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So, 10:41 Uhr
09.03.2025
Preußen zu Gast in Arnstadt

Unentschieden beim Tabellennachbarn

Die Auswärtsfahrt nach Arnstadt stand für den FSV Preußen unter keinem guten Stern. Nahezu täglich trudelten die krankheits- und arbeitsbedingten Absagen bei Trainer Thomas Wirth in der vergangenen Woche ein. Mit Oppel und dem 37-jährigen Hirsch saßen zwei Thüringenliga-Debütanten auf der Bank. Trotzdem lautete das Ziel, irgendwie einen Punkt mitzunehmen...

Die Zuschauer konnten zwar beide Mannschaften kaum voneinander unterscheiden in dunkelblau und grau, aber Schiedsrichter Baudis winkte das durch. Und Preußen hielt die Gastgeber zunächst weg vom eigenen Tor. Jedoch schien Reinhold mit den Trikotfarben ein Problem zu haben, spielte er doch in Minute 14 einen Rückpass direkt in den Fuß von Messing, der aber im letzten Moment von Dolzer noch geblockt wurde.

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Nach einer halben Stunde war eine große Ausgeglichenheit im Spiel zu konstatieren, Harbauer schoss dann zweimal mit links Richtung Knoll-Gehäuse, doch beide Male ging der Ball knapp über den Balken. Kurz darauf folgte eine dicke Gelegenheit von Lvov für Arnstadt, sein Abschluss trudelte an den Pfosten und konnte geklärt werden. Kurz vor dem Wechsel zielte nochmal Grünert auf der einen und Noak auf der anderen Seite jeweils aus guter Position über den Kasten. Als gerecht konnte das 0:0 zur Pause durchaus bezeichnet werden.

Arnstadt wechselte zur Pause auf weiße Trikots, was auch den 114 Zuschauern zugute kam. Noak zirkelte nach Linz-Flanke gleich mal knapp daneben, einen von Fernschild herausgeholten Freistoß legte sich dann Schack gut 18 Meter halblinks vor dem Tor zurecht. Und er hob ihn gefühlvoll über die Mauer in den oberen Knick, wobei Keeper Knoll keinen Zuck machte. Die Preußen-Führung kam zu einem guten Zeitpunkt, sollte aber nur zehn Minuten Bestand haben. Dolzer klärte zunächst gegen Hädrich in höchster Not, dann spielte es Arnstadt einmal schnell bis auf Außen, wo Molme III sowohl Linz als auch Patzer tunnelte zum Ausgleich.

Das war nicht unverdient, machte der Gastgeber doch nun mächtig Druck aufs Preußen-Tor. Und sie hätten nur drei Minuten nach dem Ausgleich nachwaschen können. Hoffmann nahm einen leichten Kontakt von Harnisch theatralisch an, Schiedsrichter Baudis zeigte zum Entsetzen der Preußen auf den Punkt. Hädrich nahm sich der Sache an, Patzer konnte den Ball aber grandios an den Innenpfosten lenken, der Ball trudelte dann die Linie entlang und konnte geklärt werden. Das wurde von den Preußen wie ein eigenes Tor gefeiert. Jetzt kam Fabian Hirsch mit 37 Jahren zu seinem Thüringenliga-Debüt, er ersetzte den leicht angeschlagenen Pawlak. Matchglück hatte die Kurstädter Mannschaft in Minute 71. Varnhagen stocherte einen Ball, der wohl eh ins Netz gegangen wäre über die Linie, der Assistent hob durch diesen Kontakt aber seinen Wimpel und es blieb beim 1:1.

Es folgten viele Wechsel auf beiden Seiten, so dass kaum Spielfluss aufkam, mit Oliver Oppel feierte ein weiterer Spieler von Preußens II. Mannschaft seinen Einstand in der Thüringenliga. Irgendwie schien das Remis schon beschlossene Sache, die angezeigten drei Minuten Nachspielzeit waren fast rum, da drang Noak nochmal mit viel Speed in den Strafraum der Gastgeber ein. Connell holte ihn von den Beinen, doch Baudis hatte nicht den Mut, in letzter Sekunde einen Elfmeter für die Gäste zu geben. Bereits dreimal war Preußen Leidtragender einer solchen Entscheidung in der Nachspielzeit in dieser Saison.

Selbst der bereits ausgewechselte Arnstadt Kapitän Varnhagen sprach im Nachgang fair von einem Strafstoß, zumal ja der Gastgeber auch in den Genuss eines solchen kam. Das sorgte für Hektik auf dem Feld. Beim darauffolgenden langen Ball musste Dolzer ins Duell mit Hädrich, bekam für sein Foulspiel die zweite gelbe Karte und musste runter. Fernschild reklamierte wegen des Elfmeters und dies wohl einmal zu viel, so dass auch er sich die Ampelkarte verdiente. Die Spielzeit war mittlerweile über sieben Minuten drüber und Schiedsrichter Baudis gab auch den Freistoß noch einmal frei. Und es wäre für die Gäste fast zum Supergau beim 9 gegen 11 gekommen. Patzer warf sich ins Getümmel, der Abpraller fiel Ruschke fünf Meter frei vor dem Tor vor die Füße. Schuhmacher verhinderte den Einschlag auf der Linie mit einem Monsterblock und so blieb es beim 1:1. Alles in allem ein gerechter Ausgang, Arnstadt mit dem Mehr an Chancen, Preußen haderte mit der letzten Aktion, dem verweigerten Strafstoß. Es zieht sich ein wenig durch die Saison, dass das Team aus der Rosenstadt nicht unbedingt das Strafstoßglück auf seiner Seite hat, Schiedsrichter Baudis zeigte insgesamt keine schlechte Spielleitung, aber da fehlte wohl der Mut und die bezahlte Bad Langensalzas Mannschaft mit zwei Platzverweisen. Dolzer und Fernschild fehlen nun gegen Fahner Höhe und der FSVP kann nur hoffen, dass sich die Personallage wieder etwas entspannt.

Im Fazit dieses Thüringenliga-Spiels ist es für die Preußen trotzdem ein gewonnener Punkt gegen eine individuell gut besetzte Arnstädter Mannschaft. Das Wirth-Team trotzte den ganzen Ausfällen und kann mit dem Unentschieden gut leben.
Markus Fromm
Autor: red

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