Ministerpräsident Voigt besuchte Hallengelände
Neuanfang für Federn Oßwald in Mühlhausen möglich
Montag, 17. Februar 2025, 16:50 Uhr
Nach dem verheerenden Brand im Mühlhäuser Traditionsunternehmen Federn Oßwald könnte es zu einer glücklichen Wendung kommen. Die Entwicklung hat heute selbst den Thüringer Ministerpräsidenten Mario Voigt auf das ehemalige Werksgelände des Autoteilezulieferers Schaeffler gelockt …
Nur einen Steinwurf von der Brandstätte im Mühlhäuser Gewerbegebiet entfernt steht seit Ende des letzten Jahres eine große Werkshalle frei. Zuletzt vom Großunternehmen Schaeffler genutzt war die städtische Immobile vorher von Vitesco und davor von Continental angemietet. Frank Schütze, der hier sein gesamtes Arbeitsleben verbrachte und als fachkundiger Berater für die nächsten Tage und Wochen bereitsteht, erzählte der uhz online von der Geschichte der Halle. Einst war hier ein Möbelwerk zu DDR-Zeiten und auch für Werkzeugbau wurde die Halle damals genutzt.
Das Gebäude selbst ist über 100 Meter lang und gut 2.800 Quadratmeter groß. Zusätzlich gibt es daneben zwei kleinere Hallen, die ebenfalls der Stadt Mühlhausen gehören und den fachlichen Ansprüchen der Oßwalds genügen würden. Waren diese Hallen bisher auf Mietbasis von der Stadt zu pachten, so sollen sie nun auf Beschluss des Stadtrates verkauft werden. Die Oßwalds haben sofort nach dem Unglück reagiert und ein Gebot abgegeben; allerdings sind zwei weitere Bewerber um die Halle im Rennen. Diesen Wettbewerb wird nun die Mühlhäuser Abgeordneten auf ihrer nächsten Sitzung Ende Februar zu entscheiden haben.
Mario Voigt, Thüringens neuer Ministerpräsident, kam heute nach einer Klausurtagung in der Stadt im Gefolge weiterer Geschäftsleute aus der Region mit den Oßwalds zusammen, um die Lage vor Ort selbst einschätzen zu können. Er bezeichnete die Firma Oßwald als einen lokalen Champion und verwies auch auf das große soziale Engagement des Unternehmens. Die Stadtväter sollten sich genau überlegen, ob sie sich bei der Auswahl nur auf das finanziell beste Angebot konzentrieren, gab Voigt zu bedenken. Christian Fröhlich, als Vertreter der Wirtschaftsförderung in der Mühlhäuser Stadtverwaltung, unterrichtete den Ministerpräsidenten über die angedachten Kaufpreise für den Hallenkomplex. Der gut in der Region vernetzte Mario Voigt würde sich freuen, wenn es zu einem Abschluss im Sinne der Oßwalds käme. Denn er glaubt, dass sie auch zukünftig den Standort weiter entwickeln können und der Stadt wertvolle Unterstützung gewähren.
Die Geschäftsführer des brandgeschädigten Unternehmens versicherten, nicht nur die Halle kaufen, sondern auch hier investieren zu wollen. Es ist unser größter Wunsch, hier in unserer Mühlhäuser Heimat bleiben und weiter arbeiten zu können, sagte der Seniorchef und ergänzte, dass man ein interessantes Kaufangebot abgegeben habe.
Juniorchef Matthias Oßwald lobte die schnelle, unbürokratische Hilfe der Stadtverwaltung, die helfe, den Beschäftigten seiner Firma ihre Existenzängste zu nehmen. Wenn wir wieder neu bauen, dann wollen wir das auch hier tun, bekräftigte er die Absichten der Firma. Es hat uns allen viel Kraft gegeben, dass die Stadt und der Oberbürgermeister Bruns so schnell reagiert und ihre Unterstützung angeboten haben. Nun zähle aber jeder weitere Tag, der neue Kosten aufwerfe, ehe die Halle bezogen werden könne. Glücklicherweise war die abgebrannte Halle dahingehend versichert, dass die verbrannten Teile ersetzt werden.
Die derzeit anfallenden betriebsbedingten Mehrkosten jedoch nicht. Um Sicherheit für unseren Standort zu haben, wollen wir die Halle unbedingt kaufen, sagte Mathias Oßwald gegenüber unserer Zeitung und hofft auf ein günstiges Votum des Mühlhäuser Stadtrats. Neben der Unterstützung aus der Politik von Seiten des heute anwesenden Ministerpräsidenten und des CDU-Bundestagskandidaten, Christian Hirte, können sich die Oßwalds auch der Hilfe durch andere größere Firmen der Region sicher sein. Universal-Bau-Chef Robert Böhm und Brunnenbauer Matthias Conrad standen ihren befreundeten Kollegen heute bei und versicherten ihre aktive Hilfe. Wenn die Bauarbeiten beginnen können, wollen sie Arbeitskräfte freisetzen, damit zügig der komplette Betrieb bei Oßwald wieder aufgenommen werden kann.
Jetzt liegt es an den Mühlhäuser Stadträten, die es auf ihrer nächsten Sitzung in der Hand haben, einem alteingesessenen heimischen Unternehmen nach einem schweren Schicksalsschlag den Weg für einen Neuanfang zu bereiten. Geworben wurde heute schon einmal intensiv dafür.
Olaf Schulze
Autor: oschNur einen Steinwurf von der Brandstätte im Mühlhäuser Gewerbegebiet entfernt steht seit Ende des letzten Jahres eine große Werkshalle frei. Zuletzt vom Großunternehmen Schaeffler genutzt war die städtische Immobile vorher von Vitesco und davor von Continental angemietet. Frank Schütze, der hier sein gesamtes Arbeitsleben verbrachte und als fachkundiger Berater für die nächsten Tage und Wochen bereitsteht, erzählte der uhz online von der Geschichte der Halle. Einst war hier ein Möbelwerk zu DDR-Zeiten und auch für Werkzeugbau wurde die Halle damals genutzt.
Das Gebäude selbst ist über 100 Meter lang und gut 2.800 Quadratmeter groß. Zusätzlich gibt es daneben zwei kleinere Hallen, die ebenfalls der Stadt Mühlhausen gehören und den fachlichen Ansprüchen der Oßwalds genügen würden. Waren diese Hallen bisher auf Mietbasis von der Stadt zu pachten, so sollen sie nun auf Beschluss des Stadtrates verkauft werden. Die Oßwalds haben sofort nach dem Unglück reagiert und ein Gebot abgegeben; allerdings sind zwei weitere Bewerber um die Halle im Rennen. Diesen Wettbewerb wird nun die Mühlhäuser Abgeordneten auf ihrer nächsten Sitzung Ende Februar zu entscheiden haben.
Mario Voigt, Thüringens neuer Ministerpräsident, kam heute nach einer Klausurtagung in der Stadt im Gefolge weiterer Geschäftsleute aus der Region mit den Oßwalds zusammen, um die Lage vor Ort selbst einschätzen zu können. Er bezeichnete die Firma Oßwald als einen lokalen Champion und verwies auch auf das große soziale Engagement des Unternehmens. Die Stadtväter sollten sich genau überlegen, ob sie sich bei der Auswahl nur auf das finanziell beste Angebot konzentrieren, gab Voigt zu bedenken. Christian Fröhlich, als Vertreter der Wirtschaftsförderung in der Mühlhäuser Stadtverwaltung, unterrichtete den Ministerpräsidenten über die angedachten Kaufpreise für den Hallenkomplex. Der gut in der Region vernetzte Mario Voigt würde sich freuen, wenn es zu einem Abschluss im Sinne der Oßwalds käme. Denn er glaubt, dass sie auch zukünftig den Standort weiter entwickeln können und der Stadt wertvolle Unterstützung gewähren.
Die Geschäftsführer des brandgeschädigten Unternehmens versicherten, nicht nur die Halle kaufen, sondern auch hier investieren zu wollen. Es ist unser größter Wunsch, hier in unserer Mühlhäuser Heimat bleiben und weiter arbeiten zu können, sagte der Seniorchef und ergänzte, dass man ein interessantes Kaufangebot abgegeben habe.
Juniorchef Matthias Oßwald lobte die schnelle, unbürokratische Hilfe der Stadtverwaltung, die helfe, den Beschäftigten seiner Firma ihre Existenzängste zu nehmen. Wenn wir wieder neu bauen, dann wollen wir das auch hier tun, bekräftigte er die Absichten der Firma. Es hat uns allen viel Kraft gegeben, dass die Stadt und der Oberbürgermeister Bruns so schnell reagiert und ihre Unterstützung angeboten haben. Nun zähle aber jeder weitere Tag, der neue Kosten aufwerfe, ehe die Halle bezogen werden könne. Glücklicherweise war die abgebrannte Halle dahingehend versichert, dass die verbrannten Teile ersetzt werden.
Die derzeit anfallenden betriebsbedingten Mehrkosten jedoch nicht. Um Sicherheit für unseren Standort zu haben, wollen wir die Halle unbedingt kaufen, sagte Mathias Oßwald gegenüber unserer Zeitung und hofft auf ein günstiges Votum des Mühlhäuser Stadtrats. Neben der Unterstützung aus der Politik von Seiten des heute anwesenden Ministerpräsidenten und des CDU-Bundestagskandidaten, Christian Hirte, können sich die Oßwalds auch der Hilfe durch andere größere Firmen der Region sicher sein. Universal-Bau-Chef Robert Böhm und Brunnenbauer Matthias Conrad standen ihren befreundeten Kollegen heute bei und versicherten ihre aktive Hilfe. Wenn die Bauarbeiten beginnen können, wollen sie Arbeitskräfte freisetzen, damit zügig der komplette Betrieb bei Oßwald wieder aufgenommen werden kann.
Jetzt liegt es an den Mühlhäuser Stadträten, die es auf ihrer nächsten Sitzung in der Hand haben, einem alteingesessenen heimischen Unternehmen nach einem schweren Schicksalsschlag den Weg für einen Neuanfang zu bereiten. Geworben wurde heute schon einmal intensiv dafür.
Olaf Schulze



















