Di, 23:27 Uhr
01.07.2025
Gästeführerzunft Bad Langensalza sammelt weiter Spenden
Ehrenamtliche Stadtführungen lockten die Gäste
Neben den regulären öffentlichen Stadtführungen und gebuchten Gruppen über die Touristinformation, bietet der Verein der Gästeführer-Zunft Bad Langensalza immer wieder eigene Höhepunkte an. Zuletzt führten Mary Fischer, Dagmar Kleemann und Kati Kaiser die interessierten Besucher zu besonderen Themen durch die wunderschöne Kurstadt...
Bad Langensalzas Gästeführer-Chefin Mary Fischer begleitet die Gäste zur Sonderführung durch den abendlichen Japanischen Garten (Foto: M.Fromm)
Am Vorabend des Brunnenfestumzuges begrüßte Bad Langensalzas Gästeführerchefin Mary Fischer 25 Teilnehmer aus Nah und Fern zur Stadtführung mit dem Titel Auf dem Pfad der Liebe. Sie und ihre Kollegin Dagmar Kleemann hatten sich eine ganz besondere Thematik anlässlich der 214-jährigen Geschichte der Langensalzaer Kurtradition ausgedacht.
Die beiden langjährigen Gästeführerinnen trugen zur Führung ihr Hochzeitskleid und nahmen dazu Bezug. Zwar seien die dazugehörigen Ehemänner inzwischen nicht mehr aktuell, dennoch spielten die Themen Liebe und Kurschatten eine große Rolle. Zunächst gab es Informationen über Friederike von Sachsen-Weißenfels, ihr Schlösschen und dessen Park. Die Herzogin war bereits im Alter von 31 Jahren Witwe geworden, ihre Kavaliere in Langensalza müssen sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1775 aber vortrefflich bei Laune gehalten haben.
Über den Kurpark, den Japanischen Garten und den Rosengarten, ging es bis zum selten in einer Führung besuchten Botanischen Garten. Hier wurde am Kneippschen Wasserbecken sehr melancholisch über die Bedeutung der Pflanzen für die Liebe berichtet. Im Foyer der Friederikentherme gab es einen kurzen Umtrunk mit dem sehr eisenhaltigen Heilwasser aus dem Bad Langensalzaer Brunnen, ehe noch ein kurzer Weg zur Bergkirche zurückgelegt werden musste.
Zum Abschluss lauschten die begeisterten Gäste, welche zweieinhalb Stunden durchgehalten hatten, dem Lied Wer nur den lieben Gott lässt walten und bekamen zum Dank einen Sonderdruck aus der Historischen Druckerei, einen Gedichtspruch und ein Stück Schokolade in Herzform mit LSZ-Aufkleber, welches diese herzlich und liebevoll gestaltete Stadtführung perfekt abrundete.
Nicht weniger begeistert waren die 15 Besucher der Sonderführung von Kati Kaiser am vergangenen Samstag. Sie kam im Kostüm von Bianca Looff, der Tochter des Langensalzaer Bürgers Friedrich Wilhelm Looff, der nach der Schlacht bei Langensalza am 27. Juni 1866 den Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes begründete.
Es war damals die erste kriegerische Auseinandersetzung, bei der Helfer mit dem Roten Kreuz im Einsatz waren, welche Verwundete versorgten und Gefallene dokumentierten. Noch heute kommen jährlich die Welfen in die Rosenstadt, um den Opfern zu gedenken. Im Bad Langensalzaer Stadtmuseum im Augustinerkloster ist zudem ein großes Diorama von der bedeutenden Schlacht des preußisch-österreichischen Krieges zu sehen.
Die städtischen Museen sind es auch, welche über ihren erst kürzlich gegründeten Förderverein wieder mit den Spendengeldern dieser beiden ehrenamtlich durchgeführten Stadtführungen bedacht werden. Ca. 200 Euro sind zusammen gekommen und werden zu gegebener Zeit überreicht. Die uhz-online wird Sie selbstverständlich darüber informieren.
Markus Fromm
Autor: mfr
Bad Langensalzas Gästeführer-Chefin Mary Fischer begleitet die Gäste zur Sonderführung durch den abendlichen Japanischen Garten (Foto: M.Fromm)
Die beiden langjährigen Gästeführerinnen trugen zur Führung ihr Hochzeitskleid und nahmen dazu Bezug. Zwar seien die dazugehörigen Ehemänner inzwischen nicht mehr aktuell, dennoch spielten die Themen Liebe und Kurschatten eine große Rolle. Zunächst gab es Informationen über Friederike von Sachsen-Weißenfels, ihr Schlösschen und dessen Park. Die Herzogin war bereits im Alter von 31 Jahren Witwe geworden, ihre Kavaliere in Langensalza müssen sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1775 aber vortrefflich bei Laune gehalten haben.
Über den Kurpark, den Japanischen Garten und den Rosengarten, ging es bis zum selten in einer Führung besuchten Botanischen Garten. Hier wurde am Kneippschen Wasserbecken sehr melancholisch über die Bedeutung der Pflanzen für die Liebe berichtet. Im Foyer der Friederikentherme gab es einen kurzen Umtrunk mit dem sehr eisenhaltigen Heilwasser aus dem Bad Langensalzaer Brunnen, ehe noch ein kurzer Weg zur Bergkirche zurückgelegt werden musste.
Zum Abschluss lauschten die begeisterten Gäste, welche zweieinhalb Stunden durchgehalten hatten, dem Lied Wer nur den lieben Gott lässt walten und bekamen zum Dank einen Sonderdruck aus der Historischen Druckerei, einen Gedichtspruch und ein Stück Schokolade in Herzform mit LSZ-Aufkleber, welches diese herzlich und liebevoll gestaltete Stadtführung perfekt abrundete.
Nicht weniger begeistert waren die 15 Besucher der Sonderführung von Kati Kaiser am vergangenen Samstag. Sie kam im Kostüm von Bianca Looff, der Tochter des Langensalzaer Bürgers Friedrich Wilhelm Looff, der nach der Schlacht bei Langensalza am 27. Juni 1866 den Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes begründete.
Es war damals die erste kriegerische Auseinandersetzung, bei der Helfer mit dem Roten Kreuz im Einsatz waren, welche Verwundete versorgten und Gefallene dokumentierten. Noch heute kommen jährlich die Welfen in die Rosenstadt, um den Opfern zu gedenken. Im Bad Langensalzaer Stadtmuseum im Augustinerkloster ist zudem ein großes Diorama von der bedeutenden Schlacht des preußisch-österreichischen Krieges zu sehen.
Die städtischen Museen sind es auch, welche über ihren erst kürzlich gegründeten Förderverein wieder mit den Spendengeldern dieser beiden ehrenamtlich durchgeführten Stadtführungen bedacht werden. Ca. 200 Euro sind zusammen gekommen und werden zu gegebener Zeit überreicht. Die uhz-online wird Sie selbstverständlich darüber informieren.
Markus Fromm