Große Vorfreude im Unstruttal: Am Samstag verwandelt sich Reiser in einen Ort voller Begegnungen, offener Türen und herzlicher Gastfreundschaft. Wer hatte eigentlich die Idee? Plötzlich schnellen alle Hände vor und zeigen auf einen in der Runde - Pfarrer Benjamin Themel. Aus seiner Heimat Brandenburg hat er den Impuls mitgebracht – doch allein hätte er das niemals geschafft...
Auf keinen Fall!, betont er nachdrücklich. In Reiser stieß die Idee sofort auf offene Ohren. Seit einem Jahr plant und bastelt eine neu gegründete Organisationsgruppe für diesen ganz besonderen Tag: DorfErleben – der Tag der offenen Höfe.
Ein Dorf wächst zusammen
Ob beim Basteln von unzähligen Papier-Sonnenblumen (ja, auch der Pfarrer hat zwei beigesteuert!) oder beim Gestalten der beiden Strohfiguren, die die Gäste am Ortsein- und -ausgang fröhlich begrüßen: Hier hat jede und jeder aus dem Organisationsteam mitgemacht. Dass die Gruppe selbst Spaß am Ergebnis hat, erkennt man schnell am allseitig fröhlichen Grinsen.
Das Organisationsteam von DorfErleben in Reiser (Foto: Evangelischer Kirchenkreis Nordthüringen)
Dabei ist eine neue Gemeinschaft entstanden. Eine, die den Frauen, trotz aller Vereine gefehlt hat, wie sie sagen. Sie haben das Projekt genutzt, um aktiv zu werden und gemütlich beisammen zu sein. So ist aus der ursprünglichen Idee eines Hofflohmarkts ein wahres Dorffest geworden. Wir haben im Vorfeld so viele neue Leute kennengelernt und waren überrascht, was in unseren Nachbarn für Talente schlummern, freut sich Stefanie Stumpf. Und genau diese Talente kann man am Samstag entdecken.
Was erwartet die Gäste beim Tag der offenen Höfe?
Ein Blick auf den Dorfplan zeigt: In Reiser ist richtig viel los.
Selbstgemachte Schätze: Von Holzfiguren, Kuscheltieren, Häkel-, Raysin- und Gipsarbeiten und bemalten Fußmatten über Honig, Kräuter und Tees bis hin zu frischem Steinofenbrot.
Kulinarische Highlights: Köstliche Kürbissuppe, Kaffee und Kuchen sowie kleine Leckereien und Erfrischungen.
Action & Spaß: Den Fuhrpark der Feuerwehr entdecken und bei ihren Übungen oder den kreativen Mal- und Bastelideen für Kinder mitmachen.
Große Stempel-Tombola: Wer alle Stationen besucht, sichert sich die Chance auf tolle Preise.
Musik: Kommt live auf der Brücke von den Jagdhornbläser und an der Kirche von einem Anhänger.
Flohmarkt: Die eigentliche Idee wird in etlichen Höfen angeboten
Die Kirche mittendrin
Der Tag startet um 13:00 Uhr mit einer Andacht in der Kirche. Ab 14:00 Uhr öffnen sich dann die Türen der teilnehmenden Höfe und Häuser weit für ihre Gäste.
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Direkt an der Kirche ist ebenfalls Programm: Elisabeth Dauphin von der Jugendkirche Mühlhausen lädt zu einer spannenden Kirchen-Rallye ein. Außerdem sorgt Livemusik von einem Anhänger vor der Kirche für beste Stimmung – freuen Sie sich auf Hanne und Nick vom Erprobungsraum aus Bad Langensalza.
Ist ein Dorf ohne Kirche denkbar?
Für die Mitglieder des Organisationsteams, ob einer Kirche angehörend oder nicht, steht fest: Unvorstellbar! Das ist unsere Kirche. Die Kirche ist Heimat. Wenn man ins Dorf kommt und den Kirchturm sieht, dann ist man zu Hause. Deshalb fließt auch der Erlös von Sammlungen bei Veranstaltungen immer wieder in die anstehenden Arbeiten, wie die Turmsanierung – weil man sich in Reiser eben aufeinander verlassen kann.
Wie geht es weiter?
Ideen gibt es im Organisationsteam bereits, da ist zum Beispiel ein Bücherschrank im Gespräch. Doch sie würden auch gern andere Gemeinden unterstützen, denen das Konzept DorfErleben gefällt – ihre Erfahrungen weitergeben.
Herzliche Einladung
Sich von der Fröhlichkeit anstecken lassen, Gemeinschaft genießen und erleben, wie lebendig dieses Dorf ist. Das ganze Team freut sich auf viele neugierige Besucherinnen und Besucher.