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Reformen im Bundeshaushalt

Entlastungen bis zu 60 Milliarden Euro

Dienstag, 16. Juni 2026, 11:11 Uhr
Laut ifo Institut ließe sich die Finanzsituation des Bundes bis 2030 um jährlich bis zu 60 Milliarden Euro verbessern. Das ergeben Berechnungen des ifo-Instituts im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)...

Rund 54 Milliarden Euro könnte der Bund durch Änderungen bei der Rentenversicherung, dem Elterngeld und den Subventionen erzielen. Weitere sechs Milliarden wären auf Bundesebene durch wachstumswirksame Investitionen zu erreichen. „Unsere Berechnungen zeigen, dass es möglich ist, die Finanzsituation des Bundes signifikant zu verbessern. Dazu müssen jetzt Reformpakete in Gang gesetzt werden, die in den nächsten vier Jahren ihre Wirkung entfalten“, sagt ifo-Präsident Clemens Fuest in einer Presseinformation.

Für die Rentenversicherung hat das ifo-Institut ein Szenario berechnet, in dem die Renten an die Inflation gekoppelt würden und nicht mehr an die Löhne. Außerdem wird in diesem Szenario die Mütterrente in den nächsten vier Jahren auf 50 Prozent ihres jetzigen Niveaus reduziert.

Diese Maßnahmen brächten 2030 rund 20 Milliarden an Einsparungen im Vergleich zu den bisher geplanten Ausgaben. Weitere 3 Milliarden Euro an Bundesausgaben ließen sich einsparen, wenn man beim Elterngeld die Einkommensgrenze auf 50.000 Euro (Paare und Alleinerziehende) absenkte. Rund 31 Milliarden Euro weniger müsste der Bund ausgeben, wenn alle noch nicht genehmigten Subventionen während der nächsten vier Jahre um 60 Prozent gekürzt würden. Schließlich könnte ein stärkerer Fokus auf produktivitätssteigernde Investitionen die Finanzsituation des Bundes um weitere sechs Milliarden Euro verbessern.

„Nur wenn der Bundeshaushalt konsolidiert wird, kann Deutschland verhindern, dass Nettokreditaufnahme und Staatsschulden in den nächsten Jahren enorm ansteigen“, sagt Fuest. „Hier sollte man die größten Ausgabeposten in den Fokus nehmen, insbesondere die Rentenausgaben und die Subventionen.“
Autor: red

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