eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Sa, 09:58 Uhr
22.12.2018
Fast jedes zehnte Kind in Deutschland geht auf eine Privatschule

Bildung der Eltern ist entscheidend

DIW-Studie untersucht auf Basis von SOEP-Daten die Entwicklung der Privatschulnutzung in West- und Ostdeutschland – Im Osten spielt neben der Bildung auch das Einkommen der Eltern eine immer größere Rolle – Private und öffentliche Schulen sollten für alle Kinder gleichermaßen attraktiv sein...

Grafik (Foto: DIW Berlin 2018) Grafik (Foto: DIW Berlin 2018)
Der Anteil von Kindern in Deutschland, die eine Privatschule besuchen, hat sich seit den 1990er Jahren in etwa verdoppelt: Mittlerweile gehen gut neun Prozent und damit fast jedes zehnte Kind hierzulande auf eine private und nicht auf eine öffentliche Schule.

Anzeige symplr (1)
Ostdeutschland hat in dieser Hinsicht mit etwas mehr als zehn Prozent PrivatschülerInnen die westdeutschen Bundesländer inzwischen leicht überholt. Auf Basis von Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) haben Katja Görlitz, C. Katharina Spieß und Elena Ziege aus der Abteilung Bildung und Familie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) unter anderem herausgefunden, dass PrivatschülerInnen immer häufiger aus Akademikerhaushalten kommen.

In den ostdeutschen Bundesländern hängt der Besuch einer Privatschule zudem zunehmend vom Einkommen der Eltern ab. „Die soziale Segregation zwischen privaten und öffentlichen Schulen hat in den vergangenen 20 Jahren deutlich zugenommen“, so Spieß.

Besonders deutlich haben sich die Privatschulnutzungsquoten nach der Bildung der Eltern auseinanderentwickelt. In Westdeutschland gab es im Jahr 1995 noch gar keine Unterschiede: Kinder aus akademischen Elternhäusern gingen mit einem Anteil von knapp vier Prozent nicht häufiger auf eine Privatschule als Kinder, deren Eltern keine Berufsausbildung haben. Ganz anders die Situation im Jahr 2015: Fast 17 Prozent der Akademikerkinder besuchten zu diesem Zeitpunkt eine private Schule.

Zwar gingen auch Kinder aus bildungsfernen Elternhäusern öfter auf eine Privatschule als 20 Jahre zuvor, mit sieben Prozent waren es jedoch deutlich weniger als aus bildungsnahen Elternhäusern. Noch gravierender war die Entwicklung im Osten Deutschlands: Dort gingen Kinder von Eltern ohne Berufsausbildung im Jahr 1995 sogar etwas häufiger auf eine Privatschule als Kinder mit Akademikereltern. 20 Jahre später lagen die Anteile der Privatschulnutzung bei gut vier beziehungsweise 23 Prozent zugunsten der Akademikerelternhäuser.

In Ostdeutschland werden auch mit Blick auf die Haushaltseinkommen die Unterschiede in der Privatschulnutzung immer größer. Fast 21 Prozent der Kinder aus Haushalten, die zu den 20 Prozent der Haushalte mit dem höchsten Einkommen gehören, gingen 2015 auf eine Privatschule. Aus den Haushalten, die bei den Haushaltseinkommen zu den untersten 20 Prozent gehören, waren es nur gut acht Prozent. 20 Jahre zuvor gab es diesen Nutzungsunterschied nicht. Schriebe man die Entwicklungen fort, würden Kinder aus einkommensstarken und bildungsnahen Haushalten in den kommenden Jahren einen immer größeren Anteil der PrivatschülerInnen ausmachen.

Das deutsche Grundgesetz verlangt, dass sich Privatschulen ihre SchülerInnen nicht nach den „Besitzverhältnissen“ der Eltern aussuchen dürfen – das Schulgeld muss also für alle Familien zu schultern sein. Damit sind bereits wichtige Grundlagen geschaffen, um eine zu große Differenzierung der Schülerschaft zu verhindern. Um dem zunehmenden Trend einer sozialen Segregation entgegenzuwirken, sind weitere Maßnahmen möglich. Unter anderem könnten beispielsweise Höchstbeträge beim Schulgeld oder eine Einkommensstaffelung verbindlich vorgeschrieben werden.

Bisher ist das nur in einzelnen Bundesländern der Fall. „Wenn es auch künftig neben öffentlichen Schulen private Schulen geben soll, müssen jedoch die öffentliche Förderung und andere Regelungen einen fairen Wettbewerb zwischen beiden Schultypen ermöglichen“, sagt C. Katharina Spieß. Letztlich gehe es darum, öffentliche und private Schulen gleichermaßen für Kinder aus allen Haushalten attraktiv zu machen, um die soziale Segregation einzudämmen, wenn getrennte Lernumwelten vermieden werden sollen.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
Leo 1A5
22.12.2018, 11:03 Uhr
Dessen Brot
ich ess dessen Lied ich sing, so ist das auch mit den Lehrern an den Privatschulen!

Da wird auf die zahlende Kundschaft(ca.350€/Monat) eingegangen nach der Devise ich sag euch über euer Kind was ihr hören wollt.

Da wird den 6-10 Jährigen erklärt das sie ganz große Klasse (Elite) sind und nur der Pöbel geht auf eine staatliche Schule.

Aber was sie ihnen nicht lernen ist sich unterzuordnen in der Gesellschaft und das führt dann später zu großen Problemen wenn sie sich doch mal unterordnen müssen (in der Lehre,im Job etc.) weil das kollidiert mit ihrem Elitegefühl was ihnen von Kindheit an eingehämmert wurde im Elternhaus und in der Privatschule.

,,Was du hast keine Lust auf Mathematik nah gut dann mal erstmal ein Bild". Hauptsache die zahlende Kundschaft (Kind) ist zufrieden und beschwert sich nicht bei seinen Eltern über die Lehrer der Privatschule und das bekommen auch schon 5-8 Jährige mit und nutzen es auch aus.

Bildung darf keine Frage der Finanziellen Herkunft sein sondern muss allen Gesellschaftsschichten frei zugänglich sein!

Natürlich ist es für viele Eltern einfacher wenn das Kind keine Hausaufgaben machen muss oder es komplett bertreut wird inkl. hol und bring Service aber ob das wirklich dem Kindeswohl dient bezweifle ich.
Real Human
22.12.2018, 12:07 Uhr
Die „Klassengesellschaft“
Statt eines langen – vielleicht narzisstisch selbstgefälligen? – Kommentars hier „mein Freund“ Hannes:

https://www.youtube.com/watch?v=OhqvyfKQn70 (Hannes Wader - Strenge Gesellen)

In der „DDR“ wurde wenigstens VERSUCHT, die Klassenunterschiede etwas einzuebnen. Die Erfolge waren bescheiden. Heute drängt es viel zu viele Eltern, aus ihren Kindern einen Herrn oder eine „Frau Doktor“ zu machen oder andernfalls wenigstens ihren „sozialen Status“ zu wahren.

Nebenwirkung: Kriegen sie mal einen guten Handwerker! Oder überhaupt einen!
Latimer Rex
22.12.2018, 18:04 Uhr
Fehlende Kommata
Warum beliebt Leo1AS über Privatschulen die Nase zu
rümpfen? Wo kämen wir ohne Besserverdienende und
künftige Eliten hin? Gleichmacherei bedeutet Stillstand
der Gesellschaft. Viele Texte hier - grammatikalisch oder
in der Orthographie - stellen vermutlich früheren Schülern
aus Margots Pauksystem (ohne humanistische Bildung)
schlechte Zeugnisse aus.
Leo 1A5
22.12.2018, 22:59 Uhr
@Latimer Rex
Danke für Ihre Korrektur.

Ich empfehle Ihnen mal den Film ,,die purpurnen Flüsse 1", da sehen sie wozu ihre ,,Eliten"so fähig sind unter Umständen .

In Zukunft gibt es dann noch Chiptunnig für das Gehirn mit Implant was als Arbeitsspeicher fungiert natürlich nur für ihre ,,Elite" für 500000€ viel Spaß beim logischen Nachdenken und Kommas zählen !
Frankledig
23.12.2018, 02:56 Uhr
Bildung....
Wenn ich das hier lese geht mir der Hut hoch! Jeder Komentator bedient sein eigenes Klischee... Davon entstehen keine "Wunderkinder"! Es wäre schön wenn man Kinder frei entscheiden läßt was sie mal werden und machen möchten.....
henry12
23.12.2018, 11:45 Uhr
"Eliten" ?
Was hier vom BRD verliebten "ich weiß es am besten" Kommentator geschrieben wird, spricht Bände.
Wir brauchen also die Verblödung der Schüler an staatlichen Schulen, damit z.B. die Kinder aus der Kaste der Ärzte&Apotheker mittels Zusatzkosten einen normalen Grad an Bildung -und damit Karrierevorteil erlangen.
Wir erzeugen also bewusst ein Bildungsprekariat, das im späteren Berufsleben auch nur keine Chance hat.
Das eine könnte man den Osten Ihrer BRD nennen, das andere den Westen. Sieht man übrigens bei den "Eliten" in Verwaltungen und DAX Konzernen, da spielt der Osten fast gar keine Rolle. ( kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit unserem Kanzlerzombie) Bei der Bundeswehr ist es genau so deutlich, die Mannschaften kommen aus dem Osten, das Offizierskorps aus dem Westen.
Wissen Sie was ? Wenn Sie das Bildungsniveau in der DDR als Gleichmacherei bezeichnen, dann war es Gleichmacherei auf verdammt hohem Niveau. Aber vor zu viel klugen Menschen hat dieser Staat Angst, dem genügen wenige, die lassen sich besser kontrollieren und lenken.
Latimer Rex
23.12.2018, 13:39 Uhr
Leo1AS/Litanei
Was für eine entlarvende Litanei! "Wir brauchen also die Verblödung der Schüler," behaupten Sie von sich. Wir nicht,
gehören auch nicht zu den "DDR"-Glorifizierern. "Wir erzeu-
gen also bewusst ein Bildungsprekariat," bedauert ein Ober-
lehrer von eigenen Gnaden. Hätten Sie doch besser ge-
schwiegen.
henry12
23.12.2018, 16:45 Uhr
L.R.
Es klappt doch.........also das mit dem Stöckchen.
Aber nichtsdestotrotz ein frohes Fest und schöne Feiertage !
Latimer Rex
24.12.2018, 10:21 Uhr
Henry12/Verwechslung
Mea culpa, bitte um Verzeihung für Verwechslung. Die
vorherige Replik galt Henry12 und nicht Leo1AS.
Friedliche Weihnachten!
geloescht.20250302
24.12.2018, 15:41 Uhr
Machen wir ins doch nichts vor...
...unter der verfemten Margot Honecker gab's Ärger für Jugendweihe--Verweiger und wer ist heute dafür verantwortlich, wenn das Kind eines so genannten AfD-Vaters nicht auf die Privatschule darf?

Ihr AfD-Basher seid nicht besser als die Goebbels- oder Honecker-Handlanger, was Sippenhaft betrifft!

Zeigt endlich wenigstens ansatzweise moralischen Stil und gebt zu, dass Ihr der Verblödung des-Volkes Vorschub leistet!
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)