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Mo, 14:15 Uhr
03.01.2022
Gestern gingen die Lichter aus und absolute Dunkelheit stellte sich ein

Blackout in Bad Langensalza und Umgebung

Zu einem kompletten Stromausfall kam es gestern Abend gegen 19 Uhr in Bad Langensalza und einigen der umliegenden Ortschaften. Eine reichliche halbe Stunde war die ganze Gegend in tiefe Finsternis getaucht. Woran aber lag das? Die uhz hat nachgefragt …

Die Langensalzaer Marktstraße gestern - hier noch hell erleuchtet (Foto: oas) Die Langensalzaer Marktstraße gestern - hier noch hell erleuchtet (Foto: oas)

Gerüchte machten schon bald die Runde, verantwortlich für den totalen Stromausfall sei ein neugieriger Marder gewesen, der in die zuständige Trafostation eingedrungen sei und dort eine Hauptleitung angefressen habe. Diese Begründung der Störung klingt einerseits verständlich, wurde aber andererseits bezweifelt, weil die Trafostationen in der Regel sehr gut geschützt sind. Unter anderem deshalb, damit ein unternehmungslustiger Marder eben nicht sein Leben dort aushaucht und einen solchen Schaden wie den gestrigen anrichten kann.

Der einen oder dem anderen Betroffenen wird wohl auch kurz durch den Kopf gegangen sein, dass die Bundesrepublik Deutschland zwei Tage vorher und planmäßig drei äußerst leistungsfähige Kernkraftwerke in den Ruhestand versetzt hatte.

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Wir wollten es genau wissen und erkundigten uns bei den Bad Langensalzaer Stadtwerken, in denen Geschäftsführer Frank Nickel für die Leitungsnetze zuständig ist und uns Auskunft erteilte. Er konnte die Mardergeschichte bestätigen, wenn auch nur teilweise. In die Trafostation direkt gelangte das Tier nicht, wohl aber in die Freiflächenanlage, wo es über die Oberleitungen kletterte und dabei zu seinem vermutlich leuchtenden Lebensabschluss einen Kurzschluss auslöste.

In der Umschaltstation konnte dann in Zusammenarbeit mit den herbeigeeilten Mitarbeitern der Thüringer Energienetze der Schaden schnell lokalisiert und wieder behoben werden.

Mit den abgeschalteten Kernkraftwerken habe die Havarie nichts zu tun gehabt, versicherte uns Frank Nickel, denn für das hiesige Netz sei hauptsächlich die Zulieferung von verschiedensten Gas- und Kohlekraftwerken oder auch den umliegenden Windparks verantwortlich.
Olaf Schulze
Autor: red

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