Souveräner Auftritt in Geratal
Preußen kann noch gewinnen
Sonntag, 23. März 2025, 18:02 Uhr
Mit einem am Ende verdienten Auswärtssieg, dem dritten in dieser Saison nach Saalfeld und Schweina, kehrte der FSV Preußen Bad Langensalza aus Geraberg zurück...
Das im Vorfeld als absolut richtungsweisend eingestufte Duell mit dem Tabellennachbarn endete erstmals nach 10 Jahren wieder mit einem Sieg für die Gäste beim jahrelangen Rivalen in der Saveway-Arena. In der Trainingswoche verdichtete sich das Comeback vom langjährigen Torjäger Martin Fiß, der die Torflaute mit zwei mageren Törchen aus vier Spielen bei den Preußen beenden sollte. Er stand auch gleich in der Startelf, genauso wie die zuletzt schmerzlich vermissten Dolzer und Meißner, dafür musste Fabrice Harnisch aufgrund eines Infekts kurzfristig passen.
Auch die Gastgeber wussten um die Brisanz der Partie und hatten wieder Sennewald am Start, für Torjäger Zachert reichte es jedoch nicht. Nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Horst Bachmann war zunächst Vorsicht geboten, es gab kaum gelungene Spielzüge, es ging eher um Fehlervermeidung als um Torerzielung. Und der erste gute Angriff der Gastgeber saß und schockte die Preußen ins Knochenmark. Reykowski ließ die rechte Abwehrseite schlecht aussehen, tankte sich bis in den Sechzehner durch, Igbariya verwertete seine Eingabe für den chancenlosen Patzer zum 1:0. Ein Gegentor in der Anfangsviertelstunde sollte unbedingt vermieden werden, jetzt musste das With-Team darauf reagieren.
Ein erster zaghafter Abschluss von Noak war noch eine sichere Beute von Keeper Bradsch, der aber in der Folge bei den Distanzschüssen von Linz, Schack und Pawlak oder bei Ecken immer wieder Unsicherheiten zeigte. In Minute 33 allerdings reagierte er bravourös, Fiß setzte Reinhold stark in Szene, der hätte sich die Ecke allein vor Bradsch aussuchen können, scheiterte aber am Keeper und die zahlreichen Preußen-Anhänger rauften sich die Haare. Aber auch sein Gegenüber musste zweimal gegen Reykowski großartig retten. Den Freistoß kurz vor der Halbzeit von der Strafraumgrenze hatten auch einige Heimanhänger schon drin gesehen, Patzer kratzte ihn irgendwie aus dem unteren Eck. So ging es aus Preußen-Sicht etwas ratlos in die Pause, eigentlich war der Gast sich im Klaren, dass eine Niederlage wäre fatal, auch wenn zwar mehr Torabschlüsse in Halbzeit Eins zu verzeichnen waren, aber spielerisch war das alles sehr überschaubar.
Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts mussten die Preußen erneut tief durchatmen, Sennewald ging allein auf Linksaußen durch, scheiterte aber aus spitzem Winkel am erneut stark parierenden Patzer. Irgendwie musste ein Brustlöser, eine gute Aktion her, um ins Spiel zu kommen. Und für die sorgten Schack und Linz. In der 51. Minute brachte Schack eine punktgenaue Flanke vors Tor, die Darius Linz mittels Flugkopfball und seinem ersten Saisontreffer an Bradsch vorbei ins Netz katapultierte. Jetzt merkte das Wirth-Team zunehmend, wie das Selbstvertrauen in die Köpfe zurückkehrte. Martin Fiß rannte nun des Öfteren seinem Gegenspieler auf und davon, sein Grundliniendurchbruch war der Ausgangspunkt zur Führung, er legte auf Linz ab, der trocken den Ball aus acht Metern unters Dach hämmerte und gleich mal seinen zweiten Saisontreffer nachsteuerte.
Und wieder nur sieben Minuten später ging Linz die linke Bahn steil, legte auf Fiß ab, der den völlig blanken Noak bedient und "Locke" netzte flach zum 3:1 ein. Preußen konnte von der Bank nachlegen, die wieder genesenen Gulov und Seidel brachten enorm frischen Wind und sorgten für reichlich Entlastung, denn die Gastgeber setzten mit vier Spielerwechseln alles auf eine Karte. Der eingewechselte Fischer verzog nach einem Einwurf knapp, den Freistoß von Kirchner aus 22 Metern holte Patzer aus dem Dreiangel, es war wohl der Deckel auf den Auswärtssieg, denn ein Anschlusstreffer zehn Minuten vor dem Ende hätte für eine wilde Schlussphase gesorgt.
So war es dem Rückkehrer vorbehalten, dem Comebackmärchen noch die Kirsche auf die Sahnetorte zu setzen. Gulov steckte stark auf Fiß durch, der spitzelte den Ball an Bradsch vorbei zum Vierten. Das wars im schönen Geratal, die Preußen-Fans feierten noch im schmucken Vereinsheim mit fairen Gastgebern, die natürlich enttäuscht waren. Nach der unglücklichen Hinspielniederlage war dieser Sieg für die Kurstädter Elf eine Befreiung. Mit 21 Punkten wurde ein bisschen Luft nach unten geschaffen. Im nächsten Heimspiel gegen die 9-Tore-Frankenhäuser vom Samstag wird es eine erneute große Aufgabe zu punkten. Mit einem nun aber wieder vollen Kader sollte einiges möglich sein und wer weiß, wie lange das Comeback vom Rekordtorjäger noch anhält. Dass es Martin Fiß mit zwei Vorlagen und einem Treffer immer noch drauf hat, daran haben die Preußen nie gezweifelt und sind dankbar für seine Unterstützung für die junge Truppe.
Tore: 1:0 Igbariya (14.), 1:1 Linz (51.), 1:2 Linz (58.), 1:3 Noak (65.), 1:4 Fiß (82.)
FSV Preußen: Patzer, Engel, Dolzer, Meißner, Linz (89. Schuhmacher), Pawlak, Mönchgesang, Schack (90.+1 Seifert), Noak (72. Seidel), Reinhold (58. Gulov), Fiß (85. Harbauer)
Autor: redDas im Vorfeld als absolut richtungsweisend eingestufte Duell mit dem Tabellennachbarn endete erstmals nach 10 Jahren wieder mit einem Sieg für die Gäste beim jahrelangen Rivalen in der Saveway-Arena. In der Trainingswoche verdichtete sich das Comeback vom langjährigen Torjäger Martin Fiß, der die Torflaute mit zwei mageren Törchen aus vier Spielen bei den Preußen beenden sollte. Er stand auch gleich in der Startelf, genauso wie die zuletzt schmerzlich vermissten Dolzer und Meißner, dafür musste Fabrice Harnisch aufgrund eines Infekts kurzfristig passen.
Auch die Gastgeber wussten um die Brisanz der Partie und hatten wieder Sennewald am Start, für Torjäger Zachert reichte es jedoch nicht. Nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Horst Bachmann war zunächst Vorsicht geboten, es gab kaum gelungene Spielzüge, es ging eher um Fehlervermeidung als um Torerzielung. Und der erste gute Angriff der Gastgeber saß und schockte die Preußen ins Knochenmark. Reykowski ließ die rechte Abwehrseite schlecht aussehen, tankte sich bis in den Sechzehner durch, Igbariya verwertete seine Eingabe für den chancenlosen Patzer zum 1:0. Ein Gegentor in der Anfangsviertelstunde sollte unbedingt vermieden werden, jetzt musste das With-Team darauf reagieren.
Ein erster zaghafter Abschluss von Noak war noch eine sichere Beute von Keeper Bradsch, der aber in der Folge bei den Distanzschüssen von Linz, Schack und Pawlak oder bei Ecken immer wieder Unsicherheiten zeigte. In Minute 33 allerdings reagierte er bravourös, Fiß setzte Reinhold stark in Szene, der hätte sich die Ecke allein vor Bradsch aussuchen können, scheiterte aber am Keeper und die zahlreichen Preußen-Anhänger rauften sich die Haare. Aber auch sein Gegenüber musste zweimal gegen Reykowski großartig retten. Den Freistoß kurz vor der Halbzeit von der Strafraumgrenze hatten auch einige Heimanhänger schon drin gesehen, Patzer kratzte ihn irgendwie aus dem unteren Eck. So ging es aus Preußen-Sicht etwas ratlos in die Pause, eigentlich war der Gast sich im Klaren, dass eine Niederlage wäre fatal, auch wenn zwar mehr Torabschlüsse in Halbzeit Eins zu verzeichnen waren, aber spielerisch war das alles sehr überschaubar.
Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts mussten die Preußen erneut tief durchatmen, Sennewald ging allein auf Linksaußen durch, scheiterte aber aus spitzem Winkel am erneut stark parierenden Patzer. Irgendwie musste ein Brustlöser, eine gute Aktion her, um ins Spiel zu kommen. Und für die sorgten Schack und Linz. In der 51. Minute brachte Schack eine punktgenaue Flanke vors Tor, die Darius Linz mittels Flugkopfball und seinem ersten Saisontreffer an Bradsch vorbei ins Netz katapultierte. Jetzt merkte das Wirth-Team zunehmend, wie das Selbstvertrauen in die Köpfe zurückkehrte. Martin Fiß rannte nun des Öfteren seinem Gegenspieler auf und davon, sein Grundliniendurchbruch war der Ausgangspunkt zur Führung, er legte auf Linz ab, der trocken den Ball aus acht Metern unters Dach hämmerte und gleich mal seinen zweiten Saisontreffer nachsteuerte.
Und wieder nur sieben Minuten später ging Linz die linke Bahn steil, legte auf Fiß ab, der den völlig blanken Noak bedient und "Locke" netzte flach zum 3:1 ein. Preußen konnte von der Bank nachlegen, die wieder genesenen Gulov und Seidel brachten enorm frischen Wind und sorgten für reichlich Entlastung, denn die Gastgeber setzten mit vier Spielerwechseln alles auf eine Karte. Der eingewechselte Fischer verzog nach einem Einwurf knapp, den Freistoß von Kirchner aus 22 Metern holte Patzer aus dem Dreiangel, es war wohl der Deckel auf den Auswärtssieg, denn ein Anschlusstreffer zehn Minuten vor dem Ende hätte für eine wilde Schlussphase gesorgt.
So war es dem Rückkehrer vorbehalten, dem Comebackmärchen noch die Kirsche auf die Sahnetorte zu setzen. Gulov steckte stark auf Fiß durch, der spitzelte den Ball an Bradsch vorbei zum Vierten. Das wars im schönen Geratal, die Preußen-Fans feierten noch im schmucken Vereinsheim mit fairen Gastgebern, die natürlich enttäuscht waren. Nach der unglücklichen Hinspielniederlage war dieser Sieg für die Kurstädter Elf eine Befreiung. Mit 21 Punkten wurde ein bisschen Luft nach unten geschaffen. Im nächsten Heimspiel gegen die 9-Tore-Frankenhäuser vom Samstag wird es eine erneute große Aufgabe zu punkten. Mit einem nun aber wieder vollen Kader sollte einiges möglich sein und wer weiß, wie lange das Comeback vom Rekordtorjäger noch anhält. Dass es Martin Fiß mit zwei Vorlagen und einem Treffer immer noch drauf hat, daran haben die Preußen nie gezweifelt und sind dankbar für seine Unterstützung für die junge Truppe.
Tore: 1:0 Igbariya (14.), 1:1 Linz (51.), 1:2 Linz (58.), 1:3 Noak (65.), 1:4 Fiß (82.)
FSV Preußen: Patzer, Engel, Dolzer, Meißner, Linz (89. Schuhmacher), Pawlak, Mönchgesang, Schack (90.+1 Seifert), Noak (72. Seidel), Reinhold (58. Gulov), Fiß (85. Harbauer)

