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Mo, 12:00 Uhr
30.12.2024
Offener Brief

Wertschätzung für Ehrenamtliche im Kirchen- und Landkreis

Sehr geehrte, Liebe Ehrenamtliche! Das ist eine Anrede, die in der Vergangenheit immer häufiger verwendet wurde und auch in Zukunft mehr und mehr Verwendung finden wird, denn ohne Sie ging und geht es schon lange nicht mehr. Das betrifft alle Bereiche des sozialen Miteinanders...



Egal wo man hinschaut, ob Sport, Selbsthilfe, soziale Anlaufstellen, bis hin zu Feuerwehr und Katastrophenschutz, Notfallseelsorge und viele andere Bereiche und Organisationen, geht es nicht ohne ehrenamtliches Engagement.

In den Kirchgemeinden ist das nicht anders. Das bezieht sich auf die Leitung der Gottesdienste genauso wie auf die musikalische Begleitung oder auch die Leitung unterschiedlicher Gruppen und Kreise. Besonders an Heilig Abend haben alle – auch die, die sonst nicht viel in die Kirche gehen - sehr genau gemerkt, dass es nur durch die Mitarbeit der Ehrenamtlichen möglich war, in fast jedem Ort im Kirchenkreis zu Heilig Abend Gottesdienst zu feiern.

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Um es mal in nüchternen Zahlen zu sagen: Es fanden im Kirchenkreis Bad Frankenhausen- Sondershausen am 24. Dezember insgesamt 73 Gottesdienste statt, bei 78 Kirchen im Kirchenkreis! Davon wurden 42 Gottesdienste von Ehrenamtlichen geleitet. Dazu kommen viele Ehrenamtliche, die Orgel oder Keyboard oder Posaunen und Trompeten gespielt oder als Chormitglieder gesungen haben; nicht zu vergessen, all diejenigen, die sich um die Krippenspiele gekümmert haben; einige Kinder, Jugendliche und Erwachsene, indem sie die Texte gelernt und gespielt haben, andere, indem sie sich um das Einstudieren des Krippenspiels oder das Schmücken der Kirche oder durch das Unterstützen mit Technik geholfen haben. Als Superintendentin des Kirchenkreises und auch persönlich, möchte ich dafür „Herzlichen Dank“ sagen!

Ich möchte aber auch nicht vergessen, dass all Ihr Engagement als Ehrenamtliche nicht auf Heilig Abend beschränkt ist. Auch an allen restlichen Sonn- und Wochentagen im Jahr geht es nur durch Ihre Unterstützung und Ihr Engagement. Das bedeutet unzählige Stunden der Vorbereitung auf die Gottesdienste, Gruppen und Kreise; unzählige Überlegungen und viele Stunden Dienst in und für die Menschen jeden Alters in den Kirchgemeinden. Ebenso gehört ein hohes Maß an Organisation und Kompromissbereitschaft dazu, denn auch Ihre eigenen Familien sollen und dürfen trotz und wegen aller Dienste nicht vergessen werden oder gar zu kurz kommen. Dieser Dank gilt daher auch Ihren Familien, da sie Ihr Ehrenamt mittragen und so alle unterstützen. In diesem Zusammenhang weite ich den Dank an die Ehrenamtlichen als Seelsorgerin und Einwohnerin des Kyffhäuser Landkreises sehr gerne und herzlich auf alle anderen Bereiche des ehrenamtlichen Engagements in unseren Dörfern und Städten aus.

In den Tagen vor Weihnachten war davon berichtet worden, dass es in unserem Kirchenkreis mit der Besetzung von Pfarrstellen besonders schlimm aussieht. Ich kann und will nicht verleugnen, dass einige Stellen unbesetzt sind, aber das bedeuten eben gerade nicht, dass alles zusammenbricht. Zudem ist und wird Entlastung gegeben sein. Die zeitliche Nähe zu Weihnachten hat sich bei manchen mit der Frage verbunden, ob es in meinem Ort Heilig Abend einen Gottesdienst geben wird. Ich denke, da sprechen die Zahlen für sich.

Ich möchte aber darauf eingehen, dass selbst bei Vollbesetzung der Stellen, ein Pfarrer oder eine Pfarrerin allein nicht alle Gottesdienste im Pfarramt an Heilig Abend übernehmen kann. Auch wenn alle Pfarrstellen (inklusive Superintendent und zwei zusätzliche Stellen) besetzt wären, würde es ohne die Mitarbeit und Unterstützung der Ehrenamtlichen nicht funktionieren, wenn überall Gottesdienste stattfinden sollen. Wie sollte das auch gehen, wenn dann zu einer Pfarrstelle - rein rechnerisch - durchschnittlich 7 Kirchen und somit Gottesdienste gehören würden. Daher finde ich es persönlich sehr schade, dass gerade vor Weihnachten das negative Bild der offenen Pfarrstellen, nicht aber das hohe Engagement von Ehrenamtlichen betont und beschrieben wird.
Wenn ich mich umschaue und umhöre, betrifft diese Tatsache aber nicht nur das ehrenamtliche Engagement in den Kirchgemeinden, sondern auch viele andere Bereiche. Vielleicht wäre es für das neue Jahr ein wirklich guter - wenn auch herausfordernder - Vorsatz, die positiven Seiten des ehrenamtlichen Dienstes in den Vordergrund zu stellen. Über das, was uns alles fehlt und nicht gut läuft, wissen wir bereits gut Bescheid.

Versuchen wir also mehr und mehr nicht nur auf das schauen, was uns fehlt, sondern nehmen wir dankbar und wertschätzend wahr, was Ehrenamtliche und Hauptamtliche in allen Bereichen unseres Zusammenlebens gemeinsam meistern und bewältigen.
Für einige ist die Jahreslosung aus dem Neuen Testament ein Begleiter und Motto für das neue Jahr. Da heißt es im 1. Brief an die Thessalonicher: „Prüft alles und behaltet das Gute.“ (1 Thess 5,21)

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes, erfolgreiches und Ihr ehrenamtliches Engagement anerkennende Jahr 2025.
Steffi Wiegleb
Autor: emw

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Kommentare
Südharzmensch
30.12.2024, 12:39 Uhr
Der Steuerzahler überweist jedes Jahr 600 Mio Euro ...
... an die beiden Kirchen. Einfach so, ohne Gegenleistungen. Nennt sich "Staatszuschuss" und geschieht so bis heute seit der Bismarkzeit. Also: Kein Grund zur Klage.
grobschmied56
30.12.2024, 19:46 Uhr
Kein Problem, Brockenzug ...
... der deutsche Zahlmichel überweist auch jedes Jahr eine halbe Milliarde Kindergeld nach Sonstewo.

Hier ein Zitat von n-tv:
'Die Bundesagentur für Arbeit überweist mehr als 500 Millionen Euro Kindergeld für im Ausland lebende Kinder. Hintergrund ist das Steuerrecht für sozialversicherungspflichtige Beschäftigte aus anderen EU-Ländern.'

Zitat Ende.
Quelle: n-tv, 500 Millionen Euro Kindergeld gehen ins Ausland
27.12.2024, 14:24 Uhr

Ob die Kinder, für die dort gezahlt wird tatsächlich alle existieren und ob sie von dem Geld tatsächlich was haben - das steht wie üblich auf einem anderen Blatt.
Real Human
31.12.2024, 16:35 Uhr
„Prüft alles und behaltet das Gute.“
Diese alte Weisheit kann ich sofort unterschreiben. Was aber ist „gut“ und was „weniger gut“ oder gar „schlecht“. Als „gelernter Marxist“ würde ich sagen: Es kommt auf den Klassenstandpunkt an, ob jemand seine Talente nur für die Mehrung des eigenen Reichtums oder mindestens auch nebenbei für das Wohlbefinden aller Mitmenschen einsetzt. Ich spiele damit auf den Matthäus-Effekt als fälschliche (???) Rechtfertigung des Kapitalismus an.

Langer Rede kurzer Sinn:
„Denn wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.“ (wikipedia.org/Matthäus-Effekt) Der Volksmund kennt auch eine Variante, in der der Teufel etwas hinterwärtiges tut.

„Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüth einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volks.“, schrieb Marx noch.
Wenn es aber nur noch „Jammern auf hohem Niveau“ gibt … ?

Dann bleiben nur noch „Alter, Krankheit und Tod“ als Schreck-Realität übrig. Deshalb fürchten sich viele abrahamitische Prediger auch ganz fürchterlich vor dem „Transhumanismus“, der ein auf Wissenschaft (und nicht auf Glaube) basierendes BELIEBIG LANGES Leben in Aussicht stellt.

Ich hatte einmal einen religiösen Wissenschaftler zu Gast. Als ich ihm Ausschnitte aus der schwedischen Serie Real Humans – Echte Menschen anbot, reagierte er wie der sprichwörtliche(!) Teufel auf das Weihwasser.

Zu „Brockenzug“ und „grobschmied56“:

Wenn wir das „Heilige Jahr 2025“ hoffentlich überleben, spielt das Geld vielleicht keine Rolle mehr? Denn wie prophezeite es der reichste der Superreichen einmal?

„KI wird 2025 oder 2026 klüger als der klügste Mensch“ (DER STANDARD vom 9.4. 2024)

Ja, dann werden wir alle „von Tellerwäschern zu Millionären“ … in einem Cyber-Universum? ...

„Und der auf dem Stuhl [Thron] saß, sprach:
Siehe, ich mache alles neu!“
Offenbarung 21:5a
(Hatte nach „silvester sprüche christliche“ gegoogelt.)
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