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Das darf man nicht vergessen!

Sonntag, 03. Mai 2015, 19:03 Uhr
Anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus fand in der 3K Theaterwerkstatt Kilianikirche heute ein Gedenktag unter dem Motto „70 Jahre danach – Ein Gedenktag wird zum Festtag“ statt.

Ein kleines Präsent als Dankeschön erhielten die zur Lesung anwesenden Zeitzeugen. (Foto: Foto: Mix) Ein kleines Präsent als Dankeschön erhielten die zur Lesung anwesenden Zeitzeugen. (Foto: Foto: Mix)
Ziel der Veranstaltung im Rahmen des bundesweiten Projekts des Anne Frank Zentrums Berlin war es das Geschichtsbewusstsein zu fördern und die Geschehnisse in der Zeit des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Mit insgesamt 14 regionalen und überregionalen Zeitzeugen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler aus Mühlhausen und Großengottern zusammen. Es wurde gemeinsam eine filmische Dokumentation gefertigt, Herstellung Ronny Ludwig, die durch die Schilderungen der Erlebnisse und Erinnerungen der Zeitzeugen einen sehr persönlichen Einblick in die Zeit des Nationalsozialismus gab.

Kulinarischer Höhepunkt des Nachmittages war der Sonntagseintopf aus der Gulaschkanone, gereicht von Diana Flötenmeier und Heiko Scholz. (Foto: Foto: Mix) Kulinarischer Höhepunkt des Nachmittages war der Sonntagseintopf aus der Gulaschkanone, gereicht von Diana Flötenmeier und Heiko Scholz. (Foto: Foto: Mix)
Die im KAFF ausgestellten Originaldokumente wurden vom Archiv der Stadt Mühlhausen, der Stadtbibliothek und von den Zeitzeugen selbst zur Verfügung gestellt. Diese Ausstellung „Lebenssplitter“aus der Zeit des zweiten Weltkrieges ist noch die kommende Wochen jeweils von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr zu sehen.

Besonders beeindruckend war die szenische Lesung mit Jugendlichen des Jugendtheaters Rudolstadt über die Verfolgung, Deportation und Vernichtung jüdischer Menschen, die Erinnerungen damals junger jüdischer Frauen zum Inhalt hatte.

Die beiden Protagonisten des Projektes, FSJlerin Alicia Tiarks und BDFler Ralf Bube, zeigten sich mit der Resonanz besonders der jungen Menschen auf die Filmdokumentation und den Gedankenaustausch sehr zufrieden. Die szenische Lesung sprach dann eher die ältere Generation an. Vor Beginn wurde den anwesenden Zeitzeugen mit einem kleinen Präsent für ihre Mitarbeit gedankt.

Anschließend wurden die Besucher, Gäste und Aktiven zu einem „Sonntagseintopf“, einer Suppe aus der Gulaschkanone eingeladen. Die Suppe war ausgezeichnet und könnte mit dem Attribut „deliziös“ in die Annalen der Küche des Brauhauses zum Löwen eingehen.
Der Dank für das gute Gelingen des Gedenktages geht an die Jugendlichen des 3K, die Jugendkunstschule, die Stadtverwaltung Mühlhausen und an den Rotary Club Mühlhausen.
Autor: red

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