uhz-online

Thügida-Demo – alles friedlich geblieben

Montag, 01. Juni 2015, 23:11 Uhr
Mühlhausen – Kleiner Blobach und großer Blobach – 1. Juni, eigentlich Kindertag – die verkappten Rechten haben für diesen Montag die Kreisstadt des Unstrut-Hainich-Kreises für ihren Aufmarsch als Thügida ausgewählt, um ihr Gedankengut unter die Massen zu bringen. Das Polizeiaufgebot ist beeindruckend.

Mühlhäuser demonstrieren für eine bunte Stadt (Foto: Klaus-Dieter Mix) Mühlhäuser demonstrieren für eine bunte Stadt (Foto: Klaus-Dieter Mix) Während sich der kleine Blobach als Ausgangspunkt der Demo der Thügida nur langsam füllte, waren auf der Gegenseite schon viele Demonstranten vor Ort, um einen wirksamen Gegenpol zu setzen. Tino Gassmann (Bündnis 90/Grüne), Jörg Kubitzki (Die Linke) und Claudia Zanker (SPD) machten in ihren Wortmeldungen übereinstimmend deutlich, dass in Mühlhausen für die Rechten kein Platz sei, dass Mühlhausen bunt und weltoffen ist und dass man sich einer Willkommenskultur verbunden fühlt.

Jörg Kubitzki macht deutlich, dass er es eine Frechheit findet, dass die Rechten ausgerechnet den Kindertag für eine solche Demonstration verbunden mit einem Marsch durch die Mühlhäuser Innenstadt missbrauchen. Er erzählte auch, dass er am heutigen Tag in einer Kindereinrichtung der Stadt zu Gast war und dort erleben konnte, dass unsere Kinder und ausländische Kinder sehr gut miteinander können und keine Probleme haben.

„Man sieht, dass die Erwachsenen von den Kindern auch lernen können und es schön wäre, wenn dieses friedliche Zusammenleben auch im täglichen Miteinander umgesetzt werden könnte.“ Weiterhin äußerte er auch Verständnis für die Menschen, die beispielsweise in Görmar oder im Wohngebiet Forstberg leben, dass diese skeptisch gegenüber der Erstaufnahmeeinrichtung sind.

Die Thügida formiert sich auf dem kleinen Blobach zum Demonstrationszug durch die Innenstadt. (Foto: Foto: Mix) Die Thügida formiert sich auf dem kleinen Blobach zum Demonstrationszug durch die Innenstadt. (Foto: Foto: Mix)
Kurz vor 20 Uhr setzt sich dann die Thügida Demo in Bewegung, voran mit dem Spruchband „Wir sind das Volk“. In Richtung Steinweg, Obermarkt geht es an den Gegendemonstranten vorbei mit verbalen Duellen, denen aber keine körperlichen Auseinandersetzungen folgen.

Gegen 21 Uhr löst sich der Demonstrationszug in Höhe des Hanfsackes am unteren Steinweg auf und die Teilnehmer bewegen sich in Richtung Blobach, um Mühlhausen zu verlassen.

Positives Fazit: Keine Gewalt, Mühlhausen hat Gesicht gegen Rechts gezeigt.

Feststellung – Mühlhausen zeigt sich, das Engagement der aktiven, sich in der Öffentlichkeit präsentierenden Bürgerinnen und Bürger aber ist objektiv betrachtet im Vergleich zu der breiten Masse, die auch als Schaulustige am Blobach überschaubar waren, einfach zu wenig!
Autor: red

Drucken ...
Alle Texte, Bilder und Grafiken dieser Web-Site unterliegen dem Urherberrechtsschutz.
© 2026 uhz-online.de