Literatur und Musik am Baumkronenpfad
Dienstag, 16. Juni 2015, 17:28 Uhr
Am 18. Juni 2015 um 19.30 Uhr findet am Baumkronenpfad im Nationalpark Hainich die nächste Veranstaltung der Reihe Literatur und Musikstatt. Das Thema der Veranstaltung lautet: Taterndorf – Simone Knodel liest aus dem historischen Roman von
Johanna Marie Jakob.
Simone Knodel liest aus dem historischen Roman von Johanna Marie Jakob. (Foto: Agentur)
Preußen 1831: Wilhelm Blankenburg ist voller Enthusiasmus, als ihn der Naumburger Missionsverein mit einer ungewöhnlichen Aufgabe betraut: In dem Provinzdorf Friedrichslohra soll er einen Sinti-Stamm aus bitterer Armut führen, ansiedeln und die Kinder unterrichten.
Er trifft mit seiner jungen Frau Magdalena auf ein kleines, lebenslustiges Volk, mittellos, verachtet und ausgenutzt von den Einheimischen. Das Dorf ist gespalten vom Gegensatz zweier Konfessionen, die Weber und Wollspinner fristen selbst ein karges Dasein. Die beiden Missionare gewinnen das Vertrauen der "Tatern", bauen für sie eine Schule und ein Wohnhaus. Doch die Dörfer sind missgünstig und als Magdalena am Sinn ihrer Aufgabe zu zweifeln beginnt, droht nicht nur die Mission zu scheitern …
Aufgewachsen ist Jo-Marie Jakob dort, wo sie auch heute noch lebt: im Norden Thüringens, am Fuße des Harzes.Über ihrem Heimatdorf Großlohra wacht – oder besser: schläft – die halbvergessene Burgruine Lohra (altdeutsch: Lare), die von Historikern wegen ihrer romanischen Doppelkapelle geschätzt wird. Ein Wanderer benötigt von dort aus höchstens eine Stunde bis zur Basilika Münchenlohra (Mönkelare), ebenfalls romanischen Ursprungs.
Der Atem der Geschichte weht hier am Fuße der Hainleite also jedem um die Nase. Im Spätsommer 2014 verlegt sie eigenständig "Taterndorf", ein Roman über ihr Heimatdorf Friedrichslohra im damaligen Preußen. Es wird noch heute Taternlohra genannt, denn es gelangte im 19. Jahrhundert zu einer traurigen Berühmtheit, weil es seine ganz eigene Geschichte im Umgang mit Zigeunern schrieb.
Die Karten gibt es direkt im Nationalparkzentrum an der Thiemsburg.
Autor: redJohanna Marie Jakob.
Simone Knodel liest aus dem historischen Roman von Johanna Marie Jakob. (Foto: Agentur)
Preußen 1831: Wilhelm Blankenburg ist voller Enthusiasmus, als ihn der Naumburger Missionsverein mit einer ungewöhnlichen Aufgabe betraut: In dem Provinzdorf Friedrichslohra soll er einen Sinti-Stamm aus bitterer Armut führen, ansiedeln und die Kinder unterrichten. Er trifft mit seiner jungen Frau Magdalena auf ein kleines, lebenslustiges Volk, mittellos, verachtet und ausgenutzt von den Einheimischen. Das Dorf ist gespalten vom Gegensatz zweier Konfessionen, die Weber und Wollspinner fristen selbst ein karges Dasein. Die beiden Missionare gewinnen das Vertrauen der "Tatern", bauen für sie eine Schule und ein Wohnhaus. Doch die Dörfer sind missgünstig und als Magdalena am Sinn ihrer Aufgabe zu zweifeln beginnt, droht nicht nur die Mission zu scheitern …
Aufgewachsen ist Jo-Marie Jakob dort, wo sie auch heute noch lebt: im Norden Thüringens, am Fuße des Harzes.Über ihrem Heimatdorf Großlohra wacht – oder besser: schläft – die halbvergessene Burgruine Lohra (altdeutsch: Lare), die von Historikern wegen ihrer romanischen Doppelkapelle geschätzt wird. Ein Wanderer benötigt von dort aus höchstens eine Stunde bis zur Basilika Münchenlohra (Mönkelare), ebenfalls romanischen Ursprungs.
Der Atem der Geschichte weht hier am Fuße der Hainleite also jedem um die Nase. Im Spätsommer 2014 verlegt sie eigenständig "Taterndorf", ein Roman über ihr Heimatdorf Friedrichslohra im damaligen Preußen. Es wird noch heute Taternlohra genannt, denn es gelangte im 19. Jahrhundert zu einer traurigen Berühmtheit, weil es seine ganz eigene Geschichte im Umgang mit Zigeunern schrieb.
Die Karten gibt es direkt im Nationalparkzentrum an der Thiemsburg.
