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Mo, 15:25 Uhr
27.07.2026
den Wald vor der Windindustrie zu schützen:

Versagen der Landesregierung

Nachdem das Bundesverfassungsgericht 2022 Windenergie im Wald wieder ermöglicht hat, wurde 2023 das Thüringer Waldgesetz im Sinne des Waldschutzes korrigiert. Verlichtete, kahle Forststellen wurden als zu schützend erklärt, der Verbrauch landwirtschaftlicher Flächen bei Ausgleichsmaßnahmen sollte eingeschränkt und die Brandvorbeugung verbessert werden. Die Abgeordnete Nadine Hoffmann (AfD) hat nun nach der Umsetzung der Anpassungen gefragt...

Bild:
Windmühle im Wald (Foto: Thomas auf Pixabay)

Aus den Antworten der Landesregierung geht hervor, dass in Mörsdorf, St. Gangloff und Eineborn im Saale-Holzland-Kreis zwölf Windenergieanlagen seit Inkrafttreten der Waldesetzsänderung beantragt und genehmigt wurden. Bei keinem Standort handelte es sich um eine reine Kalamitätsfläche, das heißt, es fanden Baumfällungen statt.

Zwar erfolgten Kompensationsmaßnahmen in Form von Ersatzgeldern, Walderhaltungsabgaben und Wiederaufforstungen, allerdings wurde im Rahmen des Waldbrandschutzes der Abstand der Anlage zur nächsten Baumbepflanzung auf nur 30 Meter festgelegt. Betrachtet man die Änderungen der Nutzungsart von Waldflächen für Verkehrs- oder Infrastrukturprojekte und Erneuerbare Energien, wurden auch hier Rodungen durchgeführt.

Bei einigen der 68 Nutzungsänderungen wurde nur eine Ausgleichsaufforstung verlangt, in anderen eine Walderhaltungsabgabe, bei wenigen eine Walderhaltungsabgabe und eine Ausgleichsaufforstung. Bei den sechs Umnutzungen des Waldes der Kategorie Energie oder Energienetz wurde nur in zwei Fällen eine Aufforstung und eine Abgabe verlangt, bei zwei Fällen nur Aufforstung, bei wiederum zwei nur eine Erhaltungsabgabe.

Nadine Hoffmann, forstpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag: "Das Land könnte mehr unternehmen, um den Wald vor der Windindustrie zu schützen, so durch Aufforstungsfaktoren, angepasste Anforderungen an Abgaben und Ausgleichsmaßnahmen oder einen höheren Anspruch an die Waldbrandvorbeugung. Den Preis für den Eingriff in die Natur etwa durch Tausende Tonnen Fundament der Windenergieanlagen zahlt schließlich der Wald. Statt entsprechend zu handeln, schaut die Landesregierung der Umweltzerstörung zu."
Autor: psg

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Kommentare
DonaldT
27.07.2026, 15:53 Uhr
Umweltzerstörung Versagen der Landesregierung
Es ist ja nicht nur de Wald, es ist der Wald als Erholungsort, der zerstört wird.
Aber dies scheint egal zu sein, man kann ja was KI generiertes dagegen halten.
HisMastersVoise
27.07.2026, 18:11 Uhr
Warum in die Ferne schweifen ?
Natürlich braucht das Land Energie, denn beim Sparen der selben sind wir nicht so toll. Das dafür der Wald herhalten muss, kann man auf verschiedene Weise betrachten. Wenn diese Anlagen am Ende ihrer überschaubar nahen Nutzungsdauer wieder abgebaut werden, hat sich auf der Fläche das Biotop erholt und der Wald ist in den Startlöchern. Doch wer verdient am Ende am meisten. Ist also diese Idee ein Segen oder doch nur ein Geschäftsmodell auf Kosten unserer Heimat. Das müssen die Jenigen beantworten, welche damit schon Erfahrungen haben. Aber warum in die Ferne schweifen. Wenn sich die Bürger nicht bald wehren, werden hier bei uns Richtig Krimderode und Herreden die Wiesen mit Solarmodulen vollgepflastert. Das wäre doch mal ein Thema, das uns hier direkt betrifft. Die Firmen aus Berlin und co bauen bei uns hier Strom an. Da sind wir selber Schuld, wenn wir das geschehen lassen !!
KeinKreisverkehr
28.07.2026, 09:54 Uhr
Im Text wird gesprochen von
68 Nutzungsänderungen von Waldflächen für Verkehrs- oder Infrastrukturprojekte und Erneuerbare Energien.

Weiter unten dann 6 Umnutzungen der Kategorie Energie.

Aha. Also 6 mal wegen den bösen Windrädern und 62 mal wegen Verkehr und Infrastruktur. Wer zerstört hier nochmal gleich den Wald?

Übrigens kein Wunder wenn die Firmen mit den Energieprojekten in den Wald wandern wenn jede Gemeinde, die auch nur ein kleines bisschen in Ihrer Aussicht "gestört" wird, bei jeder Neuplanung zwölf Bürger Petitionen dagegen gründet.

Apropos Erholungsfläche. Ich sehe hier größeren Handlungsbedarf bei den massen an Motorrädern die durch den Wald jagen und ihre extrem lauten Maschinen bei jeder Gelegenheit aufhäulen lassen. Das stört den Frieden und die Erholung und hört man zur Hochsaison im Minutentakt auch in den verwinkelten Ecken.
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