Arbeitsmarkt im Juni
Weniger Arbeitslose als im Vorjahr
Donnerstag, 31. Juli 2025, 11:47 Uhr
Im Juli stieg die Arbeitslosigkeit saisonbedingt auf 12.722 Frauen und Männer. Grund dafür ist der bevorstehende Beginn des neuen Ausbildungsjahres. Insgesamt sieht die Agentur für Arbeit Licht am Horizont...
Die Arbeitslosigkeit steigt jedes Jahr kurz vor Ausbildungsbeginn an. Auch in anderen Regionen ist das der Fall. Nach unseren Erfahrungen nimmt vor allem die Jugendarbeitslosigkeit in den nächsten Monaten wieder ab, wenn die jungen Leute ihre Berufsausbildung oder ihr Studium aufgenommen haben, prognostiziert Karsten Froböse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Thüringen Nord. Die gute Nachricht ist: Wir haben
etwas weniger Arbeitslose als letztes Jahr. Das ist in vielen Regionen Deutschlands leider aktuell anders, so der Leiter der Arbeitsagentur.
Die Chancen für einen Berufseinstieg über eine Ausbildung sind in Nordthüringen nach wie vor gut. Auch jetzt gibt es noch viele freie Ausbildungsstellen. Der Einstieg in eine Berufsausbildung ist auch nach dem 1. August weiter möglich. Wer aber noch nicht fündig geworden ist, sollte sich bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur melden. Sie unterstützt Bewerberinnen und Bewerber dabei, eine geeignete Ausbildung oder Übergangslösungen zu finden. Der Abschluss führt zu einer größeren beruflichen Sicherheit. Vor allem für gut qualifizierte Frauen und Männer bieten sich in Nordthüringen Perspektiven. Nach der Schule ohne Ausbildung in einen Helferjob: Das ist der falsche Weg! Er führt zu Arbeitslosigkeit und mittelfristig geringe-
rem Einkommen, so Froböse. Früher, heute und in Zukunft – der richtige Weg: Schule, dann Ausbildung oder Studium und danach der Berufseinstieg.
Arbeitslosenquote auf Vorjahresniveau
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Thüringen Nord im Juli 2025 gestiegen. 12.722 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 431 Personen mehr (3,5 Prozent) als im Juni und 57 Personen bzw. 0,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,9 Prozent und lag damit auf Vorjahresniveau.
Insbesondere die Arbeitslosigkeit Jüngerer erhöhte sich zum Vormonat: Für die unter 25-Jährigen stieg sie im Juli auf 1.396 Personen, 167 mehr (+ 13,6 Prozent) als im Juni und 20 weniger (- 1,4 Prozent) als im Vorjahresmonat. Die Zunahme ist stark mit Schulabgängen begründet: 438 der jüngeren Arbeitslosen (23,1 Prozent) waren im Juli unter 20 Jahre alt, 97 Personen mehr (+ 4,5 Prozent) als im Vormonat und auch 19 Arbeitslose mehr (+ 4,5 Prozent) als im Juli letzten Jahres. Im Juli meldeten sich insgesamt 898 Personen us Erwerbstätigkeit arbeitslos, 23 weniger (- 2,5 Prozent) als im Juli 2024. 749 Menschen beendeten ihre rbeitslosigkeit durch Arbeitsaufnahme, neun weniger (-1,2 Prozent) als im Vorjahr.
Der Arbeitsagentur waren im Juli 2.630 Arbeitsstellen gemeldet, 39 mehr (+ 1,5 Prozent) als im Vorjahr. Die meisten freien Stellen gab es in den Branchen Verarbeitendes Gewerbe, Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kfz, im Baugewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen.
Noch 774 freie Ausbildungsstellen gemeldet
Von 1.700 gemeldeten betrieblichen Berufsausbildungsstellen waren 774 im Juli noch nicht besetzt. Mehr als die Hälfte der freien Stellen (53,7 Prozent) richtete sich an junge Menschen mit Hauptschulabschluss. In 284 der Stellen (36,7 Prozent) war ein Realschulabschluss erforderlich. Für 51 (6,6 Prozent) der freien Plätze erwarteten die Unternehmen ein Abitur. Die meisten der freien Berufsausbildungsstellen (291) wurden im Verarbeitenden Gewerbe angeboten. Im Handel, der Instandhaltung / Reparatur von Kfz bieten sich ebenfalls Chancen, so auch im Baugewerbe.Agentur für Arbeit Thüringen Nord • Pressestelle
w.arbeitsagentur.de/vor-ort/thueringen-nord
Entgelte in Nordthüringen gestiegen
In Nordthüringen sind die Entgelte auch im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Etwa sechs Prozent lag das Gehalt aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten über dem des vorangegangenen Jahres. Trotz dieses Anstiegs blieb das Entgelt im Bezirk, abgesehen vom Landkreis Nordhausen, unter dem Wert für das Land Thüringen (3.307 Euro): Die höchsten Medianentgelte erzielten Beschäftigte in Nordhausen mit 3.337 Euro und im Kyffhäuserkreis mit 3.264 Euro. Im Eichsfeld (3.111 Euro) und im Unstrut-Hainich-Kreis (3.073 Euro) war der Median niedriger.
Frauen erzielten im Unstrut-Hainich-Kreis, im Kyffhäuserkreis und im Landkreis Nordhausen höhere Entgelte als Männer. Im Eichsfeld besteht ein Lohnunterschied in Höhe von 254 Euro zugunsten der männlichen Vollzeitbeschäftigten. Die höchsten Medianentgelte erzielten Vollzeitbeschäftigte in der öffentlichen Verwaltung, in Bereich Erziehung und Unterricht sowie im Gesundheitswesen. In dem Wirtschaftsbereich Handel / Instandhaltung und Reparatur von KfZ hingegen war das Medianentgelt am niedrigsten.
Die ausführliche Statistik findet sich hier .
Autor: redDie Arbeitslosigkeit steigt jedes Jahr kurz vor Ausbildungsbeginn an. Auch in anderen Regionen ist das der Fall. Nach unseren Erfahrungen nimmt vor allem die Jugendarbeitslosigkeit in den nächsten Monaten wieder ab, wenn die jungen Leute ihre Berufsausbildung oder ihr Studium aufgenommen haben, prognostiziert Karsten Froböse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Thüringen Nord. Die gute Nachricht ist: Wir haben
etwas weniger Arbeitslose als letztes Jahr. Das ist in vielen Regionen Deutschlands leider aktuell anders, so der Leiter der Arbeitsagentur.
Die Chancen für einen Berufseinstieg über eine Ausbildung sind in Nordthüringen nach wie vor gut. Auch jetzt gibt es noch viele freie Ausbildungsstellen. Der Einstieg in eine Berufsausbildung ist auch nach dem 1. August weiter möglich. Wer aber noch nicht fündig geworden ist, sollte sich bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur melden. Sie unterstützt Bewerberinnen und Bewerber dabei, eine geeignete Ausbildung oder Übergangslösungen zu finden. Der Abschluss führt zu einer größeren beruflichen Sicherheit. Vor allem für gut qualifizierte Frauen und Männer bieten sich in Nordthüringen Perspektiven. Nach der Schule ohne Ausbildung in einen Helferjob: Das ist der falsche Weg! Er führt zu Arbeitslosigkeit und mittelfristig geringe-
rem Einkommen, so Froböse. Früher, heute und in Zukunft – der richtige Weg: Schule, dann Ausbildung oder Studium und danach der Berufseinstieg.
Arbeitslosenquote auf Vorjahresniveau
Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Thüringen Nord im Juli 2025 gestiegen. 12.722 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 431 Personen mehr (3,5 Prozent) als im Juni und 57 Personen bzw. 0,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 6,9 Prozent und lag damit auf Vorjahresniveau.
Insbesondere die Arbeitslosigkeit Jüngerer erhöhte sich zum Vormonat: Für die unter 25-Jährigen stieg sie im Juli auf 1.396 Personen, 167 mehr (+ 13,6 Prozent) als im Juni und 20 weniger (- 1,4 Prozent) als im Vorjahresmonat. Die Zunahme ist stark mit Schulabgängen begründet: 438 der jüngeren Arbeitslosen (23,1 Prozent) waren im Juli unter 20 Jahre alt, 97 Personen mehr (+ 4,5 Prozent) als im Vormonat und auch 19 Arbeitslose mehr (+ 4,5 Prozent) als im Juli letzten Jahres. Im Juli meldeten sich insgesamt 898 Personen us Erwerbstätigkeit arbeitslos, 23 weniger (- 2,5 Prozent) als im Juli 2024. 749 Menschen beendeten ihre rbeitslosigkeit durch Arbeitsaufnahme, neun weniger (-1,2 Prozent) als im Vorjahr.
Der Arbeitsagentur waren im Juli 2.630 Arbeitsstellen gemeldet, 39 mehr (+ 1,5 Prozent) als im Vorjahr. Die meisten freien Stellen gab es in den Branchen Verarbeitendes Gewerbe, Handel / Instandhaltung und Reparatur von Kfz, im Baugewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen.
Noch 774 freie Ausbildungsstellen gemeldet
Von 1.700 gemeldeten betrieblichen Berufsausbildungsstellen waren 774 im Juli noch nicht besetzt. Mehr als die Hälfte der freien Stellen (53,7 Prozent) richtete sich an junge Menschen mit Hauptschulabschluss. In 284 der Stellen (36,7 Prozent) war ein Realschulabschluss erforderlich. Für 51 (6,6 Prozent) der freien Plätze erwarteten die Unternehmen ein Abitur. Die meisten der freien Berufsausbildungsstellen (291) wurden im Verarbeitenden Gewerbe angeboten. Im Handel, der Instandhaltung / Reparatur von Kfz bieten sich ebenfalls Chancen, so auch im Baugewerbe.Agentur für Arbeit Thüringen Nord • Pressestelle
w.arbeitsagentur.de/vor-ort/thueringen-nord
Entgelte in Nordthüringen gestiegen
In Nordthüringen sind die Entgelte auch im vergangenen Jahr weiter angestiegen. Etwa sechs Prozent lag das Gehalt aller sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten über dem des vorangegangenen Jahres. Trotz dieses Anstiegs blieb das Entgelt im Bezirk, abgesehen vom Landkreis Nordhausen, unter dem Wert für das Land Thüringen (3.307 Euro): Die höchsten Medianentgelte erzielten Beschäftigte in Nordhausen mit 3.337 Euro und im Kyffhäuserkreis mit 3.264 Euro. Im Eichsfeld (3.111 Euro) und im Unstrut-Hainich-Kreis (3.073 Euro) war der Median niedriger.
Frauen erzielten im Unstrut-Hainich-Kreis, im Kyffhäuserkreis und im Landkreis Nordhausen höhere Entgelte als Männer. Im Eichsfeld besteht ein Lohnunterschied in Höhe von 254 Euro zugunsten der männlichen Vollzeitbeschäftigten. Die höchsten Medianentgelte erzielten Vollzeitbeschäftigte in der öffentlichen Verwaltung, in Bereich Erziehung und Unterricht sowie im Gesundheitswesen. In dem Wirtschaftsbereich Handel / Instandhaltung und Reparatur von KfZ hingegen war das Medianentgelt am niedrigsten.
Die ausführliche Statistik findet sich hier .

