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Fr, 14:02 Uhr
20.12.2024
Verwaltungsrat beschließt 17,8-Milliarden-Haushalt

AOK PLUS erhöht Beitragssatz ab 2025

Der Verwaltungsrat der AOK PLUS hat in seiner heutigen Sitzung den Zusatzbeitragssatz von 1,8 auf 3,1 Prozent ab dem 1. Januar 2025 festgelegt. Damit beträgt der zukünftige Beitragssatz insgesamt 17,7 Prozent bei einem Haushaltsvolumen von 17,8 Milliarden Euro für die Gesundheitsversorgung der AOK PLUS-Versicherten in Sachsen und Thüringen...

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„Es schmerzt uns sehr, unseren Beitragssatz ab 2025 anheben zu müssen. Doch wir müssen auf die unzureichenden gesetzlichen Rahmenbedingungen reagieren, die uns als gesetzliche Krankenkasse vor große Herausforderungen stellen“, betont der Verwaltungsratsvorsitzende Sven Nobereit und fügt hinzu: „Die anhaltend steigenden Ausgaben in der Gesundheitsversorgung, gepaart mit einem fehlenden politischen Willen zur nachhaltigen Stabilisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung, zwingen uns zu dieser Entscheidung. Wir wissen, wie wertvoll jeder Euro für Beitragszahlende und Arbeitgeber ist. Sie können sich jedoch sicher sein, dass ihre Beiträge in bestmögliche Leistungen und wertvolle Zusatzangebote fließen. Auch im neuen Jahr werden wir nicht bei den Leistungen kürzen und gewährleisten unseren Versicherten weiterhin eine hochwertige Gesundheitsversorgung.“

Kein Geld vom Bund – Beiträge fair verteilen
Die Finanzsituation der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ist prekär. Viele Reformen haben negative Auswirkungen auf die Ausgaben im Gesundheitswesen; politische Eingriffe haben den Krankenkassen Handlungsspielräume genommen. „Zudem kommt der Bund seiner finanziellen Verantwortung nicht nach. Viele Maßnahmen dienen der Daseinsvorsorge aller Menschen und müssten aus Steuermitteln aller Bürgerinnen und Bürger finanziert werden. Stattdessen übernimmt die Solidargemeinschaft der gesetzlich Versicherten die Kosten. Staatliche Aufgaben müssen auskömmlich erstattet werden“, fordert Sven Nobereit als Vertreter der Arbeitgeber im Verwaltungsrat der AOK PLUS.

Hinzu kommt die Fehlverteilung innerhalb der GKV bei den Finanzzuweisungen. Derzeit fließt in Ballungsräume mehr Geld, da dort mehr Ärzte und Kliniken vorhanden sind. Besondere Gruppen wie Pflegebedürftige werden zudem nicht ausreichend berücksichtigt. In ländlichen Regionen wie Sachsen und Thüringen fehlen dadurch finanzielle Mittel.

Zuverlässiger Partner - auch in schwierigen Zeiten
„Wir bedauern die Erhöhung der Beiträge zutiefst, da wir uns jeden Tag für die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Versicherten einsetzen und ihr Vertrauen in uns sehr schätzen“, bestätigt Daniela Kolbe, alternierende Vorsitzende des Verwaltungsrates auf Versichertenseite, und unterstreicht: „Auf unsere starken Leistungen, den mehrfach ausgezeichneten Service und die gute Erreichbarkeit – sowohl persönlich als auch digital – können sich unsere Kundinnen und Kunden auch in Zukunft verlassen. Unsere oberste Priorität bleibt es, sie rundum gut versorgt zu wissen. Zum einen bieten wir flächendeckenden Service: Als einzige gesetzliche Krankenversicherung sind wir mit mehr als 130 Filialen in Sachsen und Thüringen vor Ort. Gerade in diesen schwierigen Zeiten bieten wir unseren Mitgliedern Sicherheit. Zum anderen unterstützen wir sie in jeder Lebensphase mit einer Leistungsvielfalt, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausreichtt.“

Kostentreiber bei der AOK PLUS
Zu den größten Kostenblöcken gehören im Jahr 2024 die Ausgaben bei Krankenhausbehandlungen mit 4,97 Milliarden Euro (ein Anstieg um 8,9 Prozent im Vergleich zu 2023), für Arzneimittel mit rund 2,71 Milliarden Euro (+9,1 Prozent) und für ärztliche Behandlungen mit rund 2,24 Milliarden Euro (+5,7 Prozent). Die Leistungsausgaben der AOK PLUS steigen 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 1,14 Milliarden Euro (+8,0 Prozent) auf insgesamt 15,41 Milliarden Euro.
Autor: red

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Kommentare
free Gigi
20.12.2024, 16:06 Uhr
der Elefant im Raum
den kaum jemand anspricht...
Bald platzt die Sozialstaatblase mit einem großen Knall....
Leser X
20.12.2024, 18:01 Uhr
Wehleidigkeit kostet eben
Zu den systemischen Defiziten im Sozialsystem kommt halt noch das emsige Arzt-Hopping. Der/die/das Deutsche geht erwiesenermaßen im internationalen Vergleich besonders gern und oft zum Arzt und lässt sich öfter als nötig Ersatzteile einbauen. Und lebt damit noch nicht mal länger als seine europäischen Nachbarn.
Strandläufer
21.12.2024, 07:31 Uhr
Emsige Arzthopping
Ist fast zynisch wenn man bedenkt, dass man als arbeitender Ottonormalbürger im Notfall nicht mal mehr einen Facharzttermin bekommt bei dieser Flutung unserer Sozialsysteme.
Wer hoppt kann man sehen wenn man in die Wartezimmer schaut.
Anmerkung techn. Support:
Um das zu beurteilen müssen Sie ja quasi die gleichen Leute in unterschiedlichen Wartezimmern gesehen haben. »Hoppen« Sie? 🤣
geloescht.20250302
21.12.2024, 10:41 Uhr
Was spricht...
...gegen "verschiedene "Wartezimmer", lieber Herr Franke (Techn. Support)?

Vielleicht ist der Strandläufer Diabetiker mit Morbus Crohn, anerkannt behandlungsbedürftigen Depressionen und Herzschrittmacher?

Würden Ihnen dann Ihre lächerlichen Smilies immer noch so locker aus der Feder flutschen?
Anmerkung techn. Support:
Nichts spricht dagegen. Alles ist möglich. Aber eben genau auch für alle die da sitzen.
habauchwaszusagen
21.12.2024, 10:56 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
geloescht.20250302
21.12.2024, 11:10 Uhr
Das Grundübel jeder Gesellschaft...
...ist das Gegeneinanderausspielen der so genannten sozialen Schichten.

Und das ist die Methode selbst ernannter Sozialisten. Das hat bei Stalin/Lenin ebenso funktioniert wie bei Hitler.

Was Strandläufer andeutet kann auch der Techn. Support nicht wegsmilisieren.

Die einen dürfen sich über Rollatorenrentner im Wartezimmer aufregen, aber wehe, es geht um Mutti/Dicker Bauch/Kinderwagen mit Inhalt/3 andere nebenbei? The Silence of the Lambs?

Und nein, aus Krankschreibungen plötzlich eine "Deutsche Mentalität" zum Krankfeiern herzuleiten ist falscher als zu Fragen, warum im ärztlichen Wartezimmer 5.Personen herumhocken, obwohl nur eine davon ins Behandlungszimmer will?
Kobold2
21.12.2024, 13:41 Uhr
Keinen Termin
im Notfall.......
Solche Parolen sind auch schon ein "Notfall"
nur halt nicht medizinisch.
Die Folgen ungesunder Lebensweise, erwiesenem Bewegungsmangel usw. muss man sich halt auch leisten können.
Letzteres führt z. T. auch zum angesprochenen Ersatzteil bedarf, nebst "Einbaukosten" und anderer Hilfsmittel.
Strandläufer
21.12.2024, 15:36 Uhr
Techn.Support
Wie sollte ich hoppen wenn ich keine Termine bekomme?
Stellen Sie sich vor: ich habe viele Freunde und Familie. Stellen Sie sich weiter vor, einige arbeiten in Praxen, einige gehen auch zum Arzt. Stellen Sie sich weiter vor: wir reden miteinander. Verrückt oder? Mit Verlaub und allem Respekt- ihr Kommentar ist unter aller Würde. Lustig finde ich das alles schon lange nicht mehr. Mögen Sie gesund bleiben.
Danke an den Herren oder die Dame Tannenhäuser der/ die mir hier zur Seite gesprungen ist.
Frohe Weihnachten.
geloescht.20250302
21.12.2024, 17:25 Uhr
Frohe Weihnachten...
Vom verheirateten Herrn Tannh(en)äuser, lieber Strand(en)läufer ;)

Vielleicht ist ja der Herr Franke (Techn. Support) Privatpatient und muss deshalb unsere Aversion gegen Wartezimmer und Terminnöte nicht nachvollziehen können/müssen/dürfen.
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