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Do, 10:55 Uhr
17.09.2026
Ein Blick in die Statistik

Bevölkerungsschwund setzt sich fort

Am 30. Juni 2026 hatte Thüringen nach vorläufigen Ergebnissen 2 066 421 Einwohnerinnen und Einwohner. Davon waren 1 020 172 Männer und 1 046 249 Frauen. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, verringerte sich damit die Bevölkerungszahl im Vergleich zum 31. Dezember 2025 um 12 525 Personen bzw. 0,6 Prozent. Das hohe Geburtendefizit von 10 758 Personen war die Hauptursache für den Bevölkerungsrückgang…

Zusätzlich verstärkt wurde die Entwicklung durch einen Wanderungsverlust in Höhe von 1 254 Personen. Von Januar bis Juni 2026 starben in Thüringen 16 083 Menschen. Das waren 131 Sterbefälle bzw. rund 0,8 Prozent weniger als im 1. Halbjahr 2025. Gleichzeitig wurden in Thüringen 5 325 Kinder lebend geboren und damit 105 Säuglinge bzw. 2,0 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Hochgerechnet auf das gesamte Jahr 2026 ist somit eine Geburtenzahl von unter 11 Tausend Kindern zu erwarten.

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Diese Anzahl läge nochmals leicht unter dem für Thüringen im Jahr 2025 erreichten historischen Tiefststand von 11 052 Geburten. Dass der Rückgang bei den Geburten im 1. Halbjahr 2026 in Höhe von 105 Kindern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit einem Rückgang von 444 Kindern deutlich geringer ausfällt, lässt jedoch Raum für die Hoffnung, dass der Abwärtstrend bei den Geburten bald gestoppt sein könnte.

Der Wanderungssaldo lag im 1. Halbjahr 2026 bei -1 254 Personen und war damit um 698 Personen niedriger als im Vorjahreszeitraum (1. Halbjahr 2025: -556 Personen). Der Saldo 2026 resultierte aus 21 945 Zuzügen und 23 199 Fortzügen über die Thüringer Landesgrenze (2025: 22 814 Zuzüge; 23 370 Fortzüge). Dies ist ein Absinken gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Höhe von 3,8 Prozent bei den Zuzügen und von 0,7 Prozent bei den Fortzügen. Obwohl Thüringen in den ersten 6 Monaten 2026 gegenüber dem Ausland nach wie vor ein Zuzugsplus in Höhe von 916 Personen verzeichnen konnte, reichte dies nicht aus, um die Wanderungsverluste gegenüber den anderen Bundesländern in Höhe von 2 172 Personen auszugleichen.

Alle Kreise in Thüringen mussten in den ersten 6 Monaten 2026 einen Bevölkerungsverlust hinnehmen. Den größten relativen Bevölkerungsverlust verzeichnete die kreisfreie Stadt Suhl (-1,3 Prozent bzw. -433 Personen), gefolgt vom Landkreis Hildburghausen (-0,8 Prozent bzw. -450 Personen) und dem Kyffhäuserkreis (-0,8 Prozent bzw. -534 Personen). Die Kreise mit den geringsten relativen Einwohnerverlusten waren der Landkreis Sömmerda (-0,3 Prozent bzw. -210 Personen), die Stadt Erfurt (-0,3 Prozent bzw. -704 Personen) und der Saale-Holzland-Kreis (-0,4 Prozent bzw. -325 Personen).

*Zum genannten Wanderungssaldo und Geburtendefizit kamen die von den Standes- und Meldeämtern nachträglich gemeldeten Korrekturfälle hinzu, welche per Saldo einen Rückgang in Höhe von 540 Personen ausmachten.

Autor: red

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Kommentare
marco-sdh
17.09.2026, 22:09 Uhr
Dann warten wirs mal ab...
.... bis alle "remigriert" sind, die nach Auffassung der AfD hier nicht hingehören und notfalls mit Waffengewalt (Siegmund und Höcke) "remigriert" werden sollen. Der letzte (Höcke) macht das Licht aus - und geht zurück in den Westen.
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