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Mo, 17:13 Uhr
30.03.2015

Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt zwei Projekte

Gleich zwei Objekte im Unstrut-Hainich-Kreis gehören zu den 22 Förderprojekten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Thüringen. Sowohl die historische Windmühle in Schlotheim als auch das Spittel in Großengottern erhalten 2015 Fördermittel in Höhe von je 20.000 Euro. Bereits im vergangenen Jahr fanden beide extrem baufälligen Objekte Berücksichtigung bei der Stiftung und wurden mit je 25.000 Euro unterstützt.

„Dank des Geldes können wir einen Teil der dringend notwendigen Sicherungsmaßnahmen an beiden Denkmalobjekten durchführen. Im vergangenen Jahr wurde beispielsweise mit der Dachsanierung der Schlotheimer Windmühle sowie der Sicherung der Fachwerkkonstruktion an einem Nebengebäude des Hospitals St. Andreas begonnen.

Beide denkmalgeschützten Gebäude können als extreme Problemfälle in Sachen Erhaltung gesehen werden. Die Gemeinde Schlotheim beziehungsweise der Förderverein Spittel Großengottern e.V. können die Kosten dafür nicht aufbringen. Der Eigenanteil, der für die Zuweisung der Fördermittel unerlässlich ist, konnte glücklicherweise aus Spendenmitteln finanziert werden“, so Ines Gliemann, die im Landratsamt, im Fachdienst Bau und Umwelt für den Denkmalschutz zuständig ist.

Im April 2015 werden beide Gebäude in der Zeitschrift „Monumente“ der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vorgestellt. Unter der Rubrik „Denkmal in Not“ wird dort bundesweit um Spendengelder geworben.

Die eingerüstete Windmühle in Schlotheim. (Foto: Landratsamt) Die eingerüstete Windmühle in Schlotheim. (Foto: Landratsamt)
Die letzte Windmühle Schlotheims als ein wichtiges Zeugnis der Industriegeschichte der Region gilt. Der Turmholländer, der in seiner Technik schon immer als eine Besonderheit in der Region galt, wurde 1861 in Betrieb genommen. Wenn er wieder standsicher und restauriert ist, sollen Besucher die vier Stockwerke bis in die Kappe hochsteigen können, um die Mühlentechnik, wie etwa den monumentalen gusseisernen Zahnkranz, das mindestens so beeindruckende Kammrad oder die wuchtige Achse zum Flügelkreuz zu bewundern. Der Weg bis dahin bedarf noch einiger Anstrengungen, da bislang nur die statische Sicherung und Instandsetzung des Baukörpers erfolgen konnte. Für Flügel, Windrose und Innenausstattung ist noch großes Engagement erforderlich.

Auch das ehemalige Hospital St. Andreas in Großengottern muss gerettet werden. Es wurde vermutlich um 1347 erbaut, diente als Hospital für arme, bedürftige Menschen und gilt als deutschlandweit sehr bedeutendes Ensemble der Medizingeschichte.
Das ehemalige Hospital St. Andreas in Großengottern. (Foto: Landratsamt) Das ehemalige Hospital St. Andreas in Großengottern. (Foto: Landratsamt)
Die Anlage besteht aus einem Wohnhaus samt Nebengebäuden, die als Abort, Ställe, und Werkstatt genutzt wurden sowie einer Kapelle und einem Spitalgarten. Gerade die Nebengelasse machen das Denkmal zu einem Ganzen, zu diesem einzigartig authentischen Bauensemble eines ländlichen Hospitals. Ist das Denkmal restauriert, liegen schon konkrete Nutzungspläne vor: Es soll ein Museum zur Geschichte des Kranken- und Pflegewesens entstehen, wobei die Bauwerke des Hospitalensembles im wörtlichen Sinne die begreifbarsten, weil original erhaltenen Schaustücke sein werden.


Autor: red

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