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Fr, 12:19 Uhr
29.05.2015

Traditionspflege und „Öffentlichkeitsarbeit“ der Stasi

Die Traditionspflege und „Öffentlichkeitsarbeit“ der Stasi wird unter dem Thema "Stasi-Akte spezial – Archivführung und Lesung" zu einer Veranstaltung auf den Erfurter Petersberg eingeladen...

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Während der SED-Diktatur gab es keine kritische Öffentlichkeit. Die offizielle Meinung war von einer streng ideologisch ausgerichteten Agitation und Propaganda bestimmt. Im MfS diente dies der Selbststilisierung, der inneren Festigung und der Nachwuchsgewinnung.

In mehr als 400 Veranstaltungen des MfS im ehemaligen Bezirk Erfurt wurden allein in den Jahren 1988/89 mehr als 14 000 zwangsverpflichtete Schüler, Studenten, Lehrlinge sowie Parteikader auf die Ziele der SED eingeschworen.

Ein Experte der Stasi-Unterlagen-Behörde führt in einem Vortrag in diese Propagandaarbeit und in die Traditionspflege des MfS ein. Anhand von Originalquellen wie Propagandaplakaten und Devotionalien der Traditionspflege wird veranschaulicht, wie die Stasi Ängste vor den „Feinden“ schürte und sich selbst zum Garanten einer friedlichen DDR stilisierte.

Mit einem Rundgang durchs Erfurter Stasi-Unterlagen-Archiv erhalten Interessierte einen Einblick in die Arbeit der Staatssicherheit. Erklärt werden auch Aufbau und Funktion des Archivs und die Nutzung der gesammelten Informationen durch die Geheimpolizei.
Besucher haben die Möglichkeit, einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen. Ein gültiges Personaldokument ist notwendig.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 2. Juni 2015, 15.00 Uhr auf dem Petersberg, Haus 19, in Erfurt statt. Der Eintritt ist frei.
Autor: red

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