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Mo, 10:31 Uhr
23.12.2019
IHK Erfurt

Thüringer Außenhandel unter Druck

Die Industrie- und Handelskammer Erfurt zieht eine Jahresbilanz des Außenhandels Thüringer Unternehmen und verzeichnet dabei ein rauer werdendes Klima. Wichtigster Handelspartner war das Vereinigtes Königreich...

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Die exportorientierten Thüringer Unternehmen blicken auf ein sehr wechselvolles Jahr zurück. Zunehmender Protektionismus, internationale Handelskonflikte, eine schwache Weltkonjunktur oder politische Unsicherheiten in zentralen Regionen der Ölversorgung waren nur einige Stolpersteine, die den Firmen des Freistaats im Weg lagen. Auf Grund der schwierigen internationalen Rahmenbedingungen hat die Wachstumsdynamik des Außenhandels inzwischen deutlich nachgelassen. Vorläufigen Berechnungen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt zufolge, dürften die Exporte 2019 mit rund 15 Milliarden Euro leicht unter dem Niveau von 2018 liegen.

„Die positiven Wachstumsraten der Vorjahre gehören leider der Vergangenheit an. Das zunehmend raue Außenwirtschaftsklima bereitet auch der Thüringer Exportwirtschaft immer mehr Schwierigkeiten“, erklärt Mark Bremer, Außenhandelsexperte der IHK Erfurt. Die schwächere konjunkturelle Entwicklung in der Europäischen Union (EU) – dem Hauptabsatzmarkt für Thüringer Produkte – zeichne sich im Auslandsgeschäft der heimischen Unternehmen ab. Außerdem verursachten Handelskonflikte, Protektionismus und Wirtschaftssanktionen hohe Kosten für die Betriebe und einen enormen bürokratischen Aufwand. So wären die Lieferungen des Freistaats ins Ausland in den ersten neun Monaten 2019 um ein Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gesunken. Dagegen hätten die Importe weiter zugenommen. Von Januar bis September 2019 führte Thüringen Waren im Wert von rund 8,6 Milliarden Euro ein und damit 2,4 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr.

„Der einstige Vorzeigehandelspartner USA hat sich im Jahresverlauf weiter zum Sorgenkind entwickelt. Viele Firmen spüren die Amerika-First-Politik“, informiert Bremer. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China, sowie der schwelende Handelsstreit zwischen den USA und der EU belasteten die hiesigen Unternehmen indirekt als Zulieferer. Zahlenmäßig hätten sich die Thüringer Ausfuhren in die USA um 2,7 Prozent gegenüber den ersten drei Quartalen 2018 verringert. Im Länderranking belegten die Vereinigten Staaten von Amerika nur den dritten Platz.

„Dagegen zeigen die Brexit-Wirren bislang keine Auswirkungen in den Bilanzen. In den ersten neun Monaten 2019 hat es laut Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik sogar eine deutliche Belebung des Warenverkehrs mit dem Vereinigten Königreich gegeben“, erläutert Bremer. Die Briten gehörten damit weiter zu den stärksten Handelspartnern des Freistaates. Exportseitig wurden Waren im Wert von knapp 830 Millionen Euro verkauft. Das entspräche immerhin einem Plus von 13,7 Prozent.
Autor: red

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