61 Prozent der Deutschen kennen den Bezahldienst Wero nicht
Zwei Jahre nach seiner Markteinführung ist der Bezahldienst Wero einer deutlichen Mehrheit der Bevölkerung weiterhin unbekannt. Zwar legte die Bekanntheit im Vergleich zum Vorjahr um 9 Prozentpunkte zu, doch noch immer wissen 61 Prozent aller Deutschen nicht, worum es sich bei Wero handelt. Nur knapp 7 Prozent haben den Bezahldienst schon für Geldtransfers oder Online-Einkäufe genutzt. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox...
Logo (Foto: wero) 39 Prozent können Wero richtig zuordnen
In einer gestützten Umfrage mit fünf Antwortmöglichkeiten konnten 39 Prozent der Befragten korrekt zuordnen, dass es sich bei Wero um einen Zahlungsdienst handelt. 31 Prozent haben hingegen noch nie von Wero gehört, knapp jedem Vierten (23 Prozent) kommt der Name zwar bekannt vor, jedoch ohne zu wissen, worum es sich dabei handelt.
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Insgesamt 7 Prozent hielten Wero irrtümlich für eine App für den Handel mit Währungen (3 Prozent), eine Geldanlage-App (2 Prozent), eine Debit-Kreditkarte aus Holz oder einen Legitimierungsdienst (je 1 Prozent).
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Bekanntheit von Wero leicht gestiegen. In einer Verivox-Studie aus Juli 2025 wussten nur 30 Prozent der Befragten, worum es sich bei Wero handelt.
Um Wero bekannter zu machen, liefen in den letzten zwölf Monaten immer wieder größere Werbekampagnen, sagt Oliver Maier, Geschäftsführer der Verivox Finanzvergleich GmbH. Trotzdem ist der Bezahldienst, mit dem die beteiligten Banken eine europäische Alternative zu großen US-amerikanischen Zahlungsdienstleistern wie Paypal, Visa oder Mastercard im Markt etablieren wollen, noch immer sechs von zehn Deutschen unbekannt.
Knapp 7 Prozent haben Wero schon genutzt
Auch unter den Befragten, die wissen, was es mit Wero auf sich hat, hatten rund zwei Drittel (65 Prozent) selbst bislang noch keinerlei Berührungspunkte mit dem Bezahldienst.
Bei lediglich 14 Prozent aller Befragten in der Verivox-Studie ist das Girokonto bereits für Wero freigeschaltet. Knapp die Hälfte davon (7 Prozent) hat nach eigenen Angaben schon mit Wero bezahlt oder Geld an andere Wero-Nutzer transferiert.
Damit ist neben der Bekanntheit auch die Nutzungsquote im Vergleich zum letzten Sommer gestiegen – wenn auch auf niedrigem Niveau. Vor einem Jahr hatten sich erst 10 Prozent der Befragten für Wero registriert und lediglich 4 Prozent den Zahlungsdienst tatsächlich verwendet.
Zum Zeitpunkt der letzten Befragung waren mit Wero ausschließlich sogenannte Peer-to-Peer-Zahlung von einem Nutzer zum anderen möglich. Inzwischen kann man auch in einigen größeren Online-Shops wie Lidl oder Decathlon mit Wero bezahlen. Die Integration als Bezahlmöglichkeit in einzelnen bekannten Online-Shops sind wichtige Achtungserfolge, aber von einer flächendeckenden Akzeptanz ist Wero immer noch sehr weit entfernt, sagt Oliver Maier.
Mehrheit glaubt nicht an den angestrebten Erfolg
Hinter Wero steht die European Payment Initiative (EPI), ein Zusammenschluss zahlreicher europäischer Banken. In Deutschland machen bislang unter anderem die Sparkassen, die Volks- und Raiffeisenbanken sowie die Deutsche Bank und die ING als größte hiesige Direktbank mit. Auf Dauer will die EPI Wero nach eigenen Angaben zur beliebtesten Bezahlplattform Europas ausbauen.
In der Verivox-Studie glaubt allerdings eine Mehrheit von 58 Prozent aller Befragten nicht, dass dies gelingen wird. Nur in der jüngsten Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen ist eine knappe Mehrheit von 53 Prozent der Ansicht, dass Wero perspektivisch an den derzeit noch dominierenden Wettbewerbern Paypal, Visa und Mastercard vorbeiziehen und sich zum beliebtesten Bezahldienst Europas mausern wird.
Für einen dauerhaften und nachhaltigen Erfolg muss Wero beim Erreichen der nächsten Meilensteine jetzt Tempo machen, sagt Oliver Maier. Echten Mehrwert bietet der Zahlungsdienst erst, wenn Verbraucher ganz selbstverständlich nahezu überall und möglichst sowohl online wie auch offline an der Ladenkasse mit Wero bezahlen können.
Methodik
Im Auftrag von Verivox hat das Meinungsforschungsinstitut Innofact im Juli 2026 insgesamt 1.002 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren befragt. Die Befragten entstammen einem ISO-zertifizierten Online-Panel mit rund 500.000 Teilnehmenden. Die Umfrage ist bevölkerungsrepräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht und Bundeslandzugehörigkeit.
Gefragt wurde: Im Sommer 2024 kam ein neues Finanzprodukt namens Wero auf den Markt. Worum handelt es sich dabei? // Haben Sie Wero selbst bereits ausprobiert? // Bislang dominieren beim bargeldlosen Bezahlen noch Konkurrenten wie Paypal, Visa oder Mastercard. Aber die europäischen Banken wollen Wero zum beliebtesten Bezahldienst Europas ausbauen. Denken Sie, dass dies gelingen wird?
PayPal ist ein amerikanischer Bezahldienst welcher in der EU amerikanische Gesetze anwendet.In der EU eigentlich verboten aber das Prinzip der der drei Affen ( nichts sehen,nichts hören,nichts sagen) ist ja hier nicht ungewöhnlich.
Wer so etwas toll findet kann natürlich PayPal benutzen.
Für mich kommt das nicht infrage.
Außer Wero gibt es noch Klarna (schwedischer Anbieter).
Dieser bietet Käuferschutz usw an. Ich persönlich zahle selbst beim Bäcker mit nur Apple Pay. Die Tec Industrie in Europa ist einfach nicht wettbewerbsfähig. Die Musik spielt in den USA und China. Dann aber jammern wenn die Konkurrenz einfach besser ist. In Deutschland kommt noch ein fortschrittsfeindliches Klima dazu. German Angst. Statt Netflix würden wir da heute noch VHS Kassetten schauen. Wer mit 10 oder 15 Jahren Verspätung etwas auf den Markt wirft, braucht sich nicht zu wundern dass es ein Ladenhüter wird.