Ritschel, die für alle Holzarbeiten zuständig ist, verschafften sich die Sanierungs-Experten einen Überblick. Der offenbarte eklatante Mängel nicht nur an der Krone des Turmes, sondern schon ab der Balustrade und den beiden aufgesetzten Laternen. Weil die Grundkonstruktion aus dem 16. Jahrhundert stammt, haben nicht nur einige Nägel ihre Daseinsform verändert, sondern auch eine Menge der Schalungsbretter können ihren Dienst wegen fortgeschrittener Selbstauflösung nicht mehr tun. Besonders an der Wetterseite war nicht mehr viel unter den Bleichen zu finden.
Immerhin können einige der originalen großformatigen Bleche weiterverarbeitet und für die Laternen über der Balustrade verwendet werden. Wie Noah Jakubowski, Juniorchef der Firma Jakusa, der uhz online erzählte wird nun auf den Balustradenngang einen kleine Werkstatt eingerichtet, wo die Teile passgenau geschnitten werden, die an der Turmspitze angebracht werden sollen. Die ältesten abmontierten Bleche, die von den Mitarbeitern der Firma Jakusa gefunden wurden, stammen aus dem Jahre 1776. Der Fachmann schätzt ein, dass seine Vorgänger weniger restauriert als viel mehr ausgebessert und geflickt haben. Am Ende wird alles mit einem Kupferbelag eingeblecht, der vorher schon bearbeitet wurde, damit er grün erscheinen kann. Denn die zu saubere, weil zu wenig schwefelhaltige Luft der Kurstadt würde es nicht schaffen, den gewohnten Anblick nach einem natürlich Erosionsprozess zu erzeugen.
Über die Dauer der Arbeiten konnte Noah Jakubowski heute noch keine Auskunft geben. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird den Langenslazaern ihr roter Turm aber mindestens noch bis zu den Weihnachtstagen erhalten bleiben.
Olaf Schulze









