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Mi, 09:00 Uhr
29.07.2026
Detloff: Intakte Ökosysteme bedeuten Resilienz und Sicherheit

Natur als kritische Infrastruktur stärken

Anlässlich des Welttags des Naturschutzes am 28. Juli fordert der NABU, Natur als kritische Infrastruktur anzuerkennen und entsprechend zu schützen. Angesichts wiederkehrender Hitzewellen und schwerer Waldbrände in Spanien und Frankreich wird immer deutlicher, dass intakte Ökosysteme eine zentrale Voraussetzung für Sicherheit, Wohlstand und wirtschaftliche Stabilität sind...

„Die Hitzewellen dieses Sommers und die verheerenden Waldbrände in Südeuropa zeigen, wie verwundbar Europa durch die Klimakrise geworden ist. Intakte Moore, Wälder, Flüsse und Auen sind keine Nebensache des Naturschutzes, sie gehören zur kritischen Infrastruktur unseres Landes. Sie speichern Wasser, kühlen Landschaften und Städte, schützen vor Hochwasser und sichern die Grundlagen für Landwirtschaft und Wirtschaft“, sagt Kim Cornelius Detloff, Fachbereichsleiter Politik beim NABU.
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Mit der EU-Wiederherstellungsverordnung (WVO) hat die Europäische Union den verbindlichen Rahmen geschaffen, geschädigte Ökosysteme schrittweise wiederherzustellen. „Die Wiederherstellung von Natur ist kein Nice-to-have, sondern eine Investition in die Resilienz unseres Landes. Deutschland braucht deshalb einen politischen Rahmen, der natürliche Infrastruktur genauso ernst nimmt wie Straßen, Schienen oder Energienetze“, so Detloff.

Aus Sicht des NABU kommt dem Natürliche-Infrastruktur-Gesetz (NatInfG) dabei eine Schlüsselrolle zu. Es erkennt erstmals an, dass Natur unverzichtbare Infrastrukturleistungen für die Gesellschaft erbringt und schafft die Grundlage, diese Leistungen stärker in Planung, Finanzierung und Förderung zu berücksichtigen. Das Gesetz stärkt zudem die Voraussetzungen, natürliche Lebensgrundlagen langfristig zu erhalten und wiederherzustellen.

„Wenn wir Milliarden in technische Infrastruktur investieren, müssen wir ebenso in die Infrastruktur investieren, die unser Wasser sichert, unsere Städte kühlt und unsere Böden fruchtbar hält. Technische und natürliche Infrastruktur dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden, sie gehören zusammen“, betont Detloff.

Der NABU appelliert an Bundesregierung und Bundestag, das Natürliche-Infrastruktur-Gesetz zügig weiterzuentwickeln und die WVO entschlossen umzusetzen. „Naturschutz schützt nicht nur Arten und Lebensräume. Er schützt Menschen, unsere Wirtschaft und unsere Zukunft. Wer die natürliche Infrastruktur stärkt, macht Deutschland widerstandsfähiger gegen die Krisen von morgen“, so Detloff.

Mit mehr als 980.000 Mitgliedern und Fördernden ist der 1899 gegründete NABU der älteste und mitgliederstärkste Umweltverband Deutschlands. Der NABU engagiert sich für den Erhalt der Lebensraum- und Artenvielfalt, den Klimaschutz sowie die Nachhaltigkeit der Land-, Wald- und Wasserwirtschaft. Der NABU begeistert für die Natur und fördert naturkundliche Kenntnisse für ein aktives Naturerleben.
Autor: emw

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Kommentare
DonaldT
29.07.2026, 16:08 Uhr
Den Wald schützen
Zitat aus dem Text:
"Anlässlich des Welttags des Naturschutzes am 28. Juli fordert der NABU, Natur als kritische Infrastruktur anzuerkennen und entsprechend zu schützen. Angesichts wiederkehrender Hitzewellen und schwerer Waldbrände in Spanien und Frankreich wird immer deutlicher, dass intakte Ökosysteme eine zentrale Voraussetzung für Sicherheit, Wohlstand und wirtschaftliche Stabilität sind..."

Aha und warum hört man den NABU nicht, wenn Windräder den wald zerstören?

Scheinheiliges Getue.
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