Do, 15:42 Uhr
08.05.2025
Grünes Innenstadtfest wieder mit Heimat shoppen
Breites Angebot nicht nur an Grünpflanzen
Mit internationalem Museumstag, einem Empfang der Europapokalsiegerinnen des Thüringer HC, der Aktion Heimat shoppen sowie vielen Attraktiven und Unterhaltung für große und kleine Einkäufer steigt am nächsten Sonntag das traditionelle Grüne Innenstadtfest der Kurstadt Bad Langensalza. Neben Altbewährtem ist auch Neues im Angebot …
Händler, Gewerbeverein und IHK blicken optimistisch auf das Grüne Innenstadtfest am Sonntag in einer Woche (Foto: oas)
Ein Wechsel der Verantwortlichkeiten in der Vorbereitung war heute erstes Thema der Pressekonferenz anlässlich des Grünen Innenstadtfestes mit verkaufsoffenem Sonntag am 18 Mai. Nicht mehr das Kulturamt der Stadt stellte das Unterhaltungsprogramm des Tages zusammen, sondern der einheimische Gewerbeverein im Verbund mit der City-Managerin Sandra Czerniak.
Die Organisation des Markttreibens obliegt weiterhin dem städtischen Gewerbeamt, wofür alle Akteure sehr dankbar sind. Auch bleibt es bei der Unterstützung durch die Verwaltung bei den organisatorisch-logistischen Herausforderungen, die ein solch buntes Treiben an einem Mai-Sonntag mit sich bringt. Bei allen Überlegungen, wie das Veranstaltungskonzept der Rosenstadt sich in dien nächsten Jahren entwickeln wird, bleibt das Grüne Innenstadtfest eine unumstößliche Größe. Bereits zum neunten Male beteiligen sich Händler und Gastronomen an dem Event, das wieder flankiert wird von der IHK-Initiative Heimat shoppen.
Über 40 Stände werden auf dem Markt vertreten sein und ihre Waren feilbieten, insgesamt 32 Händler und Gastronomen der Innenstadt beteiligen sich. Doch nicht nur im Zentrum der Stadt ist verkaufsoffener Sonntag, sondern bspw. auch beim lokalen Möbelhändler Knappstein, einem Unternehmen, das sich seit der erste Aktion am Heimat shoppen beteiligt.
Eröffnet wird der Maisonntag vom Spielmannszug der Stadt. Neben den pflanzen- und grünzeugträchtigen Ständen von der Marktkirche bis zur Mühlhäuser Straße wird von 11 bis 18 Uhr viel geboten. Einer der Höhepunkte des Tages dürfte um 14 Uhr der Empfang der Europacup-Siegerinnen des Thüringer Handballclubs mit anschließender Autogrammstunde sein. Anfang Mai sorgten die Mädels von Trainer Herbert Müller für eine sportliche Sensation, die ganz Bad Langensalza mit Stolz und Freude erfüllte, als sie in Graz den begehrten EHF-Pott gewannen.
Aber auch Kultur- und Geschichtsfreunde kommen durch die zahlreichen Angebote zum internationalen Museumstag voll auf ihre Kosten und die Gästeführer Zunft bietet kostenfreie Führungen durch die Stadt an.
Kosten und Verantwortung übernommen haben die lokalen Unternehmen, um das kulturelle Programm abzusichern. So werden die Ratswaage und das Café Schwesterherz die Auftritte der Pianistin Kaisha Cheyenne Weiß sponsern; die Tee-Truhe und das Steak & Schnitzelhaus finanzieren die Auftritte der Schülerband Tonis Band vor der Marktkirche.
Wird sind glücklich, dass alles so geklappt hat, sagte Martin Braun vom Gewerbeverein, nur mit Grünmarkt ohne Programm ringsum wäre es nicht das Gleiche gewesen. Neben der City-Managerin lobte Braun die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den vielen Netzwerken, die inzwischen in der Stadt beim Thema Veranstaltungen existieren. Dabei habe Bad Langensalza auch Glück mit seiner abgeschlossenen Innenstadt, die bei der Erstellung von Sicherheitskonzepten für einen solchen Tag gegenüber anderen Städten viele Vorteile biete. Inzwischen würden in vielen Städten Deutschlands zahlreiche Veranstaltungen von privaten und öffentlichen Anbietern abgesagt, weil sie die Sicherheitsauflagen der Behörden nicht bezahlen oder logistisch erfüllen könnten, erzählten die IHK-Experten.
Das Grüne Innenstadtfest mit seiner Ausgestaltung sei ein wichtiges Fest, von dem die Einzelhändler profitieren könnten, war heute der einhellige Tenor bei lokalen Akteuren und den IHK-Vertretern. Dirk Fromberger, verantwortlich für Handel und Stadtentwicklung bei der Erfurter Industrie- und Handelskammer (IHK), freute sich über das vorbildliche Engagement, das in der Rosenstadt zu beobachten sei. Nicht nur, dass die Stadt von Anfang an beim Heimat shoppen dabei ist, sie ist auch eine von wenigen der dieses Jahr beteiligten 35 Thüringer Städte, die zweimal teilnimmt (am 30. November zu Pfefferkuchenmarkt gibt es einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag unter diesem Motto). Bad Langensalza ist im Kammergebiet ganz vorne dran, schätzte Fromberger ein, der um die Probleme im innerstädtischen Handel weiß, wie kaum ein anderer.
Die Transformation des Handels werde weiter voranschreiten, sagte er, aber es gäbe auch Grund zum Optimismus. So bekenne sich die neue Thüringer Landesregierung deutlich zu den Innenstadt-Initiativen und stelle auch finanzielle Mittel dafür bereit. Fromberger sieht ein großes zukünftiges Problem in der Nachfolgereglung für kleine Handelsunternehmen, deren Besitzer demnächst in den Ruhestand gehen. Wir müssen die Flagge für den Handel weiter hoch halten, forderte er und erzählte von Projekten der IHK gegen drohenden Leerstand in den Thüringer Innenstädten. Eine Website gibt hier Hilfestellungen und gesucht seien vor allem die Lokalpatrioten, die in ihrer Heimat etwas unternehmen und ausprobieren wollten. Jungen Unternehmen den Start zu erleichtern, sei es mit Stipendien oder anderen geeigneten Maßnahmen, ist das Gebot der Stunde. Mit einem neuen Design und frischem optischen Auftritt soll Heimat shoppen weiter popularisiert und die Menschen aufgerufen werden, die gebotenen Möglichkeiten vor der Haustür in ihren Innenstädten zu nutzen. Das sei auch wichtig für das Image einer Stadt, denn die Innenstädte seien der Bilderrahmen einer Stadt.
In Bad Langensalza haben sich schon viele Händler und Unternehmen auf den Weg begeben, ihre City zu beleben und Menschen aus nah und fern anzulocken. Zeit bei diesen Bemühungen nachzulassen ist momentan nicht; auch das wurde heute im Gespräch zwischen Händlern und IHK-Verantwortlichen sehr deutlich.
Olaf Schulze
Autor: osch
Händler, Gewerbeverein und IHK blicken optimistisch auf das Grüne Innenstadtfest am Sonntag in einer Woche (Foto: oas)
Ein Wechsel der Verantwortlichkeiten in der Vorbereitung war heute erstes Thema der Pressekonferenz anlässlich des Grünen Innenstadtfestes mit verkaufsoffenem Sonntag am 18 Mai. Nicht mehr das Kulturamt der Stadt stellte das Unterhaltungsprogramm des Tages zusammen, sondern der einheimische Gewerbeverein im Verbund mit der City-Managerin Sandra Czerniak.
Die Organisation des Markttreibens obliegt weiterhin dem städtischen Gewerbeamt, wofür alle Akteure sehr dankbar sind. Auch bleibt es bei der Unterstützung durch die Verwaltung bei den organisatorisch-logistischen Herausforderungen, die ein solch buntes Treiben an einem Mai-Sonntag mit sich bringt. Bei allen Überlegungen, wie das Veranstaltungskonzept der Rosenstadt sich in dien nächsten Jahren entwickeln wird, bleibt das Grüne Innenstadtfest eine unumstößliche Größe. Bereits zum neunten Male beteiligen sich Händler und Gastronomen an dem Event, das wieder flankiert wird von der IHK-Initiative Heimat shoppen.
Über 40 Stände werden auf dem Markt vertreten sein und ihre Waren feilbieten, insgesamt 32 Händler und Gastronomen der Innenstadt beteiligen sich. Doch nicht nur im Zentrum der Stadt ist verkaufsoffener Sonntag, sondern bspw. auch beim lokalen Möbelhändler Knappstein, einem Unternehmen, das sich seit der erste Aktion am Heimat shoppen beteiligt.
Eröffnet wird der Maisonntag vom Spielmannszug der Stadt. Neben den pflanzen- und grünzeugträchtigen Ständen von der Marktkirche bis zur Mühlhäuser Straße wird von 11 bis 18 Uhr viel geboten. Einer der Höhepunkte des Tages dürfte um 14 Uhr der Empfang der Europacup-Siegerinnen des Thüringer Handballclubs mit anschließender Autogrammstunde sein. Anfang Mai sorgten die Mädels von Trainer Herbert Müller für eine sportliche Sensation, die ganz Bad Langensalza mit Stolz und Freude erfüllte, als sie in Graz den begehrten EHF-Pott gewannen.
Aber auch Kultur- und Geschichtsfreunde kommen durch die zahlreichen Angebote zum internationalen Museumstag voll auf ihre Kosten und die Gästeführer Zunft bietet kostenfreie Führungen durch die Stadt an.
Kosten und Verantwortung übernommen haben die lokalen Unternehmen, um das kulturelle Programm abzusichern. So werden die Ratswaage und das Café Schwesterherz die Auftritte der Pianistin Kaisha Cheyenne Weiß sponsern; die Tee-Truhe und das Steak & Schnitzelhaus finanzieren die Auftritte der Schülerband Tonis Band vor der Marktkirche.
Wird sind glücklich, dass alles so geklappt hat, sagte Martin Braun vom Gewerbeverein, nur mit Grünmarkt ohne Programm ringsum wäre es nicht das Gleiche gewesen. Neben der City-Managerin lobte Braun die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und den vielen Netzwerken, die inzwischen in der Stadt beim Thema Veranstaltungen existieren. Dabei habe Bad Langensalza auch Glück mit seiner abgeschlossenen Innenstadt, die bei der Erstellung von Sicherheitskonzepten für einen solchen Tag gegenüber anderen Städten viele Vorteile biete. Inzwischen würden in vielen Städten Deutschlands zahlreiche Veranstaltungen von privaten und öffentlichen Anbietern abgesagt, weil sie die Sicherheitsauflagen der Behörden nicht bezahlen oder logistisch erfüllen könnten, erzählten die IHK-Experten.
Das Grüne Innenstadtfest mit seiner Ausgestaltung sei ein wichtiges Fest, von dem die Einzelhändler profitieren könnten, war heute der einhellige Tenor bei lokalen Akteuren und den IHK-Vertretern. Dirk Fromberger, verantwortlich für Handel und Stadtentwicklung bei der Erfurter Industrie- und Handelskammer (IHK), freute sich über das vorbildliche Engagement, das in der Rosenstadt zu beobachten sei. Nicht nur, dass die Stadt von Anfang an beim Heimat shoppen dabei ist, sie ist auch eine von wenigen der dieses Jahr beteiligten 35 Thüringer Städte, die zweimal teilnimmt (am 30. November zu Pfefferkuchenmarkt gibt es einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag unter diesem Motto). Bad Langensalza ist im Kammergebiet ganz vorne dran, schätzte Fromberger ein, der um die Probleme im innerstädtischen Handel weiß, wie kaum ein anderer.
Die Transformation des Handels werde weiter voranschreiten, sagte er, aber es gäbe auch Grund zum Optimismus. So bekenne sich die neue Thüringer Landesregierung deutlich zu den Innenstadt-Initiativen und stelle auch finanzielle Mittel dafür bereit. Fromberger sieht ein großes zukünftiges Problem in der Nachfolgereglung für kleine Handelsunternehmen, deren Besitzer demnächst in den Ruhestand gehen. Wir müssen die Flagge für den Handel weiter hoch halten, forderte er und erzählte von Projekten der IHK gegen drohenden Leerstand in den Thüringer Innenstädten. Eine Website gibt hier Hilfestellungen und gesucht seien vor allem die Lokalpatrioten, die in ihrer Heimat etwas unternehmen und ausprobieren wollten. Jungen Unternehmen den Start zu erleichtern, sei es mit Stipendien oder anderen geeigneten Maßnahmen, ist das Gebot der Stunde. Mit einem neuen Design und frischem optischen Auftritt soll Heimat shoppen weiter popularisiert und die Menschen aufgerufen werden, die gebotenen Möglichkeiten vor der Haustür in ihren Innenstädten zu nutzen. Das sei auch wichtig für das Image einer Stadt, denn die Innenstädte seien der Bilderrahmen einer Stadt.
In Bad Langensalza haben sich schon viele Händler und Unternehmen auf den Weg begeben, ihre City zu beleben und Menschen aus nah und fern anzulocken. Zeit bei diesen Bemühungen nachzulassen ist momentan nicht; auch das wurde heute im Gespräch zwischen Händlern und IHK-Verantwortlichen sehr deutlich.
Olaf Schulze