ARD-DeutschlandTREND im August
Schlechte Noten für Bundesregierung
Freitag, 08. August 2025, 13:25 Uhr
Knapp 100 Tage ist Friedrich Merz nun Bundeskanzler und muss nach den zuletzt aufgetretenen Dissonanzen innerhalb der Bundesregierung einen deutlichen Rückgang bei seinen persönlichen Sympathiewerten hinnehmen (32 Prozent; -10 zum Vormonat)...
Grafik (Foto: infratest dimap, im Auftrag der ARD)
Nur jeder Dritte sieht ihn als guten Krisenmanager (29 Prozent; -10 zu Februar 2025), während seine klare Haltung gegen irreguläre Zuwanderung trotz Rückgang bei einer knappen Mehrheit der Deutschen Zustimmung findet (52 Prozent; -12 zu Februar 2025). Insgesamt sind aktuell gut vier von zehn Bundesbürgern davon überzeugt, dass Friedrich Merz dem Amt des Bundeskanzlers gewachsen ist - bei den Unions-Anhängern sind es acht von zehn.
Die weiteren Protagonisten der schwarz-roten Bundesregierung weisen überwiegend konstante oder rückläufige Bewertungen auf. Spitzenreiter bleibt Verteidigungsminister Boris Pistorius mit 60 Prozent Zustimmung. Bei den abgefragten Politikern der Oppositionsparteien zeigt sich bei Alice Weidel ein minimaler Rückgang zum Vormonat, während Jan van Aken im Vergleich zum Februar 2025 erkennbar hinzugewinnt - bei allerdings deutlich geringerer Bekanntheit.
Die Bundesregierung insgesamt wird von den Deutschen deutlich kritischer gesehen als noch im Vormonat und erzielt mit aktuell 29 Prozent Zufriedenheit (-10) ihren bisher schlechtesten Wert seit Amtsantritt.
Sonntagsfrage: Union schwächer, AfD wieder auf Höchstwert
Bei den Parteipräferenzen gibt die Union zum Vormonat nach und liegt in der Sonntagsfrage mit 27 Prozent (-3) erkennbar schwächer als zuletzt. Die AfD käme mit 24 Prozent (+1) erneut auf ihren bisherigen Höchstwert aus dem April 2025. Die SPD bliebe unverändert bei 13 Prozent, genauso wie die Partei der Grünen bei 12 Prozent und die Die Linke bei 10 Prozent. Die anderen Parteien, darunter das BSW mit 3 Prozent (-1) und die FDP mit 4 Prozent (+1) wären derzeit ohne Chance auf einen Parlamentseinzug.
Soziale Sicherungssysteme: Hoher Problemdruck und geringes Vertrauen in Lösungskompetenz
Bei den aktuell diskutierten sozialpolitischen Themen rund um die gesetzliche Renten-, Pflege- und Krankenversicherung sieht die Mehrheit der Deutschen klaren Handlungsbedarf. Allerdings gibt es in der Bevölkerung bei allen drei Säulen geteilte Ansichten, inwiefern gezielte Anpassungen ausreichen oder ob eine grundlegende Reform erforderlich ist. Insbesondere in den jüngeren Altersgruppen, aber auch bei vielen Älteren dominiert das Gefühl, für das Rentenalter oder im Pflegefall nicht ausreichend abgesichert zu sein. Gleichzeitig gibt es sehr wenig Vertrauen in die Fähigkeit der Regierung, hier die notwendigen Maßnahmen zur Zukunftssicherung einzuleiten.
Außenpolitik: Sorgen durch Lage in Gaza und US-Zollpolitik
Mit Sorge blicken die Bundesbürger auf die Situation in Gaza und die Lage der von der Hamas entführten Geiseln. Etwa zwei Drittel fordern von der deutschen Regierung die Ausübung von größerem Druck auf die israelische Regierung, damit diese ihr Vorgehen im Gazastreifen ändert. Trotz der jüngsten Bemühungen um eine Gaza-Luftbrücke findet zudem knapp die Hälfte der Deutschen, dass die Bundesregierung insgesamt zu wenig für die Menschen im Gazastreifen tut.
Die jüngste Einigung der EU im Zollstreit mit den USA trägt ebenfalls nur bedingt zur Beruhigung der Deutschen bei. Etwa zwei Drittel (65%; -5 zu April 2025) machen sich nach wie vor große Sorgen, dass die Zölle von 15% auf Exporte in die USA der deutschen Wirtschaft schaden.
Autor: psg
Grafik (Foto: infratest dimap, im Auftrag der ARD)
Nur jeder Dritte sieht ihn als guten Krisenmanager (29 Prozent; -10 zu Februar 2025), während seine klare Haltung gegen irreguläre Zuwanderung trotz Rückgang bei einer knappen Mehrheit der Deutschen Zustimmung findet (52 Prozent; -12 zu Februar 2025). Insgesamt sind aktuell gut vier von zehn Bundesbürgern davon überzeugt, dass Friedrich Merz dem Amt des Bundeskanzlers gewachsen ist - bei den Unions-Anhängern sind es acht von zehn.
Die weiteren Protagonisten der schwarz-roten Bundesregierung weisen überwiegend konstante oder rückläufige Bewertungen auf. Spitzenreiter bleibt Verteidigungsminister Boris Pistorius mit 60 Prozent Zustimmung. Bei den abgefragten Politikern der Oppositionsparteien zeigt sich bei Alice Weidel ein minimaler Rückgang zum Vormonat, während Jan van Aken im Vergleich zum Februar 2025 erkennbar hinzugewinnt - bei allerdings deutlich geringerer Bekanntheit.
Die Bundesregierung insgesamt wird von den Deutschen deutlich kritischer gesehen als noch im Vormonat und erzielt mit aktuell 29 Prozent Zufriedenheit (-10) ihren bisher schlechtesten Wert seit Amtsantritt.
Sonntagsfrage: Union schwächer, AfD wieder auf Höchstwert
Bei den Parteipräferenzen gibt die Union zum Vormonat nach und liegt in der Sonntagsfrage mit 27 Prozent (-3) erkennbar schwächer als zuletzt. Die AfD käme mit 24 Prozent (+1) erneut auf ihren bisherigen Höchstwert aus dem April 2025. Die SPD bliebe unverändert bei 13 Prozent, genauso wie die Partei der Grünen bei 12 Prozent und die Die Linke bei 10 Prozent. Die anderen Parteien, darunter das BSW mit 3 Prozent (-1) und die FDP mit 4 Prozent (+1) wären derzeit ohne Chance auf einen Parlamentseinzug.
Soziale Sicherungssysteme: Hoher Problemdruck und geringes Vertrauen in Lösungskompetenz
Bei den aktuell diskutierten sozialpolitischen Themen rund um die gesetzliche Renten-, Pflege- und Krankenversicherung sieht die Mehrheit der Deutschen klaren Handlungsbedarf. Allerdings gibt es in der Bevölkerung bei allen drei Säulen geteilte Ansichten, inwiefern gezielte Anpassungen ausreichen oder ob eine grundlegende Reform erforderlich ist. Insbesondere in den jüngeren Altersgruppen, aber auch bei vielen Älteren dominiert das Gefühl, für das Rentenalter oder im Pflegefall nicht ausreichend abgesichert zu sein. Gleichzeitig gibt es sehr wenig Vertrauen in die Fähigkeit der Regierung, hier die notwendigen Maßnahmen zur Zukunftssicherung einzuleiten.
Außenpolitik: Sorgen durch Lage in Gaza und US-Zollpolitik
Mit Sorge blicken die Bundesbürger auf die Situation in Gaza und die Lage der von der Hamas entführten Geiseln. Etwa zwei Drittel fordern von der deutschen Regierung die Ausübung von größerem Druck auf die israelische Regierung, damit diese ihr Vorgehen im Gazastreifen ändert. Trotz der jüngsten Bemühungen um eine Gaza-Luftbrücke findet zudem knapp die Hälfte der Deutschen, dass die Bundesregierung insgesamt zu wenig für die Menschen im Gazastreifen tut.
Die jüngste Einigung der EU im Zollstreit mit den USA trägt ebenfalls nur bedingt zur Beruhigung der Deutschen bei. Etwa zwei Drittel (65%; -5 zu April 2025) machen sich nach wie vor große Sorgen, dass die Zölle von 15% auf Exporte in die USA der deutschen Wirtschaft schaden.
