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Mo, 08:54 Uhr
14.09.2026
Bad Langensalza ist Gastgeber

36. Thüringer Bädertag

Gesundheit, Natur, Erholung und eine über 200-jährige Kurtradition prägen Bad Langensalza. Dieses Profil soll in den kommenden Jahren gezielt weiterentwickelt werden. Ziel ist es, die Stadt langfristig als einen der führenden Kur- und Gesundheitsorte Thüringens zu positionieren und Therme, Kurangebote, Natur, Stadt und Tourismus noch enger miteinander zu verbinden...

Die touristische Statistik der Stadt zeigt eine positive Entwicklung: Die Übernachtungen stiegen von 94.954 im Jahr 2024 auf 117.493 im Jahr 2025 – ein Plus von rund 23,7 Prozent. Auch im ersten Halbjahr 2026 setzt sich dieser Trend fort.

Ohne Berücksichtigung der Übernachtungen der ortsansässigen Reha-Klinik wurden 91.102 Übernachtungen registriert, gegenüber 88.901 im Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem weiteren Zuwachs von rund 2,5 Prozent.

„Bad Langensalza hat viele besondere Stärken, und genau diese wollen wir noch stärker miteinander verbinden“, sagt Bürgermeister Matthias Reinz. „Unsere natürlichen Heilmittel sind die Grundlage unseres Kurortes und seiner Zertifizierung. Mit der Friederiken Therme und dem Kurmittelhaus, unseren zehn Gärten, der historischen Altstadt, der Nähe zum Nationalpark Hainich und dem Baumkronenpfad in eigener Betreibung haben wir ein Angebot, das weit über eine einzelne Gesundheitsleistung hinausgeht. Natürlich stehen auch wir derzeit – wie viele andere Branchen – vor wirtschaftlich anspruchsvollen Rahmenbedingungen. Unsere Verantwortung für die Kurstadt, ihre Traditionen und ihre besonderen Werte endet deshalb aber nicht. Im Gegenteil: Es geht darum, diese Grundlagen zu schützen und zugleich zeitgemäß weiterzuentwickeln.“

Auch die touristische Ausrichtung wird weiter geschärft. Neben Erfurt und dem Thüringer Umfeld sollen künftig insbesondere Gäste aus Berlin, Leipzig und Dresden gezielter angesprochen werden.

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Die gute Bahnanbindung über den Verkehrsknotenpunkt Erfurt bietet dafür ideale Voraussetzungen, denn aus vielen größeren Städten ist Bad Langensalza mit nur einem Umstieg erreichbar. Gleichzeitig gewinnt die nachhaltige Anreise weiter an Bedeutung. Mit dem Thema „Fahrtziel Natur“ lässt sich die Verbindung von Bahnreise, Kurstadt und Naturerlebnis besonders gut vermitteln. So sollen gute Erreichbarkeit, gesundheitliche Angebote, die Nähe zum Nationalpark Hainich und ein bewusster Aufenthalt in Bad Langensalza künftig noch stärker zusammengedacht werden.

Mit den „Goldenen Momenten“ bündelt Bad Langensalza im Herbst besondere Angebote und Erlebnisse in der gesamten Stadt unter einem gemeinsamen Titel. Im Mittelpunkt stehen dabei „Goldener Genuss“ mit Gastronomie, Veranstaltungen, Wellness und Kultur, „Goldene Einblicke“ mit authentischen Stadtmomenten und einem Fotowettbewerb sowie „Goldene Aussichten“ mit Naturerlebnissen, Gärten und besonderen Perspektiven auf Bad Langensalza. Ergänzt wird das Angebot unter anderem durch den Herbstpass für Rosengarten und Japanischen Garten sowie die „Goldenen Morgenmomente“. Ziel ist es, mehr Gäste für Bad Langensalza zu gewinnen, längere Aufenthalte zu fördern und die Übernachtungen weiter zu steigern. Dabei soll die Stadt als Gesamterlebnis aus Gesundheit, Natur, Genuss, Kultur und Erholung wahrgenommen werden.

Ein weiterer wichtiger Baustein ist die Digitalisierung. Vom digitalen Informations- und Buchungsangebot über Webshop und Buchungsportal bis zum kontaktlosen Einchecken in der Friederiken Therme sollen die Wege für Gäste einfacher und komfortabler werden. Gleichzeitig schaffen digitale Prozesse effizientere Abläufe, reduzieren Papier und leisten damit auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

„Wir möchten aus vielen guten Einzelangeboten einen durchgängigen Gesundheitsaufenthalt entwickeln“, erklärt Kurdirektorin Katja Rudolph. „Gesundheit, Natur, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und gute Erreichbarkeit gehören für uns zusammen. Entscheidend ist, dass diese Themen nicht einzeln gedacht werden, sondern auf eine gemeinsame Entwicklung Bad Langensalzas einzahlen.“

Wie dieser Ansatz praktisch erlebbar wird, zeigt auch der 36. Thüringer Bädertag, zu dem Bad Langensalza im Kultur- und Kongresszentrum Gastgeber ist. Die KTL Bad Langensalza nutzt die Tagung zugleich, um ihre therapeutische Kompetenz sowie die vielfältigen Anwendungen der natürlichen Heilmittel Sole und Schwefel zu präsentieren. Im Mittelpunkt stehen dabei auch moderne und innovative Therapieangebote am Gesundheitsstandort Bad Langensalza.

Im Anschluss an die Tagung können die Gäste die Kurstadt auf zwei besondere Arten entdecken: klassisch, aber außergewöhnlich, mit dem Schwälbchen-Bus, Bürgermeister Matthias Reinz und Knut Seifert als Stadtführer und Trompeter – oder aktiv und gesundheitsbewusst mit Nordic-Walking-Stöcken gemeinsam mit Kurdirektorin Katja Rudolph sowie Katja Schack, Teamleitung des Therapiezentrums der Friederiken Therme.

Das Ziel beider Touren ist die Friederiken Therme. Dort erhalten die Tagungsteilnehmenden Einblicke in das umfassende Gesundheits- und Therapieangebot der Therme und des Kurmittelhauses sowie in die unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten von Sole und Schwefel. So wird zum Abschluss unmittelbar erlebbar, wofür Bad Langensalza als Kur- und Gesundheitsstandort steht: Kurtradition bewahren, therapeutische Kompetenz weiterentwickeln und Gesundheit, Stadt, Therme, Natur und Erlebnis miteinander verbinden.
Autor: red

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