Bürgermeister Reinz kontert Angriffe von Jane Croll (CDU)
"Es geht um einen Sachverhalt, nicht um Politik"
Es waren keine schwierigen Fragen, die wir der Landtagsabgeordneten Jane Croll in Zusammenhang mit der öffentlich gewordenen Anschuldigung von Vorteilsnahme im Amt stellten und ihr die Möglichkeit gaben, ihre Sicht der Dinge darzustellen. Während wir auf unser Nachfragen noch keine Antwort erhielten, hat sich die CDU-Politikerin und Unternehmerin inzwischen doch"zur Sache" geäußert …
Jane Croll (Foto: red)
Am Montag wollten wir von Frau Croll wissen, ob es den Tatsachen entspräche, dass sie im Jahr 2025 die Räumlichkeiten des Bürgerhauses in Wiegleben für die Durchführung von Kursen in etwa 40 Fällen genutzt habe, ohne einen Vertrag über Raummiete abgeschlossen respektive dafür den Gebührensatz bezahlt zu haben. Weiter fragten wir an, ob es wahr wäre, dass sie bisher eine Klärung dieses Sachverhalts trotz mehrmaliger Aufforderungen verweigert habe. Und schließlich, ob Frau Croll sich in einen Rechtsstreit mit der Stadt Bad Langensalza begeben werde, falls die Anschuldigungen nicht zurückgenommen würden.
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Diese Anfragen blieben bis zur Stunde ohne Antwort, dafür äußerte sich die Beschuldigte jetzt in einem regionalen Printmedium und ließ sich dort gestern wie folgt zitieren: Ich bin wohl manchen zu groß geworden, dass man zu solchen Mitteln greift. Ich habe nichts Rechtswidriges gemacht und genau das werde ich beweisen."
Nach Darstellung der Zeitung wittert sie stattdessen (Zitat TA): eine politische Debatte, die gezielt gegen ihre Person und gegen ihren politischen Erfolg gerichtet ist." Dem Bad Langensalzaer Bürgermeister Matthias Reinz wirft sie vor, er bediene sich gezielt der AfD, um ihr zu schaden."
Der weist diese Vorwürfe ausdrücklich und entschieden zurück." Unserer Zeitung sagte er: Es geht hier weder um meine Person noch um die AfD oder irgendeine andere politische Gruppierung. Es geht um einen konkreten Sachverhalt und um die Frage, wie mit diesem umgegangen wurde. Dabei ist aus unserer Sicht ein Fehler gemacht worden." Auf Crolls Behauptung, es gäbe ein angespanntes Verhältnis des Bürgermeisters zu ihr, erwiderte Reinz: Zur Wahrheit gehört auch, dass ein solches Verhältnis nicht einseitig entsteht. Dafür gibt es Ursachen, die nicht ausschließlich bei einer Person zu suchen sind. Frau Croll sollte sich daher auch selbstkritisch hinterfragen, welchen Anteil sie an der Entwicklung dieses Verhältnisses hat."
Der Versuch, die ganze Angelegenheit jetzt als einen politischen Angriff darzustellen, irritiere ihn und er lasse sich nicht für die entstandene Situation verantwortlich machen. Frau Croll erklärt öffentlich, sie habe nichts Rechtswidriges getan und könne dies beweisen. Wenn handfeste Nachweise vorliegen, stellt sich die Frage, weshalb sie die nicht vorlegt. Der Sachverhalt steht schließlich seit Anfang März im Raum", legte das Stadtoberhaupt nach.
Mir geht es um Transparenz, um die Klärung der tatsächlichen Umstände und darum, dass für alle dieselben Maßstäbe gelten. Wenn Frau Croll nachweisen kann, dass die Vorwürfe unbegründet sind, sollte sie die entsprechenden Belege vorlegen", sagte Matthias Reinz der uhz online abschließend.