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13. Mühlhäuser Reichsstadttagung

„Reichsstadt und Bildung“

Dienstag, 03. Februar 2026, 10:55 Uhr
Bereits zum 13. Mal ist ein internationales Fachpublikum anlässlich einer Tagung zur Reichsstadtgeschichte in Mühlhausen zu Gast. Die dreitägige Konferenz, vom 16. bis 18 Februar, widmet sich in diesem Jahr dem Schwerpunkt „Reichsstadt und Bildung“...

St. Marien Kirche in Mühlhausen (Foto: Eva Maria Wiegand) St. Marien Kirche in Mühlhausen (Foto: Eva Maria Wiegand)


Veranstalter ist der Mühlhäuser Arbeitskreis für Reichsstadtgeschichte, unterstützt durch die Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung, die Stadt Mühlhausen sowie den Mühlhäuser Geschichts- und Denkmalpflegeverein.
Die Tagung hat sich als Begegnungs- und Austauschplattform für Wissenschaftler an Universitäten und Forschungsinstituten, für Mitarbeitende von Archiven und Museen in ehemaligen Reichsstädten sowie für alle an reichsstädtischer Geschichte Interessierten etabliert. Hauptveranstaltungsort ist das Logenhaus Mühlhausen.

Öffentliche Abendveranstaltung
Ein Höhepunkt des dreitägigen Programms ist die öffentliche Abendveranstaltung am Montag, den 16. Februar in der historischen Rathaushalle. Beginn ist um 18:30 Uhr. Referent des Abends ist Marian Füssel, Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Georg-August-Universität Göttingen. Sein Vortrag steht unter der Überschrift „Das Wissen der Reichsstädte“. Der Eintritt ist frei; eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



Inhaltliche Schwerpunkte
Die Tagung beleuchtet verschiedene Formen und Ausprägungen von Bildungsinstitutionen und Wissensfeldern, die eine zentrale Rolle im Leben in den Städten des vormodernen Europas spielten. In den Vorträgen werden die Beziehungen von Reichsstädten zu Universitäten und die Entwicklung verschiedener städtischer Schultypen thematisiert.

Die Perspektive wird erweitert durch Fallstudien zu weiblicher Bildung in Klöstern und Stiften, zum kaufmännischen Schreiben, zur medizinischen Ausbildung der Wundärzte und zur Rolle von Stadtschreibern als Trägern städtischen Wissens. So wird die Vielfalt von Bildung und Wissen in Reichsstädten deutlich – sie reicht von Elementar- und Lateinschulen über Klöster und Hauslehrer bis hin zu akademischen Laufbahnen und neu entstehenden Formen der beruflichen Professionalisierung.

Die stets ins Tagungsprogramm eingebettet Exkursion führt die Teilnehmenden am Mittwoch ins Collegium maius, Hauptgebäude der Alten Universität in Erfurt und damit ein zentraler Bildungsort Thüringens im späten Mittelalter.



Der Arbeitskreis

Der Mühlhäuser Arbeitskreis führt jährlich wissenschaftliche Tagungen zur Reichsstadtgeschichte durch und publiziert jeweils sämtliche Vorträge in einem Tagungsband. Dabei sollen grundlegende Aspekte der Geschichte von Reichsstädten oder ganzer Reichsstadtlandschaften untersucht und für eine vergleichende Betrachtung dargestellt werden. Mit über 120 Teilnehmenden pro Jahr und dem seit 2022 angebotenen Live-Stream zeigt sich eine deutliche Resonanz in der Wissenschaft und bei der Mühlhäuser Bevölkerung.

Autor: emw

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