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Di, 16:23 Uhr
07.04.2015

Gedenkveranstaltung im Haus der Kirche

Am 24. April ist ein trauriger Gedenktag zu begehen. Er ist den Opfern des Genozids an den Armeniern vor einhundert Jahren gewidmet.

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Am  24. April 1915, begann mit der Verhaftung eines großen Teils der armenischen Oberschicht in Konstantinopel (Istanbul), durch die türkische Regierung, die gezielte Deportation und Vernichtung des armenischen Volkes. Die ersten 235 Armenier, die aus Konstantinopel deportiert wurden, bildeten den Anfang von Zwangsumsiedlung, Enteignung, Ermordung und massenhaften Tod durch Entkräftung auf den Weg durch die Wüste. 

Diesem ersten Genozid des 20. Jahrhunderts in den Jahren 1915/16 fielen bis zu 1,5 Millionen Armenier zum Opfer. Im Gedenken an ihre Vertreibung und Ermordung wurde der 24. April zum zentralen armenischen Gedenktag. Daran wollen wir uns erinnern, auch weil das Deutsche Reich einen nicht unerheblichen Beitrag an der Vernichtung und Deportation der Armenier hatte. So wurde unter anderem die Armee des osmanischen Reiches von deutschen Militärs geleitet und auf die Massaker an die Armenier angesprochen reagierte deutsche Regierung mit "hart, aber nützlich". 100 Jahre sind seit dem vergangen und die Bundesregierung weigert sich immer noch diesen Völkermord als einen Völkermord zu bezeichnen.  

In Mühlhausen soll dieser Tag mit armenischen Familien, die in unserer Stadt leben, gemeinsam begangen werden. Dazu sind alle Bürgerinnen und Bürger am Freitag, 24. April 2015, 19.00 Uhr, Haus der Kirche (Kristanplatz 1) eingeladen. „Begonnen wird mit einer Gedenkandacht in der Annenkapelle. Im Anschluss gibt es eine Vorführung des preisgekrönten Dokumentarfilmes "AGHET" - ein Völkermord und ein Gespräch und Austausch mit "unseren" Armeniern“, sagt Pfarrer Teja Begrich.
Autor: red

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