Netzwerks Reichsgerichtsbarkeit in Mühlhausen
Feder und Recht
Freitag, 13. September 2019, 08:12 Uhr
Seit 1999 veranstaltet das Netzwerk Reichsgerichtsbarkeit in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Reichskammergerichtsforschung Nachwuchstagungen, deren Ergebnisse auch publiziert werden.
Die Tagungen finden zumeist jährlich wechselnd in Wetzlar und in Wien – den beiden letzten Standorten der Reichsgerichte – statt. Dass nunmehr erstmals Mühlhausen Gastgeber ist, geht auf die Initiative von Dr. Antje Schloms, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Stadtarchivs Mühlhausen, zurück. Sie zeigt sich auch federführend für die Organisation. Die Durchführung wird ermöglicht durch die Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung.
Die inhaltliche Ausgestaltung erfolgt durch das Netzwerk Reichsgerichtsbarkeit. Im Aufruf zur Einreichung von Beiträgen heißt es: Die Konferenz wird am historischen Ort in Mühlhausen stattfinden, einer ehemaligen Reichsstadt von großer Bedeutung, welche die Vielfalt frühneuzeitlicher Gerichtsbarkeit bündelt. Beiträge zu Schriftlichkeit und Gerichtswesen in Thüringen und Mühlhausen sowie zum Mühlhäuser Rechtsbuch sind sehr willkommen und werden bevorzugt berücksichtigt. Ebenso werden Untersuchungen jenseits des römisch-deutschen Reiches ausdrücklich begrüßt.
Ein zentrales Anliegen der Tagung ist es, mit Blick auf die Schriftlichkeit im Gerichtswesen der Vormoderne (etwa 1300 bis 1800) interdisziplinäre Vergleichsperspektiven zu eröffnen. Dabei stehen vier Themenschwerpunkte mit möglichen Fragestellungen im Vordergrund:
Um sich diesen Schwerpunkten auf aktuelle Weise zu nähern, die verschiedenen Studien und interdisziplinären Ansätze zusammenzuführen und zu einer übergreifenden Perspektive auf Schriftlichkeit im Gerichtswesen beizutragen, sind – neben renommierten Forscher/-innen –Nachwuchswissenschaftler/-innen dazu eingeladen, aus ihren aktuellen Forschungen (Dissertationen, Habilitationen, laufenden Forschungsprojekten) zu berichten und gemeinsam zu diskutieren.
Das 1996 gegründete Netzwerk Reichsgerichtsbarkeit wurde als Forum für Nachwuchswissenschaftler gegründet, die über die beiden obersten Gerichte des römisch-deutschen Reiches (Reichskammergericht/Reichshofrat) arbeiten und/oder deren Gerichtsakten als Quellen nutzen. Ziel ist es, die laufenden Forschungen zu vernetzen und den Austausch über die Fächergrenzen hinweg zu fördern.
Diskutanten und Hörer sind willkommen. Zudem ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich zu einem Abendvortrag am Donnerstag, 19. September, 19:30 Uhr, in der Kilianikirche eingeladen. Nach einer Einführung von Prof. Dr. Anja Amend-Traut wird Prof. Dr. Eberhard Isenmann in seinem Vortrag Ich ziehe in Betracht, stimme aber nicht zu über Aufgaben und Arbeitsweise spätmittelalterlicher Juristen sprechen. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung nicht erforderlich.
Autor: redDie Tagungen finden zumeist jährlich wechselnd in Wetzlar und in Wien – den beiden letzten Standorten der Reichsgerichte – statt. Dass nunmehr erstmals Mühlhausen Gastgeber ist, geht auf die Initiative von Dr. Antje Schloms, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Stadtarchivs Mühlhausen, zurück. Sie zeigt sich auch federführend für die Organisation. Die Durchführung wird ermöglicht durch die Friedrich-Christian-Lesser-Stiftung.
Die inhaltliche Ausgestaltung erfolgt durch das Netzwerk Reichsgerichtsbarkeit. Im Aufruf zur Einreichung von Beiträgen heißt es: Die Konferenz wird am historischen Ort in Mühlhausen stattfinden, einer ehemaligen Reichsstadt von großer Bedeutung, welche die Vielfalt frühneuzeitlicher Gerichtsbarkeit bündelt. Beiträge zu Schriftlichkeit und Gerichtswesen in Thüringen und Mühlhausen sowie zum Mühlhäuser Rechtsbuch sind sehr willkommen und werden bevorzugt berücksichtigt. Ebenso werden Untersuchungen jenseits des römisch-deutschen Reiches ausdrücklich begrüßt.
Ein zentrales Anliegen der Tagung ist es, mit Blick auf die Schriftlichkeit im Gerichtswesen der Vormoderne (etwa 1300 bis 1800) interdisziplinäre Vergleichsperspektiven zu eröffnen. Dabei stehen vier Themenschwerpunkte mit möglichen Fragestellungen im Vordergrund:
- · Formen der Schriftlichkeit
- · Das Verhältnis von Mündlichkeit und Schriftlichkeit
- · Nutzung der Schriftlichkeit
- · Die Überlieferung
Um sich diesen Schwerpunkten auf aktuelle Weise zu nähern, die verschiedenen Studien und interdisziplinären Ansätze zusammenzuführen und zu einer übergreifenden Perspektive auf Schriftlichkeit im Gerichtswesen beizutragen, sind – neben renommierten Forscher/-innen –Nachwuchswissenschaftler/-innen dazu eingeladen, aus ihren aktuellen Forschungen (Dissertationen, Habilitationen, laufenden Forschungsprojekten) zu berichten und gemeinsam zu diskutieren.
Das 1996 gegründete Netzwerk Reichsgerichtsbarkeit wurde als Forum für Nachwuchswissenschaftler gegründet, die über die beiden obersten Gerichte des römisch-deutschen Reiches (Reichskammergericht/Reichshofrat) arbeiten und/oder deren Gerichtsakten als Quellen nutzen. Ziel ist es, die laufenden Forschungen zu vernetzen und den Austausch über die Fächergrenzen hinweg zu fördern.
Diskutanten und Hörer sind willkommen. Zudem ist die interessierte Öffentlichkeit herzlich zu einem Abendvortrag am Donnerstag, 19. September, 19:30 Uhr, in der Kilianikirche eingeladen. Nach einer Einführung von Prof. Dr. Anja Amend-Traut wird Prof. Dr. Eberhard Isenmann in seinem Vortrag Ich ziehe in Betracht, stimme aber nicht zu über Aufgaben und Arbeitsweise spätmittelalterlicher Juristen sprechen. Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung nicht erforderlich.
