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Fr, 11:28 Uhr
04.09.2026
Ein Blick in die Statistik

Energie war der größte Preistreiber

Die Verbraucherpreise in Thüringen haben sich im August 2026 durchschnittlich um 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr erhöht. Zum Vormonat Juli stiegen die Preise um 0,2 Prozent. Größter Preistreiber im Jahresvergleich bleibt weiterhin die Energie (+13,0 Prozent)...

Hier wirkten Heizöl und Kraftstoffe indexverstärkend (+35,2 Prozent) auf den Verbraucherpreisindex. Ohne diese beiden Positionen läge die Inflationsrate im August 2026 bei 2,1 Prozent. Betreiber von Ölheizungen mussten im August tief in die Tasche greifen. Heizöl, einschließlich Betriebskosten, verteuerte sich binnen Jahresfrist um 34,3 Prozent. Für Kraftstoffe stiegen die Preise zum Vorjahresmonat um 33,8 Prozent. Besonders hohe Preissteigerungen wurden für Dieselkraftstoff (+ 42,6 Prozent) und Superbenzin (+31,5 Prozent) gemessen. Autogas oder andere Kraftstoffe verteuerten sich im gleichen Zeitraum um 8,4 Prozent.

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Ein starker Preisanstieg wurde im Bereich Verkehr (+10,4 Prozent) beobachtet. Zurückzuführen ist dieser u.a. auf gestiegene Preise für Tickets der Kombinierten Personenbeförderungsleistungen (+4,9 Prozent). Auch Kraft- und Schmierstoffe, die unerlässlichen Helfer für den Betrieb und die Langlebigkeit von Motoren, Fahrzeugen und Industriemaschinen, sind um 33,7 Prozent gestiegen.

Auch im Monatsvergleich hatten sich die Preise für den Bereich Verkehr um 0,9 Prozent verteuert. Hierfür waren vor allem die gestiegenen Preise für Kraftstoffe sowie Tickets für Personenbeförderungsleistungen verantwortlich. Mit dem beginnenden Saisonwechsel zur Herbst-/Winterkollektion stiegen die Preise für Bekleidung durchschnittlich um 0,3 Prozent. Zu Beginn des Schuljahres musste für Ausbildungen, wie z. B. Sozialassistent, Erzieher oder Mechatroniker, an privaten Schulen und Gymnasien durchschnittlich 1,7 Prozent höheres Schulgeld bezahlt werden.
Autor: red

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Kommentare
Schnapshäuser
05.09.2026, 09:54 Uhr
So war es nie gewesen !
Der größte Preistreiber war und ist die Politik !
Kobold2
05.09.2026, 14:10 Uhr
Ja die Politik
die auf mehr Unabhängigkeit in der Energiepolitik von internationalen Märkten, globalen Spannungen und Alternativen setzte, hat man ja lauthals und voller Stolz abgewählt. Hier passt dann wohl auch mal der ausgeleierte Spruch vom Genießen des Wahlergebnisses.
altmeister
05.09.2026, 22:24 Uhr
Zusammensetzung der Energiepreise
Sehr geehrter Kobold2, wenn Sie ehrlich mal die Zusammensetzung der Energiepreise ansehen, so sollte Ihnen auffallen, dass die fixen Anteile ständig weiter gestiegen sind und diese im Endpreis natürlich noch mit der Mehrwertsteuer "verschönert" werden. Diese fixen Teile sind sehr wohl politisch festgelegt!
Da sich an diesem System mit der Merz-Regierung nichts geändert hat, kann von einer Abwahl, meiner Ansicht nach, nicht die Rede sein.
Übrigens, die Kosten einer Kugel Eis sind lange um ein Vielfaches übertroffen, nicht erst seit Merz!
Kobold2
06.09.2026, 10:27 Uhr
Gefühlte Wahrheiten
Sind halt leicht durch Fakten zu entlarven.
Die ändig steigenden Fixkosen, sehen so aus dass der größte Anteil, die Energiesteuer seit 2003 unverändert ist. Das die CO² Steuer schrittweise angehoben wird ist schon lange kein Geheimnis, dementsprechend hat und hatte man auch schon lange Zeit, darauf zu reagieren und Entscheidungen zu fällen. Wenn die Entscheidung, das "weiter so" ist, dann hat man die angekündigten auch selbt zu tragen. Das nennt man Eigenverantwortung. Die CO² Steuer ist für den im Artikel genannten Zeitraum um ca. 3ct gestiegen. Die Politik für den Hauptteil der Preissteigerungen verantwortlich zu machen ist somit falsch. Ein Blick in die Bilanzen der Mineralölkonzerne könnte die entsprechende Erkenntnis bringen, dann kann man nur seine Empörungskultur nicht mehr so ausleben. Der Anteil der Politik beträgt somit ganze 3ct plus die für alle Produkte anfallende MwSt. Das ist definitiv nicht der größte Teil der Preissteigerungen.
Als letzte Ausrede noch die Mehrwertsteuer aufzuführen, zeigt dann die ganze Verzweiflung, denn wie vergangene Woche bekannt wurde, stagniert der private Konsum und das schlägt sich damit negativ auf das Wirtschaftswachstum aus. Also das Geld, was man den Mineralölkonzernen zukommen lässt, belastet die heimische Wirtschaft.
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