Mi, 14:21 Uhr
15.04.2015
Landkreis vergab zum 10. Mal Ehrenpreise
Zum 10. Mal wurde jetzt im Ständesaal des Landratsamtes der Ehrenpreis des Landkreises verliehen. In diesem Jahr fiel die Wahl auf zwei Damen und vier Herren.
Die Preisträger zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie sich in außergewöhnlicher Weise für ihre Mitmenschen engagieren und persönliche Interessen zurückstellen. In seiner Ansprache sagte Landrat Harald Zanker: Wir zeichnen heute Bürgerinnen und Bürger aus dem Unstrut-Hainich-Kreises aus, die sich von ein paar Steinen auf ihrem Weg nicht beirren ließen und sich trotzdem für ihre Mitmenschen engagieren. Sie sind anderen durch ihre Tatkraft und Begeisterung zum Vorbild geworden. Verlieren über das, was sie leisten, aber keine großen Worte.
Die Vorschläge zur Auszeichnung mit dem Ehrenpreis kamen aus den Kommunalverwaltungen. Die Preisträger sind in Bad Tennstedt, Kirchheilingen, Kleinwelsbach, Mühlhausen, Großengottern und Wendehausen zu Hause.
Für Lothar Fulle, der bereits seit 20 Jahren als Kreiswegewart aktiv ist, hielt die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Dorothea Lemke, die Laudatio. Im Dezember 1994 wurde Herr Fulle vom Kreisausschuss zum Wegewart für den Unstrut-Hainich-Kreis berufen. Seitdem gehört zu seinen Aufgaben die Beschilderung der Wanderwege, deren Markierung und die Instandhaltungskontrolle. In der Vergangenheit leistete er verschiedene Zuarbeiten für Verlage, wenn es darum ging, neue Wanderkarten herauszugeben. Bei seiner Arbeit konnte er sich immer auf die Unterstützung der regionalen Wandervereine verlassen.
Zusätzlich war er als Nationalpark- und Naturparkführer tätig, was seine Sicht im Hinblick auf das Zusammenspiel von Natur, Kultur und Tourismus erweitert hat.
Aus gesundheitlichen Gründen möchte der nun 76-Jährige sein Amt aufgeben und wünscht sich, dass bald ein Nachfolger gefunden wird. Aufgrund seiner langjährigen Verdienste für den Kreis hat ihn Landrat Zanker selbst für den Ehrenpreis des Kreises vorgeschlagen.
Dietmar Flachsbarth ist seit 40 Jahren Mitglied im Sportverein "TSV 1861 Bad Tennstedt". Erst als aktiver Fussballer, später als Trainer, Abteilungsleiter und seit vielen Jahren in der Nachwuchsbetreuung. Mit den Kindern wurde er bereits Kreismeister und auch Pokalsieger. Das ist aber nur möglich, weil Herr Flachsbarth sehr engagiert ist und viel Freizeit opfert, um seine Juniorenteams zu betreuen. Deshalb hat ihn Jörg Klupak, als Bürgermeister der Stadt Bad Tennstedt, für die Auszeichnung vorgeschlagen. Norbert Dorfmann, als Beigeordneter der Stadt, hielt die Laudatio.
Veronika Klein ist Vorsitzende des Fördervereins "Spittel e.V. Großengottern", den sie selbst gegründet hat, so Großengotterns Bürgermeister Thomas Karnofka in seiner Ansprache. Seit dem gelang es Frau Klein 120 interessierte Bürger zu aktivieren, die sich das Ziel gesetzt haben, das einzigartige Denkmalensemble - das ehemalige Hospital " St. Andreas" mit Kirche, Hospital und Nebengebäuden vor dem Verfall zu bewahren.
Ziel des Fördervereins ist es auch, dieses seltene Zeugnis der örtlichen Sozial- und Medizingeschichte durch eine objektgemäße Nutzung wieder der Allgemeinheit zu erschließen. Immer wieder versteht es Frau Klein, durch vielfältige Initiativen (Kunst in Kirchen, Ausstellungen, Themenabende, Benefizkonzerte, " Jugend musiziert", Projekte mit dem Gymnasium und Grundschule, Arbeitseinsätze, Filmvorführungen) viele Bürger für das Projekt "Spittel" zu begeistern und zur Mitarbeit anzuregen. Erste sichtbare Ergebnisse sind die Neugestaltung der Nebengebäude in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Landesamt für Denkmalpflege.
Der Kirchheilinger Bürgermeister Klaus Schwarzkopf hat für den Preis Rainer Kühnhold angemeldet. Dieser kam als junger Lehrer 1969 ins Dorf. Beim Bau des Kirchheilinger Schwimmbades, welches 1974 fertig gestellt wurde, wirkte er aktiv mit und leistete zahlreiche unentgeltliche Arbeitsstunden. Aufgrund seines gesellschaftlichen Engagements wurde Herr Kühnhold 1994 zum Gemeinderatsmitglied gewählt, in dem er bis 2014 sehr aktiv tätig war. Als 2007 der Schwimmbadförderverein gegründet wurde, stand für die Vereinsmitglieder außer Frage, wer den Vorsitz übernehmen sollte. Herr Kühnhold wurde vorgeschlagen und seitdem für jede neue Wahlperiode wieder gewählt. Auch heute im Rentenalter ist Herr Kühnhold sportlich noch sehr aktiv und leitet schon seit Jahren die Sparte "Kegeln" im Sportverein Kirchheilingen, so Laudator Frank Baumgarten von der Stiftung Landleben.
Und Gerhard Ohnesorge ist seit 20 Jahren Vorsitzender des Feuerwehrvereins 1925 Wendehausen, den er seitdem auch geprägt hat. Er war und ist federführend beim An- und Ausbau sowie der Pflege und Unterhaltung des Feuerwehrhauses aktiv. Außerdem hat er den Aufbau und Bestand der Jugendfeuerwehr maßgeblich gefördert.
Herr Ohnesorge hat großen Anteil an der seit 25 Jahren bestehenden Partnerschaft mit dem Feuerwehrverein Heldra. Jährlich finden gemeinsame Veranstaltungen statt, die er mit organisiert. Herr Ohnesorge ist seit 1967 aktives Mitglied der Einsatztruppe. Dieses langjährige Engagement soll nun gewürdigt werden, so Ortschaftsrat und Laudator Heinrich Goldmann. Vorgeschlagen für die Auszeichnung wurde Herr Ohnesorge vom Bürgermeister der Gemeinde Südeichsfeld, Andreas Henning.
Schlussendlich sollte auch Erika Mehlitz heute geehrt werden. Seit fast 20 Jahren betreut sie den monatlichen Seniorentreff in der Gemeinde Kleinwelsbach über die Volkssolidarität mit. Somit trägt gerade sie für die Senioren aktiv zum Gemeinwohl und bürgerschaftliches Engagement bei. Leider konnte sie aus gesundheitlichen Gründen ihren Ehrenpreis nicht persönlich in Empfang nehmen. Dieser wir ihr im Nachhinein feierlich überreicht.
Mit ausgewählten Musikstücken sorgte nicht zuletzt Julian Ebert von der Kreismusikschule Johann Sebastian Bach am Klavier für festliche Stimmung und angenehme Unterhaltung. Mit einem anschließenden Umtrunk klang die Feierstunde in angenehmer Atmosphäre aus.
Autor: redDie Preisträger zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie sich in außergewöhnlicher Weise für ihre Mitmenschen engagieren und persönliche Interessen zurückstellen. In seiner Ansprache sagte Landrat Harald Zanker: Wir zeichnen heute Bürgerinnen und Bürger aus dem Unstrut-Hainich-Kreises aus, die sich von ein paar Steinen auf ihrem Weg nicht beirren ließen und sich trotzdem für ihre Mitmenschen engagieren. Sie sind anderen durch ihre Tatkraft und Begeisterung zum Vorbild geworden. Verlieren über das, was sie leisten, aber keine großen Worte.
Die Vorschläge zur Auszeichnung mit dem Ehrenpreis kamen aus den Kommunalverwaltungen. Die Preisträger sind in Bad Tennstedt, Kirchheilingen, Kleinwelsbach, Mühlhausen, Großengottern und Wendehausen zu Hause.
Für Lothar Fulle, der bereits seit 20 Jahren als Kreiswegewart aktiv ist, hielt die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, Dorothea Lemke, die Laudatio. Im Dezember 1994 wurde Herr Fulle vom Kreisausschuss zum Wegewart für den Unstrut-Hainich-Kreis berufen. Seitdem gehört zu seinen Aufgaben die Beschilderung der Wanderwege, deren Markierung und die Instandhaltungskontrolle. In der Vergangenheit leistete er verschiedene Zuarbeiten für Verlage, wenn es darum ging, neue Wanderkarten herauszugeben. Bei seiner Arbeit konnte er sich immer auf die Unterstützung der regionalen Wandervereine verlassen.
Zusätzlich war er als Nationalpark- und Naturparkführer tätig, was seine Sicht im Hinblick auf das Zusammenspiel von Natur, Kultur und Tourismus erweitert hat.
Aus gesundheitlichen Gründen möchte der nun 76-Jährige sein Amt aufgeben und wünscht sich, dass bald ein Nachfolger gefunden wird. Aufgrund seiner langjährigen Verdienste für den Kreis hat ihn Landrat Zanker selbst für den Ehrenpreis des Kreises vorgeschlagen.
Dietmar Flachsbarth ist seit 40 Jahren Mitglied im Sportverein "TSV 1861 Bad Tennstedt". Erst als aktiver Fussballer, später als Trainer, Abteilungsleiter und seit vielen Jahren in der Nachwuchsbetreuung. Mit den Kindern wurde er bereits Kreismeister und auch Pokalsieger. Das ist aber nur möglich, weil Herr Flachsbarth sehr engagiert ist und viel Freizeit opfert, um seine Juniorenteams zu betreuen. Deshalb hat ihn Jörg Klupak, als Bürgermeister der Stadt Bad Tennstedt, für die Auszeichnung vorgeschlagen. Norbert Dorfmann, als Beigeordneter der Stadt, hielt die Laudatio.
Veronika Klein ist Vorsitzende des Fördervereins "Spittel e.V. Großengottern", den sie selbst gegründet hat, so Großengotterns Bürgermeister Thomas Karnofka in seiner Ansprache. Seit dem gelang es Frau Klein 120 interessierte Bürger zu aktivieren, die sich das Ziel gesetzt haben, das einzigartige Denkmalensemble - das ehemalige Hospital " St. Andreas" mit Kirche, Hospital und Nebengebäuden vor dem Verfall zu bewahren.
Ziel des Fördervereins ist es auch, dieses seltene Zeugnis der örtlichen Sozial- und Medizingeschichte durch eine objektgemäße Nutzung wieder der Allgemeinheit zu erschließen. Immer wieder versteht es Frau Klein, durch vielfältige Initiativen (Kunst in Kirchen, Ausstellungen, Themenabende, Benefizkonzerte, " Jugend musiziert", Projekte mit dem Gymnasium und Grundschule, Arbeitseinsätze, Filmvorführungen) viele Bürger für das Projekt "Spittel" zu begeistern und zur Mitarbeit anzuregen. Erste sichtbare Ergebnisse sind die Neugestaltung der Nebengebäude in Zusammenarbeit mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Landesamt für Denkmalpflege.
Der Kirchheilinger Bürgermeister Klaus Schwarzkopf hat für den Preis Rainer Kühnhold angemeldet. Dieser kam als junger Lehrer 1969 ins Dorf. Beim Bau des Kirchheilinger Schwimmbades, welches 1974 fertig gestellt wurde, wirkte er aktiv mit und leistete zahlreiche unentgeltliche Arbeitsstunden. Aufgrund seines gesellschaftlichen Engagements wurde Herr Kühnhold 1994 zum Gemeinderatsmitglied gewählt, in dem er bis 2014 sehr aktiv tätig war. Als 2007 der Schwimmbadförderverein gegründet wurde, stand für die Vereinsmitglieder außer Frage, wer den Vorsitz übernehmen sollte. Herr Kühnhold wurde vorgeschlagen und seitdem für jede neue Wahlperiode wieder gewählt. Auch heute im Rentenalter ist Herr Kühnhold sportlich noch sehr aktiv und leitet schon seit Jahren die Sparte "Kegeln" im Sportverein Kirchheilingen, so Laudator Frank Baumgarten von der Stiftung Landleben.
Und Gerhard Ohnesorge ist seit 20 Jahren Vorsitzender des Feuerwehrvereins 1925 Wendehausen, den er seitdem auch geprägt hat. Er war und ist federführend beim An- und Ausbau sowie der Pflege und Unterhaltung des Feuerwehrhauses aktiv. Außerdem hat er den Aufbau und Bestand der Jugendfeuerwehr maßgeblich gefördert.
Herr Ohnesorge hat großen Anteil an der seit 25 Jahren bestehenden Partnerschaft mit dem Feuerwehrverein Heldra. Jährlich finden gemeinsame Veranstaltungen statt, die er mit organisiert. Herr Ohnesorge ist seit 1967 aktives Mitglied der Einsatztruppe. Dieses langjährige Engagement soll nun gewürdigt werden, so Ortschaftsrat und Laudator Heinrich Goldmann. Vorgeschlagen für die Auszeichnung wurde Herr Ohnesorge vom Bürgermeister der Gemeinde Südeichsfeld, Andreas Henning.
Schlussendlich sollte auch Erika Mehlitz heute geehrt werden. Seit fast 20 Jahren betreut sie den monatlichen Seniorentreff in der Gemeinde Kleinwelsbach über die Volkssolidarität mit. Somit trägt gerade sie für die Senioren aktiv zum Gemeinwohl und bürgerschaftliches Engagement bei. Leider konnte sie aus gesundheitlichen Gründen ihren Ehrenpreis nicht persönlich in Empfang nehmen. Dieser wir ihr im Nachhinein feierlich überreicht.
Mit ausgewählten Musikstücken sorgte nicht zuletzt Julian Ebert von der Kreismusikschule Johann Sebastian Bach am Klavier für festliche Stimmung und angenehme Unterhaltung. Mit einem anschließenden Umtrunk klang die Feierstunde in angenehmer Atmosphäre aus.
