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Besuch einer Töpferwerkstatt in Weberstedt

Vom Kloß zum Kunstwerk

Dienstag, 19. Mai 2026, 16:06 Uhr
Bereits vor 18.000 Jahren wurden in China Tongefäße und Figuren geformt. Die Kunst des Töpferns gehört zum ältesten Handwerk der Menschheit und wird bis heute betrieben. So auch in Weberstedt…

Entstehung eines Tongefäßes im Atelier "Töpfern unterm Dach" in Weberstedt (Foto: Eva Maria Wiegand) Entstehung eines Tongefäßes im Atelier "Töpfern unterm Dach" in Weberstedt (Foto: Eva Maria Wiegand)


Im beschaulichen Örtchen Weberstedt im Unstrut-Hainich-Kreis verbirgt sich im Dach eines Hauses am Schwimmbad ein ganz besonderer Ort. Eine Wendeltreppe führt direkt in eine liebevoll eingerichtete Töpferwerkstatt. Schon auf den ersten Blick lädt der Raum zum Verweilen ein. Das durch ein Dachfenster fallende Sonnenlicht lenkt den Blick direkt auf die unzähligen, in Regalen stehenden Tassen, Teller, Schalen, Kerzenständer, Teekannen und andere teils grob, teils filigran gestaltete Gegenstände. Sie zeugen von einer großen Leidenschaft zu Formen, Farben und Gestaltung.

Yvonne Siemoleit ist keine Unbekannte in der Welt des Töpferns. Mit ihrer Töpferwerkstatt „Töpfern unterm Dach“, bietet die Hobbykünstlerin Anfängern und Fortgeschrittenen regelmäßig Töpferkurse mit und ohne Scheibe an. Wer sich nicht traut, selbst die braune Knetmasse zu bearbeiten, hat auch die Möglichkeit fertige Stücke zu erwerben.

Das Interesse für die Töpferkunst erwachte bei Yvonne Siemoleit so richtig vor vier Jahren. Aus Neugierde wurde schließlich eine tiefe Leidenschaft.

Yvonne Siemoleit in ihrem Töpferatelier untern Dach in Weberstedt (Foto: Eva Maria Wiegand) Yvonne Siemoleit in ihrem Töpferatelier untern Dach in Weberstedt (Foto: Eva Maria Wiegand)


„Hier oben bin ich in meiner eigenen Welt“, erklärt Yvonne Siemoleit lächelnd. „Wenn sich die Drehscheibe in Bewegung setzt und meine Hände den feuchten Tonklumpen umfassen, dann bin ich ganz mit der Materie verbunden und die Welt da draußen hat mal Pause. Das Töpfern mit der Scheibe war anfangs für mich nicht so einfach. Da braucht es schon etwas Übung, damit der Ton nicht reißt oder austrocknet und schließlich bricht. Bevor sich die Scheibe dreht, sollte man auch wissen, was getöpfert werden soll. Danach berechnet sich die Menge und das Gewicht des Tons“. Wer töpfert, der brauche Geduld, Spaß an der Sache und einen Blick für Farben und Formen, dann kämen sehr schöne Kreationen zum Vorschein, beschreibt die sympatische Künstlerin.

Die ausgebildete Medizinische Assistentin vermittelt in ihren Kursen auch das Wissen über die Brennvorgänge von 900 und 1140 Grad, erklärt was ein Schrühbrand ist und wie Glasuren verwendet werden.

Wer mehr über das Töpfern wissen möchte und wie man sich zu einem Kurs anmeldet, der findet alle Informationen unter: https://www.yvonne-siemoleit.de
Eva Maria Wiegand


Autor: emw

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