Blick in den Wald
Welche Waldpflanzen blühen als erstes?
Samstag, 07. März 2026, 10:09 Uhr
Wenn die Tage wieder länger werden und die ersten Sonnenstrahlen den Waldboden wärmen, dann sind sie da: Die Frühjahrsblüher. Vor allem in Laubwäldern zu finden, nutzen sie den kurzen Zeitraum zwischen dem ausgehenden Winter und dem ersten Laubaustrieb der Bäume...
Just auf diese wenigen Wochen haben sich die oft farbenfrohen und duftenden Frühjahrsblüher spezialisiert. Sobald das Laubdach der Bäume zu dicht ist und das Sonnenlicht im Wald beschränkt, sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab. Möglich machen den Frühstart vorjährig gebildete Reserven. Das schreibt die Thüringen-Forst-Zentrale in einer Presseinformation.
Buschwindröschen, Winterlinge und Aronstab sind typische Vertreter
Jeder Waldfreund kennt das weiße oder gelbe Blütenmeer, dass das Buschwindröschen im kahlen Frühjahrswald hervorzaubert. Die Überdauerungsknospen liegen an der Sprossachse, die frostgeschützt unterhalb der Erdoberfläche verankert ist. Ebenfalls mit einer Sprossachse samt Knollen ist der Winterling ausgestattet. Diesen speziellen Speicherorganen entnehmen sie die Energie für ihre frühe Blütezeit. Die Photosynthese liefert so früh im Jahr noch nicht genug Zuckerverbindungen, um die energieintensive Blütenbildung abzusichern. Ebenfalls ein verbreiterter Frühblüher ist der Gefleckte Aronstab. Gut an seinen gefleckten namensgebenden Blättern zu erkennen, ist er in allen Pflanzenteilen sehr stark giftig. Weit über 60 verschiedene Arten an Frühjahrsblühern, wie etwa Scharbockskraut, Seidelbast oder auch der Bärlauch finden sich in den heimischen Wäldern.
Im April ist der frühe Blütenzauber vorbei
Wer sich von den Frühblühern verzaubern lassen will, sollte den Steiger bei Erfurt, den Webicht bei Weimar, das Rautal bei Jena oder die Wälder um die Wartburg besuchen. Und nicht vergessen: Mit Beginn des Laubaustriebs, bei der Buche etwa im April, beendet der Bärlauch als letzter Frühblüher im Jahresverlauf die kurze, aber farb- und duftreiche Phase im Wald. Wer ihn in der Küche nutzen will, etwa als Bärlauch-Pesto, sollte allerdings die Blätter im März ernten. Dann sind sie saftig, nährstoffreich und wohlschmeckend.
Autor: redJust auf diese wenigen Wochen haben sich die oft farbenfrohen und duftenden Frühjahrsblüher spezialisiert. Sobald das Laubdach der Bäume zu dicht ist und das Sonnenlicht im Wald beschränkt, sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab. Möglich machen den Frühstart vorjährig gebildete Reserven. Das schreibt die Thüringen-Forst-Zentrale in einer Presseinformation.
Buschwindröschen, Winterlinge und Aronstab sind typische Vertreter
Jeder Waldfreund kennt das weiße oder gelbe Blütenmeer, dass das Buschwindröschen im kahlen Frühjahrswald hervorzaubert. Die Überdauerungsknospen liegen an der Sprossachse, die frostgeschützt unterhalb der Erdoberfläche verankert ist. Ebenfalls mit einer Sprossachse samt Knollen ist der Winterling ausgestattet. Diesen speziellen Speicherorganen entnehmen sie die Energie für ihre frühe Blütezeit. Die Photosynthese liefert so früh im Jahr noch nicht genug Zuckerverbindungen, um die energieintensive Blütenbildung abzusichern. Ebenfalls ein verbreiterter Frühblüher ist der Gefleckte Aronstab. Gut an seinen gefleckten namensgebenden Blättern zu erkennen, ist er in allen Pflanzenteilen sehr stark giftig. Weit über 60 verschiedene Arten an Frühjahrsblühern, wie etwa Scharbockskraut, Seidelbast oder auch der Bärlauch finden sich in den heimischen Wäldern.
Im April ist der frühe Blütenzauber vorbei
Wer sich von den Frühblühern verzaubern lassen will, sollte den Steiger bei Erfurt, den Webicht bei Weimar, das Rautal bei Jena oder die Wälder um die Wartburg besuchen. Und nicht vergessen: Mit Beginn des Laubaustriebs, bei der Buche etwa im April, beendet der Bärlauch als letzter Frühblüher im Jahresverlauf die kurze, aber farb- und duftreiche Phase im Wald. Wer ihn in der Küche nutzen will, etwa als Bärlauch-Pesto, sollte allerdings die Blätter im März ernten. Dann sind sie saftig, nährstoffreich und wohlschmeckend.

