eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Do, 15:36 Uhr
19.12.2024
Nachrichten aus dem Brüsseler EU-Parlament

Christdemokraten wollen Verbrennerverbot kippen

Immer mehr Parteien und Politiker stellen das für 2035 beschlossene Verbrenner-Aus infrage. Insbesondere die größte Fraktion im EU-Parlament, zu der auch CDU und CSU gehören...

"Das ist eine gute Entwicklung! Wir müssen alle Optionen für den Klimaschutz im Verkehr nutzen", sagen der Bundestagsabgeordnete Christian Hirte und die Europaabgeordnete Marion Walsmann (beide CDU) übereinstimmend.

"Mit dieser Initiative", so Walsmann, "soll auf EU-Ebene Technologieoffenheit gewährleistet werden. Das mittelfristige Ziel der EU darf keine Verbotspolitik sein, sondern muss vielmehr klimaneutrale Mobilität ermöglichen - auf welchen Wegen auch immer."

Schon Monate vor der Europawahl hat die EVP-Fraktion in ihrem Programm ihr Ziel festgeschrieben, das Verbot von Verbrennungsmotoren so schnell wie möglich aufzuheben. Daher muss die eigentlich 2026 anstehende Prüfung des Verbrennerverbots auf das kommende Jahr vorgezogen werden. "Technologie-Offenheit und Wahlmöglichkeiten für Verbraucher sollen weiterhin sichergestellt werden", bekräftigte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bereits im Frühjahr. Die EU-Kommission benötigt neben dem Europaparlament auch unter den EU-Staaten eine ausreichende Mehrheit, um das Aus des Verbrenner-Endes tatsächlich herbeizuführen.

Hier will die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag unterstützen und das Verbrennerverbot "lieber heute als morgen vom Tisch haben", so der zuständige CDU-Berichterstatter Hirte: "Auch mit Verbrennermotor können die EU-Klimaziele eingehalten werden." Hirte sieht hier regenerative Kraftstoffe als mögliche Alternativen zu Diesel und Benzin. Die Automobilindustrie sei ein "unverzichtbarer Pfeiler für Beschäftigung, Innovation und Wohlstand", nicht nur in Deutschland. Gleichzeitig stehe sie vor gewaltigen Herausforderungen: brutaler Wettbewerb aus China und den USA, hohe Energiekosten als Folge der verfehlten Energiepolitik der Ampel und schwache Nachfrage nach E-Autos.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
P.Burkhardt
19.12.2024, 20:37 Uhr
Im Kontext mit...
...CO2-neutralen Kraftstoffen für Verbrenner finde ich das gut. In Technologie und Effizienz ist der Elektroantrieb dem Verbrenner bereits überlegen. Die Technologieoffenheit i.V.m. synthetischen Kraftstoffen verschafft der Innovationskraft der Industrie die Zeit Lösungen für die Defizite des Elektroantriebes wie Ladegeschwindigkeit und Reichweite zu liefern. Der Vorstoß der Christdemokraten verschafft der Energiewende etwas Zeit und der Industrie Planungssicherheit, wenn er denn erfolgreich ist. Voraussetzung ist jedoch der sukzessive Schwenk auf CO2-neuttale Kraftstoffe.

Kein Mensch braucht (ich übertreibe) 3000 bewegte Teile in einem Verbrennungsmotor.... wenn 2 in einem E-Motor reichen.
Kobold2
19.12.2024, 20:59 Uhr
2035
Wird man über diese krampfhaften Versuche nur noch schmunzeln.
Man sollte Zeit und Geld sinnvoller einsetzen.
Mal sehen wer dann der Schuldige ist, wenn Deutschland international weiter zurück fällt.
diskobolos
19.12.2024, 23:02 Uhr
Es geht um eine populistische Politiker-Forderung
Die Manager der Autoindustrie und die Wirtschaftswissenschaftler sind dagegen.
Die Herstellung von synthetischen Kraftstoffen braucht dermaßen viel Energie, dass damit kein erheblicher Teil unserer Mobilität betrieben werden kann.

Die deutsche Autoindustrie wird man nicht durch die alten Technik retten können. Entweder sie schafft es konkurrenzfähige E-Autos herzustellen, oder sie geht unter (wie die Hersteller von Pferdekutschen . . .)
grobschmied56
20.12.2024, 13:59 Uhr
Wenn hoher Energieverbrauch ein ...
... Kriterium ist, lieber Diskobolos, dann kann man den ganzen Wasserstoff-Rummel in die gleiche Schublade stecken. Auch dort ist der Unterschied zwischen investierter und zurückgewonnener Energie hoch, was natürlich die Kosten treibt.
Trotzdem gilt einigen Leuten Wasserstoff geradezu als 'Wunderwaffe' beim Erreichen der 'Klimaneutralität'.
Für mich hört es sich eher nach teurem Humbug an.
diskobolos
20.12.2024, 15:09 Uhr
Da gibt es aber einen entscheidenden Unterschied, Grobschmied
Wasserstoff braucht man für viele chemisch-technische Prozessse. Wenn man ihn mit "überschüssigem" Strom günstig produziert, dient er auch als "Stromspeicher".

Im Prinzip könnte man sich das mit synthetischem Treibstoff auch so vorstellen. Nur bräuchte man dann ein Vielfaches an Strom als für E-Autos, sollten alle heutigen Verbrenner damit fahren.
Kobold2
20.12.2024, 15:19 Uhr
Der Punkt
Mit der Herstellung des Wasserstoffs, aus überschüssigen Strom, ist wieder mal am Grobschmied vorüber gegangen.
Wenn man nicht hinhört, wirds manchmal auch teuer.
Harzfreund
20.12.2024, 16:46 Uhr
Wasserstoff
Wenn Wasserstoff mit Strom erzeugt wird, ist der Strom nicht mehr überflüssig. Der Strompreis wird sich dann aus Angebot und Nachfrage ergeben.
diskobolos
20.12.2024, 20:09 Uhr
Wasserstoff aus Strom geht nur,
wenn Wind und Sonne Strom im Überfluss liefern, er also fast nichts kostet und solche Zeiten gibt es immer mehr.
Zu normalen Preisen rentiert sich das nicht.
grobschmied56
20.12.2024, 21:05 Uhr
Da hat der Harzfreund ...
... schon mal Recht. Es gibt keinen 'überschüssigen Strom'. Es gibt nur Strom aus überschüssigen Anlagen, der zeitweise mangels Speichermöglichkeit ins Ausland verschenkt, oder zum 'Negativpreis' verkauft (also gebührenpflichtig verklappt) wird.
RWE
20.12.2024, 21:44 Uhr
Das sogenannte Verbrenneraus in der Eu wird fallen und hatte sowie so nie eine echte Chance
Von Anfang an sollte es "geprüft" werden. Die reichen in Nord-, West und Mitteleuropa mögen vielleicht mit Ach und Krach auf E-Mobilität umstellen. Wer soll sich aber in Rumänien oder bulgarien ein E-auto leisten können? Ich denke auch, dass in den ärmeren Ländern die Ladeinfrastruktur auch noch nicht so weit ist.
Was E-Fuels angehen: Es kann schon sein, dass das alles ineffizient unf teuer ist. Aber warum dann verbieten? Der Markt würde diese Technik hinwegfegen, weil es schlicht zu teuer wäre. Grüne Idiologie halt. Wie immer. Das ist Planwirtschaft, nicht anderes. auf in den Ökosozialismus.
Übrigens finde ich in der Stadt ein kleines E-Auto unschlagbar. Für die Strecke wären allerdings doch Hybidfahrzeuge eine gute Übergangslösung gewesen, bis Batterien, Infrastruktur und Preise alltagstauglich sind. Man wird sehen, was daraus wird. Übrigens glaube ich an die E-Mobilität. NIO aus China baut zum Beispiel Ladestationen, wo der Akku innerhalb von Minuten automatisch gewechselt wird. Gebt den Verbrenenern und Hybriden noch 10 bis 15 Jahr Zeit. Dann kaufen die Leute freiwillig elektrisch.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)