Denkmalstiftung fördert wieder Windmühle in Schlotheim
Dienstag, 02. Juni 2015, 19:39 Uhr
Die Windmühle in Schlotheim im Unstrut-Hainich-Kreis hat stark gelitten: Starke Rissbildung im Bereich des Bruchsteinmauerwerks, eine schadhafte Dachhaut und eindringende Nässe, Schäden an den Deckenbalken und den Holzpodesten, die Aufhängung der Windrose ist völlig defekt, die Konstruktion der Flügel schadhaft.
Nun hat Hans-Ulrich Pohlmann, Ortskurator Mühlhausen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), am Dienstag, den 2. Juni, an Bürgermeister Hans-Joachim Roth für die Mauerwerkssanierung des Turmschafts einen Fördervertrag über 20.000 Euro überbracht. So erhält das technische Denkmal auch weitere Mittel von der Städtebauförderung. In den Betrag ist auch eine Geldauflage eingeflossen.
Die Turmholländermühle wurde 1861 als einfache zweigeschossige Mühle errichtet. Das Mauerwerk des massiven, konischen Schaftes besteht unten aus Naturstein, dann aus Kalkstein und im oberen Bereich aus Backstein. 1922 wurde der Mühlenturm um fünf Meter aufgestockt. Er bekam ein neues Flügelkreuz mit Volljalousie und eine Haube mit Windrose, durch die sich die Mühle automatisch in den Wind drehen konnte. Die Kraftübertragung der neuen Technik übernahm eine Transmission, die die hölzerne Königswelle ablöste. Bei Windflaute wurden ein Gas- bzw. später ein Dieselmotor zugeschaltet.
Ab 1969 wurde nur noch mit Elektrokraft geschrotet. Schließlich wurde die Mühlentechnik teilweise abgebaut und verkauft.
Die Schlotheimer Windmühle ist eines von über 420 Projekten, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte. Da von den einst 27 Windmühlen des Kreises nur noch fünf erhalten sind, besitzt der Bau einen besonderen wirtschaftsgeschichtlichen Zeugniswert.
Autor: redNun hat Hans-Ulrich Pohlmann, Ortskurator Mühlhausen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), am Dienstag, den 2. Juni, an Bürgermeister Hans-Joachim Roth für die Mauerwerkssanierung des Turmschafts einen Fördervertrag über 20.000 Euro überbracht. So erhält das technische Denkmal auch weitere Mittel von der Städtebauförderung. In den Betrag ist auch eine Geldauflage eingeflossen.
Die Turmholländermühle wurde 1861 als einfache zweigeschossige Mühle errichtet. Das Mauerwerk des massiven, konischen Schaftes besteht unten aus Naturstein, dann aus Kalkstein und im oberen Bereich aus Backstein. 1922 wurde der Mühlenturm um fünf Meter aufgestockt. Er bekam ein neues Flügelkreuz mit Volljalousie und eine Haube mit Windrose, durch die sich die Mühle automatisch in den Wind drehen konnte. Die Kraftübertragung der neuen Technik übernahm eine Transmission, die die hölzerne Königswelle ablöste. Bei Windflaute wurden ein Gas- bzw. später ein Dieselmotor zugeschaltet.
Ab 1969 wurde nur noch mit Elektrokraft geschrotet. Schließlich wurde die Mühlentechnik teilweise abgebaut und verkauft.
Die Schlotheimer Windmühle ist eines von über 420 Projekten, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Thüringen fördern konnte. Da von den einst 27 Windmühlen des Kreises nur noch fünf erhalten sind, besitzt der Bau einen besonderen wirtschaftsgeschichtlichen Zeugniswert.
