Fr, 09:55 Uhr
25.09.2026
Stolperstein für einen Ortsteil
Gedenktafel erinnert an Pastor Zippel
Erstmals wird ein Mühlhäuser Stolperstein in einem Ortsteil verlegt – in Grabe. Der 78. Stein soll an Pastor Friedrich Zippel erinnern, der dort lebte und wirkte, bevor ihn die Gestapo 1941 verhaftete und ins KZ Dachau deportierte...
Zippel wohnte und wirkte in Grabe und schloss sich der Bekennenden Kirche an. Am 8. April 1941 wurde er verhaftet und in das Gestapo-Gefängnis auf dem Petersberg in Erfurt eingeliefert. Von dort wurde er in das Konzentrationslager Dachau deportiert.
Pastor Zippel überlebte die Haft und konnte im April 1945 in seine Pfarrstelle zurückkehren. Die Lebensbiografie haben in den vergangenen Monaten Ehrenamtliche aus Mühlhausen recherchiert und aufgearbeitet. Die Stadt Mühlhausen und der Christlich-Jüdische Arbeitskreis im Kirchenkreis Mühlhausen setzen mit dem 77. Stolperstein erneut ein sichtbares Zeichen für eine lebendige Gedenkkultur.
Die Verlegung, zu der alle Bürger herzlich eingeladen sind, findet statt am kommenden Donnerstag, den 1. Oktober, um 12 Uhr in der Hauptstraße 26, im Ortsteil Grabe vor dem ehemaligen Wohnhaus von Pastor Zippel statt. Im Gebäude befindet sich heute ein Kindergarten.
Hintergrund: Im Jahr 2010 begann die Stadt Mühlhausen, mit Stolpersteinen an Mühlhäuser Schicksale während des Holocaust zu erinnern. Sämtliche bisher verlegten Steine wurden durch Spenden von Bürgerinnen und Bürgern aus Mühlhausen finanziert. Die Stolpersteine - kleine quadratischen Gedenktafeln aus Messing - sind ein Kunstprojekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig und erinnern an Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In der Regel werden sie vor dem letzten frei gewählten Wohnhaus der Verfolgten in den Gehweg oder den jeweiligen Straßenbelag eingelassen.
Inzwischen mehr als 107.000 Stolpersteine in rund 1.900 Kommunen in Europa verlegt.
Autor: mdaZippel wohnte und wirkte in Grabe und schloss sich der Bekennenden Kirche an. Am 8. April 1941 wurde er verhaftet und in das Gestapo-Gefängnis auf dem Petersberg in Erfurt eingeliefert. Von dort wurde er in das Konzentrationslager Dachau deportiert.
Pastor Zippel überlebte die Haft und konnte im April 1945 in seine Pfarrstelle zurückkehren. Die Lebensbiografie haben in den vergangenen Monaten Ehrenamtliche aus Mühlhausen recherchiert und aufgearbeitet. Die Stadt Mühlhausen und der Christlich-Jüdische Arbeitskreis im Kirchenkreis Mühlhausen setzen mit dem 77. Stolperstein erneut ein sichtbares Zeichen für eine lebendige Gedenkkultur.
Die Verlegung, zu der alle Bürger herzlich eingeladen sind, findet statt am kommenden Donnerstag, den 1. Oktober, um 12 Uhr in der Hauptstraße 26, im Ortsteil Grabe vor dem ehemaligen Wohnhaus von Pastor Zippel statt. Im Gebäude befindet sich heute ein Kindergarten.
Hintergrund: Im Jahr 2010 begann die Stadt Mühlhausen, mit Stolpersteinen an Mühlhäuser Schicksale während des Holocaust zu erinnern. Sämtliche bisher verlegten Steine wurden durch Spenden von Bürgerinnen und Bürgern aus Mühlhausen finanziert. Die Stolpersteine - kleine quadratischen Gedenktafeln aus Messing - sind ein Kunstprojekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig und erinnern an Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. In der Regel werden sie vor dem letzten frei gewählten Wohnhaus der Verfolgten in den Gehweg oder den jeweiligen Straßenbelag eingelassen.
Inzwischen mehr als 107.000 Stolpersteine in rund 1.900 Kommunen in Europa verlegt.