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Do, 14:20 Uhr
17.09.2026
Mühlhäuser Bowlingclub BC 98

Berlin war der Anfang. Premnitz war die Antwort.

0:4 am Samstag, 4:0 am Sonntag: Das erste Bundesliga Wochenende des 1. Mühlhäuser Bowlingclub BC 98 hatte gleich alles, was den Sport spannend macht. Nach einem engen Auftakt in Berlin zeigt der Aufsteiger nur 24 Stunden später in Premnitz seine stärkste Seite und holt die ersten vier Punkte für den Klassenerhalt...

Zehn Jahre hat Mühlhausen auf diesen Moment gewartet. Und das erste Wochenende zurück in der 2. Bundesliga hatte gleich alles, was Sport spannend macht. Am Samstag stand nach vielen engen Duellen bei den Füchsen Berlin Reinickendorf ein 0:4 auf der Anzeigetafel. Nur 24 Stunden später folgte die Antwort. Beim TSV Chemie Premnitz 2 gewann der 1. Mühlhäuser BC mit 4:0 und holte die ersten vier wichtigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. Zwei Tage. Zwei völlig unterschiedliche Ergebnisse. Und eine Mannschaft, die gezeigt hat, dass sie in dieser Liga bestehen will.

Bild:
Mannschaft des 1. Mühlhäuser BC 98 beim ersten Bundesliga Spieltag in Berlin. Stehend von links: Jan Marthin, Moritz Richert, Mirko Rentsch, Daniel Große. Mittig sitzend: Marcel Keil. Vorne hockend: Lucas Haubold. (Foto: Marcel Keil)

Berlin: Enger als das 0:4 aussieht
Das Ergebnis klingt deutlicher, als die Begegnung tatsächlich war. Mit 16:22 Spielpunkten lagen beide Mannschaften über weite Strecken dicht beieinander. Viele Duelle wurden erst spät entschieden. Die Nervosität beim ersten Bundesligaauftritt seit langer Zeit war den Mühlhäusern phasenweise allerdings anzumerken.

Die Füchse nutzten das konsequent. Unter der Leitung ihres Coaches Michael Michailow, ehemaliger Nationalcoach des Team Deutschland, präsentierten sich die Berliner gut vorbereitet und abgeklärt. Nach der Pause musste Mühlhausen einen kompletten Block mit 0:5 Spielpunkten abgeben. Doch die Antwort kam sofort. Der folgende Block ging mit 5:0 an Mühlhausen. Am Gesamtergebnis änderte das nichts mehr. Berlin gewann mit 4:0 Wertungspunkten und 6.972:6.630 Pins. Aber Mühlhausen hatte gezeigt: Dieses Team kann reagieren.

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Premnitz: Die Nervosität war weg
Am Sonntag fühlte sich vieles anders an. Die kleine und enge Anlage in Premnitz erinnerte die Thüringer an viele Bowlinghallen aus der Heimat. Die Nervosität vom Vortag war kaum noch zu spüren. Stattdessen war die Lust auf diese Begegnung groß.
Und der Gegner hatte einen Namen.

Mit der zweiten Mannschaft des deutschen Rekordmeisters TSV Chemie Premnitz wartete ein Team mit enormer Bowlingtradition. Pokale, Medaillen und Urkunden in der Halle machten deutlich, welche Geschichte dieser Standort besitzt. Auf der Bahn stand unter anderem der ehemalige Vizeweltmeister Kai Grünther. Respekt war da. Angst nicht.

213:211 und plötzlich glaubten alle daran
Der erste große Moment kam gleich zu Beginn. Marcel Keil traf auf Sven Tangermann. Lange sah Tangermann wie der sichere Sieger aus. Doch Keil blieb dran und beendete das Spiel mit einer Strikekette. 213:211 für Mühlhausen. Nur zwei Pins Unterschied. Aber ein Punkt mit Wirkung. Plötzlich war im gesamten Team zu spüren: Heute muss sich hier niemand verstecken. Mühlhausen spielte mutiger, selbstbewusster und übernahm zunehmend die Kontrolle.

Sechs Strikes, als sie am wichtigsten waren
Premnitz gab sich allerdings nicht geschlagen. Die letzten beiden Baker Spiele vor der Pause gingen an die Gastgeber. Auch das erste Baker Spiel nach der Pause verlor Mühlhausen.

Drei Spiele in Folge. Die Partie drohte zu kippen.
Im folgenden Baker hatte Startspieler Mirko Rentsch mit den veränderten Bahnbedingungen zu kämpfen und musste einen offenen Frame hinnehmen. Doch genau dann zeigte sich, was diese Mannschaft an diesem Wochenende auszeichnete.

Moritz Richert, Daniel Große, Lucas Haubold und Marcel Keil antworteten gemeinsam mit sechs Strikes in Folge.
Mühlhausen gewann das wichtige Spiel. Und jetzt wusste jeder im Team: Wenn wir konzentriert bleiben und weiter mutig spielen, können wir heute tatsächlich alle vier Punkte mitnehmen. Genau das gelang. Am Ende stand ein 4:0 Erfolg, 23:15 Spielpunkte und 6.644:6.424 Pins. Die ersten vier Bundesligapunkte waren da.

Vier Punkte. Ein Team. Ein klares Ziel.
Mit 207,7 Pins im Schnitt war Marcel Keil an beiden Tagen der beste Mühlhäuser Spieler. Entscheidend für den Erfolg in Premnitz war jedoch die geschlossene Mannschaftsleistung. Immer wieder fing das Team schwierige Situationen gemeinsam auf und blieb auch unter Druck mutig.

Nach dem letzten Ball überwogen Stolz und Freude. Vor allem darüber, die ersten vier wichtigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingefahren zu haben. An der Zielsetzung ändert sich trotzdem nichts. Ziel Nummer eins bleibt der Klassenerhalt. Nicht vorausrechnen. Nicht träumen. Sondern von Spiel zu Spiel denken.

Jetzt kommt die Bundesliga nach Jena
Am 26. und 27. September geht die Geschichte weiter. Dann kommt die 2. Bundesliga ins Bowling Roma Jena.

Samstag, 26. September, 10 Uhr: 1. Mühlhäuser BC gegen 1. BV Meteor 77 Hameln, Sonntag, 27. September, 10 Uhr: 1. Mühlhäuser BC gegen BC Schwerin.

Der Eintritt ist an beiden Tagen frei. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Der 1. Mühlhäuser BC lädt Sportfans, Familien und Neugierige herzlich ein, Bundesliga Bowling live und aus nächster Nähe zu erleben. Also vorbeikommen, zuschauen und Bundesliga live erleben. Berlin war der Anfang. Premnitz war die Antwort. Jetzt kommt die Bundesliga nach Jena.
Autor: red

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