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So, 16:09 Uhr
26.07.2026
Kosten für Gasheizungen:

Verdopplung bis 2040 möglich

Zwar erleichtert das neue Heizungsgesetz den Einbau neuer Gasheizungen, langfristig steigen die Kostenrisiken dafür jedoch deutlich - vor allem durch die Pflicht zur Beimischung klimafreundlicher Gase, zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW)...

Bild:
Gasheizung (Beispielfoto) (Foto: Peter Fly auf Unsplash)

Mit dem neuen Heizungsgesetz sind fossile Heizungen wieder erlaubt. Bedingung: Sie müssen schrittweise mehr klimafreundliche Gase wie Biogas nutzen. Für Vermieter wirkt das zunächst wie eine Entlastung, weil Gasheizungen in der Anschaffung meist günstiger sind. Langfristig wird diese Entscheidung aber deutlich teurer, wie Modellrechnungen des IW zeigen.

Grüngasquote verursacht über 70 Prozent der Mehrkosten
Welche Kosten bei neu eingebauten Gasheizungen entstehen, hat das IW für eine typische teilsanierte Altbauwohnung in einem Mehrfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 10.000 Kilowattstunden in mehreren Szenarien berechnet.

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Das Ergebnis ist sogar für das Durchschnittsszenario alarmierend: Die jährlichen Kosten verdoppeln sich nahezu – von rund 1.080 Euro im Jahr 2026 auf 1.952 Euro im Jahr 2040. Mit einem Anteil von über 70 Prozent entfällt der größte Teil des Kostenanstiegs auf die verpflichtende Beimischung klimafreundlicher Gase.

Drei Faktoren treiben die Kosten:
  • Beimischung klimafreundlicher Gase: Neue fossile Heizungen müssen schrittweise höhere Anteile klimafreundlicher Brennstoffe nutzen: Der Anteil an Biomethan und anderen klimafreundlichen Gasen startet 2029 bei zehn Prozent und wächst bis 2040 auf 60 Prozent. Weil Biomethan und Wasserstoff auf absehbare Zeit eine knappe Ressource bleiben, steigen die Preise: 2040 müssen Gasheizungsbesitzer mit Mehrkosten von 643 Euro im Jahr rechnen.
  • Gasnetzentgelte: Neben dem Gaspreis fallen Gebühren für das Gasnetz an. Weil künftig immer mehr Haushalte auf Wärmepumpen und Fernwärme umsteigen, verteilen sich die Fixkosten auf weniger Anschlussnutzer – die Gebühren pro Anschluss steigen. Zusatzkosten im Jahr 2040: 184 Euro jährlich.
  • CO2-Preise: Wer mit Gas heizt, verursacht CO2 und zahlt dafür einen steigenden CO2-Preis. Dieser Effekt schlägt mit 44 Euro zu Buche und ist relativ klein im Vergleich zu den anderen Faktoren, da durch die sogenannte Bio-Treppe die Anteile von fossilem Erdgas sinken müssen.
Viele unterschätzen die Folgekosten von Gasheizungen
Die Vorgabe, dass neu eingebaute Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen, ist Geschichte und eröffnet Eigentümern wieder mehr Spielraum beim Heizungstausch. Diese neue Freiheit hat jedoch ihren Preis: Die Folgekosten fossiler Heizungen steigen und werden künftig zwischen Vermietern und Mietern deutlich komplexer verteilt.

„Die Politik verkauft das neue Heizungsgesetz als Freiheit im Heizungskeller – ohne Mehrkosten. Das ist irreführend“, sagt IW-Experte Ralph Henger. „Wer sich für eine neue Gasheizung entscheidet, zahlt am Ende drauf – Vermieter wie Mieter“, so Henger.
Autor: psg

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Kommentare
BMW-Fahrer
27.07.2026, 07:13 Uhr
Kostenrisiko?
Was scheinbar niemand auf dem Schirm hat:

Wenn alles (Auto, Heizung, usw.) ideologisch bedingt nur noch über elektrischen Strom gehen soll, dann wird durch steigenden Bedarf das Angebot knapp. Und das führt auch zu steigenden Preisen.

Dagegen würde Überangebot an Gas bei schwindenden Bedarf zu einem Preisverfall führen. Das heißt, wenn man das Gas nicht ideologisch rigoros verbietet, wird es immer eine bezahlbare Alternative bleiben.

Wenn Gas teurer wird, wird Strom durch marktwirtschaftliche Mechanismen auch teurer. Wenn das Gas 2040 doppelt so teuer wie heute sein soll, dann wird der Strompreis genau die gleiche Entwicklung machen.

Man kann das nicht getrennt betrachten, wenn das Eine eine Alternative zum Anderen ist.
Kritiker2010
27.07.2026, 10:45 Uhr
Kostenrisiko Strom als einziger Energieträger
Dass das Kostenrisiko für Gas- und Ölheizungen zum großen Teil willkürlich und nicht durch marktwirtschaftliche Mechanismen herbeigeführt ist, hat mein Vorkommentator bereits beschrieben.

In diesem Sinne sollte man das gewünschte Szenario zu Ende denken. Aktuell wird ein großer Teil des maroden Staatswesens und der Subventionsmaschinerie durch immer höhere Strafsteuern finanziert. Wenn jedoch die Basis für diese willkürlich abgepressten Beträge wegbricht - also immer mehr Menschen Strom als einzigen Energieträger zum Heizen und für die Mobilität nutzen, muss zwangsläufig dort die Steuerschraube angesetzt werden.

Meine Prognose: Wir dürfen uns auf höhere Stromsteuern einstellen, schätzungsweise zusätzliche ca. 50ct pro kWh für Strom, der zum Heizen oder Fahren genutzt wird. Alternativ müssten andere Steuerarten deutlich erhöht werden, um das zu erwartende Defizit zu decken.

Fazit: Die Decke ist in jedem Fall zu kurz. Entweder man friert am Hals oder an den Füßen. Das Ganze Brimborium drum herum ist eher eine gesellschaftliche Beschäftigungstherapie und bedient das moralische/religiöse Grundbedürfnis vieler Menschen. Themen wie Versorgungssicherheit oder Ökologie spielen bei diesem Vabanquespiel faktische eine untergeordnete Rolle.
diskobolos
27.07.2026, 15:00 Uhr
Es wäre doch so einfach
Die Preise für Öl, Gas und Strom aus erneuerbaren Quellen sind natürlich politisch beeinflusst. Einerseits durch die Notwendigkeit ausreichender Staatseinnahmen, andererseits durch die Verpflichtung zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes entsprechend EU-Vorgaben und diverse internationalen Abkommen.

Dass die Steuereinnahmen bei Weitem nicht für alle Nötige reichen (Gesetzliche Renten, Gesundheitswesen, Pflegeversicherung, Infrastruktur, Verteidigung, Wissenschaft, Technik usw.) sollte jedem klar sein.
Über Einzelheiten kann man natürlich diskutieren, die ändern aber das Gesamtbild nicht.

Für die Einhaltung der CO2-Ziele treten, bis auf die AFD, alle wesentlichen Parteien ein. Die AFD steckt den Kopf in dieser Frage in den Sand: Was kümmert es uns, ob das Wasser knapp wird, die Wälder brennen oder unsere Enkel im Sommer 40 oder 45° erleben? WIR wollen schließlich so weitermachen wie in den letzten 50 Jahren.

Das Verteuern von Energie zahlt in beide Kassen. Einerseits generiert es Staatseinnahmen, anderseits belohnt es den sparsamen Umgang mit klimaschädlicher Energie. Jeder, der Energiesteuern senken möchte, sollte vernünftige Vorschläge machen, woher das Geld dann kommen soll.

Natürlich war das Heizungsgesetz von Habeck sehr viel klüger als der Ersatz von Reiche („Biotreppe“).
Details spare ich mir hier. Wer sich von der BILD-Zeitung („Heizungshammer“) hat verhetzen lassen, wird die neue Regelung ebenso nicht erklären können. Ein Volk von Nicht-Wissen-Wollenden ist ziemlich unregierbar, aber vielen erscheint alles „ganz einfach“ . . .
BMW-Fahrer
27.07.2026, 15:28 Uhr
@diskobolos
@diskobolos: Dass der Staat mal die Ausgaben mit der Kettensäge drastisch reduziert und mal wieder das Volk ran lässt, ist keine Option? Oder ist das Volk zu dumm dafür? Die DDR lässt zumindest (plan-)wirtschaftlich grüßen. Hatten wir das nicht schon? Nichts gelernt?
Die Volkswirtschaft der DDR war 1989 pleite... Ein Schelm, wer böses denkt.
diskobolos
27.07.2026, 18:42 Uhr
@BMW-Fahrer
"Die Ausgaben mit der Kettensäge drastisch reduzieren"

Das ist mir zu allgemein. Woran dachten Sie genauer?
Die Schulen durch privatfinanzierte ersetzen? Die Polizei zu verringern? Kulturelle Einrichtungen und Veranstaltungen nicht mehr unterstützen? Die Straßen über Mautsysteme finanzieren? Auf die Finanzierung der Bundeswehr verzichten? Privatfinanzierte Krankenhäuser wären vermutlich auch günstiger? An den staatlichen Geldern für Rente, GKV und Pflegeversicherung könnte man doch auch sicherlich sparen?

Am Ende zeigte sich, was man sich vorher denken kann: Einen armen Staat können sich nur Wohlhabende leisten.

Und bedenken Sie bei Ihren Vorschlägen, dass Sie dafür eine Mehrheit in den Parlamenten brauchen . . .
Oder wie stellen Sie sich das vor "mal wieder das Volk ranzulassen"?
ossi1968
27.07.2026, 20:51 Uhr
diskobolos
Ach Herr/Frau/Es Diskobolos,
die Mehrheit um diesen Irrsinn von Energiebsteuerung und Klimawahnsinn wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen wird kommen. Eher als sie denken, auch hier in Thüringen. Glauben sie es mir!
BMW-Fahrer
28.07.2026, 07:55 Uhr
@diskobolos
@diskobolos, Wie meine ich das mit "dem Volk ranlassen":

Weniger Bürokraten --> weniger Regeln --> geringere Staatskosten (Steuern, Abgaben) --> Jeder kann mehr selbst entscheiden, was er mit seinem sauer verdienten Geld machen möchte.

Das Politiker und Bürokraten nicht wirtschaften können, das sah man schon in der DDR und man sieht es auch heute bei Projekten, wie BER, Stuttgart21, und die beginnende Deindustrialisierung, irre Schuldenaufnahme (Sondervermögen), GEZ. Soll ich weiter machen?
Die Aufgabe des Staates ist es, dem Einzelnen Höchstleistung zu ermöglichen. Mehr nicht. Vor 100 Jahren reichten 15% Abgaben aus. Heute liegen wir bei über 50%. Die gesunde Quote liegt bestimmt irgendwo in der Mitte zwischen 15 und 50%. Ich würde 25% anpeilen.
Wenn jetzt noch die Industrie abwandert, das gibt es irgendwann einen wirtschaftlichen Kipppunkt.

Ich setze keine Hoffnung mehr in das verkorkste System.
diskobolos
28.07.2026, 15:38 Uhr
Ziemlich naive Vorstellungen, BMW-Fahrer
„Jeder kann mehr selbst entscheiden“
Meinen Sie damit etwa, dass jeder, wo er es möchte, irgendetwas hinbauen dürfen soll ? Oder seine Altreifen im Wald „entsorgen“? Die Schulpflicht abzuschaffen, dann kann jeder, der es sich leisten kann seine Kinder in eine Privatschule schicken. Und die anderen? Da könnte man Bauämter, Grundbuchämter, Schulämter usw. abschaffen und damit viele Beamte.

Wenn man die Regeln abschaffen möchte, könnte man z. B. mit der StVO anfangen. Das würde wohl nicht lange gutgehen . . .

Es wäre auch nicht gut, den Landwirten zu erlauben, unbegrenzt viel Gülle auf die Felder zu bringen. Der Nitratgehalt im Trinkwasser ist schon heute zu hoch.
Und so einfach bekommt man es da nicht raus.

Ob das mit den 15% Abgaben vor 100 Jahren stimmt, zweifle ich doch an. Heute würde das aber bei Weitem nicht funktionieren: Es sei denn, man würde z. B. auf die Zahlung der Gesetzlichen Rente verzichten und die medizinischen Leistungen für Rentner stark einschränken. Eine Pflegeversicherung gab es damals ebenso wenig wie auskömmliche Leistungen bei Arbeitslosigkeit . . .

Wenn die Politiker in den gewählten Gremien die Entscheidungen nicht treffen sollen, dann wohl Ihr Stammtisch? Eine echte Schnapsidee!
Wodurch möchten Sie denn „das verkorkste System“ abschaffen? Durch einen Führer? Damit hat D bekanntlich keine guten Erfahrungen gemacht
BMW-Fahrer
28.07.2026, 19:15 Uhr
@diskobolos
Tut mir leid, aber Sie haben es nicht verstanden.

Lassen wir das. Für Polemik ohne ernsthafte und konstruktive Diskussionsabsicht habe ich keine Zeit.

Um Ihrer Vermutung gleich entgegenzuwirken, ich bin völlig unpolitisch. Ich beobachte nur.
P.Burkhardt
28.07.2026, 21:29 Uhr
ich verstehe Sie @BMW-Fahrer
...Ihre Argumentation ist auch nicht falsch (auch wenn mein BMW nur ein zum Spaß gekaufter, geliebter Zweitwagen ist- sry, kleiner Seitenhieb wegen Ihres Nicknames 😉)- (genauso wenig, wie die vom Diskobolus)... allerdings vergessen Sie z.B. bei der Preisthematik, dass das Stromangebot gegenwärtig die Nachfrage übersteigt. Das liegt an (noch) nicht ausreichender Ladeinfrastruktur und (noch) nicht fertiggestellten Stromtrassen. Der Strom kann einfach nicht dorthin gebracht werden, wo er gebraucht wird... und wird deswegen im Zweifel verkauft. Das ist einfach ein Mega-Projekt, was etwas Zeit braucht (bin da ein bisschen involviert und verfolge das genau). In zwei Jahren sieht da die Welt bereits anders aus...aber auch dann wird vieles noch nicht umgesetzt sein (zuviel Bürokratie und - wie ich finde: Gott sei Dank - Rücksicht auf Einzelinteressen...auch wenn es Zeit kostet) Deswegen bezahlen wir alle gegenwärtig etwas mehr für Energie - um die für jeden weitgehend verträgliche Umstellung auch zu finanzieren...

Es ist doch nun mal so: Wir haben heute die Chance uns die vielen Milliarden künftig zu sparen, die wir heute ins Ausland (egal welches) überweisen um Öl und Gas zu beziehen, indem wir Sonne und Wind (Wasser, Biogas und keine Ahnung, was noch alles) nutzen. 60% haben wir schon geschafft. Diese Kohle wäre unwiederbringlich weg, wird nirgendwo investiert, bringt keinen Ertrag... es ist einfach nur Konsum ! Ist doch klasse, oder ? Wenn wir noch etwas Gas oder Öl zur Energieerzeugung bei der berühmt-berüchtigten Dunkelflaute brauchen... bitteschön, kaufen wir halt etwas LNG...allemal billiger als die gesamte Wirtschaft nur mit ausländischer Energie am Laufen zu halten (verstehe nicht, was die ganzen Patrioten immer so dagegen haben)...
BMW-Fahrer
30.07.2026, 12:44 Uhr
@P.Burkhardt
Sie sagen also, die Leitungskapazitäten sind das eigentliche Problem. Und in zwei Jahren soll das so langsam gelöst sein. Das fände ich gut.

Ich denke aber: Die Lösung wird sein, wenn die Industrie mal komplett weg ist, werden aus den 60% EE dann auch mal die angepeilten 100%. Dann wird Energie bestimmt billiger. Nur wer soll die sich dann noch leisten können, wenn die komplette Wertschöpfung im Ausland stattfindet. Und wie hilft es dem Klima, wenn wir emissionsfrei sind, aber die Emissionen nur ins Ausland verschoben wurden?

Wie passt es, dass die Kosten fürs Gas sich bis 2040 verdoppeln soll, aber neue Gaskraftwerke gebaut werden - das würde den Strompreis doch auch mitreißen.

Und wie passt diese Meldung, die ich gerade gelesen habe:
"Die Bundesnetzagentur richtet klammheimlich eine „Sicherheitsplattform Strom“ ein. Großverbraucher müssen sich dort registrieren lassen. Mit dem Instrument reagiert der Bund auf die Gefahr „struktureller Mangellagen“ und langer Blackouts."
Da Sie ja Einblick haben, wie Sie schreiben, müssen Sie davon doch schon gehört haben.

Also irgendetwas passt hier nicht.

Ich denke weiterhin: Strom wird in Zukunft knapp und teuer. Der Grund ist und bleiben ideologisch gesteuerte Entscheidungen. Gas zu verteufeln soll nur Angst schaffen.

Um es vom "Kopf auf die Füße zu stellen", wie es ein anderer Forist ausdrückte, müsste man zuerst die Stromnetze und Strom-Herstellungskapazitäten ausbauen und danach fossile Energieträger (langsam) zurückdrängen. Und das ohne unnötige Belastungen zu erzeugen. Da war es ein sehr kluge Entscheidung, die Atomkraftwerke ohne Not abzuschalten.

Die ganzen Kosten werden uns bald so richtig um die Ohren fliegen. Davon bin ich überzeugt. Es hat schon angefangen.
P.Burkhardt
30.07.2026, 14:01 Uhr
Sie haben da nicht ganz Unrecht @BMW-Fahrer...
...ja, es ist sogar wahrscheinlich, dass die Preise pro Einheit Gas durch die Energiewende steigen werden. Der Haupttreiber ist in den entsprechenden Simulationen nicht der CO2-Preis, sondern der infolge der wachsenden Elektrifizierung geringere Verbrauch. Fixkosten, aus Speicheranlagen, weiterhin notwendigen Backup-Gaskraftwerken, Leitungen, Regelwartungen, etc. müssen auf weniger konsumierte Einheiten umgelegt werden.
(Ein negativer Skaleneffekt, wenn Sie so wollen). ...die gute Nachricht ist: wir werden immer weniger davon brauchen, gesamtgeseölschaftlich sparen wir Geld.

Ein Schlüsselthema ist die Verteilung des Stroms, so dass eben Überschüsse im windreichen Norden nicht mehr zu Ramschpreisen an der Börse verkauft werden müssen, sondern im Süden verbraucht werden können.

Andererseits nimmt die Belastung aus dem Netzausbau bei Strom nach und nach ab, so das die Strompreise - wahrscheinlich mit zeitlicher Verzögerung - fallen sollten. Ein Risiko für dieses Szenario liegt in der Elektromobilität, da hier der Netzausbau "bedarfsgerecht" erfolgt - soll heißen: gibt es mehr E-Autos, wird mehr ausgebaut. Die mittlere Haltedauer eines KFZ, liegt in Deutschland mittlerweile bei etwa 5 Jahren, das Verschrottungsalter bei etwa 18 Jahren. Ausgehend davon und von den Wachstumsraten der E-Autozulassungen, die aufgrund des Basiseffektes und der irgendwann eintretenden Marktsättigung stagnieren dürften, dauert es noch viele Jahre. Zeit, in welcher der Infrastrukturausbau für die E-Mobilität weiter Geld kostet und somit auch den Strompreis oben hält. Ein gegenläufiger Effekt zur günstigen Produktion von Wind- und Solarstrom. Ob der Endpreis am Ende steigt, fällt oder stabil bleibt, traue ich mir nicht zu seriös abzuschätzen... hier spielen auch die Entwicklungen in Resteuropa eine Rolle... es ist nicht komplex - es ist kompliziert....was es aber nicht automatisch leicht macht.

Es gibt da interessante Studien zu dem Thema...bemühen Sie eine Suchmaschine Ihrer Wahl.
Lautaro
30.07.2026, 15:10 Uhr
Respekt P.Burkhard Ihre Zahlen offenbaren den geschulten Verstand eines BWL-gestählten Menschen.
Aber was ist mit den Geringverdienern, welche sich seit einigen Jahren nicht mehr einen Gebrauchten leisten können um zu ihrer Fron zu kommen ?
Schauen sie mal in den Arbeitervierteln nach Ladestationen ! Rechnen sie mal selbst, wieviel bei 2000Euro Arbeiter für einen Stromer zurücklegen können !
Dann sollen sie doch Kuchen essen.....sagte eine doofe Frau.
diskobolos
30.07.2026, 15:10 Uhr
Gas, Öl, Strom oder was?
Ich weiß es auch nicht. Zu viele unbekannte Parameter.
Ein Blick in die Zukunft ist wie immer schwierig: „Vor der Hacke ist es dunkel.“ (Alte Bergmanns-Weisheit)
Der Kostenanstieg um 81% in 14 Jahren beträgt pro Jahr ca. 4,3%, wenn man den angegebenen Zahlen traut. Möglicherweise steigen die Wohnungsmieten sogar schneller. Und bis dahin sind ja die Einkommen und Renten vermutlich auch höher als heute.

Der Knackpunkt bei den Gaspreisen ist eher die Frage, ob die Menge an beizumischenden Biogas überhaupt verfügbar sein wird. Falls nicht, könnte es noch viel teurer werden. Und es ist ja das Ziel auch der jetzigen Regierung das Heizen mit fossilen Energiequellen völlig zu beenden. Und das geht am besten über den Gaspreis. Dann würde die Freiheit zur Wahl der Heizungsart zum Bumerang
P.Burkhardt
30.07.2026, 17:39 Uhr
Auch das @Disko...
...Sie:" Und es ist ja das Ziel auch der jetzigen Regierung das Heizen mit fossilen Energiequellen völlig zu beenden. Und das geht am besten über den Gaspreis. Dann würde die Freiheit zur Wahl der Heizungsart zum Bumerang."

...ist ein Argument für Fernwärme oder Wärmepumpe - je nach Wohnsituation. Auch wenn das Ziel neben der CO2-Neutralität auch die wirtschaftliche Zukunft ist (nicht einfach nur E-Heizung).

Ganz plakativ: Die fossilen Energieträger werden über kurz oder lang allenfalls noch als Backup dienen... und (wie ich oben ausgeführt habe) teuer sein.

Es mag Rückschläge geben (eine deutsche Regierung, die wieder in die 50er will, ein Donald Trump der das Klimaabkommen aufkündigt, etc. pp.), aber der Zug rollt und große Teile der Industrie ( insbesondere in China und auch Indien ) verdienen damit Geld und wollen das auch weiterhin.... in Deutschland haben es mittlerweile auch die letzten Industriellen begriffen...

Es macht keinen Sinn, sich dagegen wehren zu wollen, egal, wie man darüber denkt.

Ihre Prognose, die Mieten betreffend, teile ich... es wird aufgrund der gestiegenen Kapitalkosten immer weniger gebaut...ein Neubau als Investitionsobjekt wirft mittlerweile weniger Rendite ab, als eine Bundesanleihe...und lässt wegen der hohen Baukosten einen sinkenden Marktwert erwarten... daher steigen Mieten für Bestandswohnraum.

Und @Lautaro: das muss die Politik oder jeder für sich selber lösen... bisher hat das insbesondere in Deutschland (gerade für Gering- oder Garnichtverdiener gut funktioniert)...mal gucken, wie es weiter geht.

@nnz: Der Beitrag vom BMW-Fahrer war doch bereits frei gegeben... ich habe darauf reagiert (oder hab ich einen Hitzeschaden)... Jetzt seh ich ihn im Status "Freigabe beantragt", was ist los ?
Tom der ungläubige
30.07.2026, 18:42 Uhr
Es gab ein Land, das hieß Deutschland vor der
Abrissbirne aus der Uckermark! Es hatte sichere Energie aus Atomkraftwerken, die im übrigen die sichersten der Welt waren und zum Teil die modernsten, es hatte Braunkohlekraftwerke mit Filtern und ein paar Steinkohlekraftwerk und ein paar Gaskraftwerke. Seine Energie war bezahlbar! Es führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung und zu einer konkurrenzfähigen Produktion. Die Bürger mussten sich keine Sorgen machen, dass sie die Energie nicht bezahlen konnten. Dann kam die Abrissbirne, und dann kam Ursel und dann kam der Kinderbuchautor, der plötzlich Wirtschaftsminister war, und machte alles anders. Das führte dazu, dass wir heute in Deutschland zwei Systeme brauchen, die erneuerbaren und die Back-ups/Gaskraftwerke, die wir aber noch gar nicht im vollen Umfang haben! Der Bürger wurde verrückt gemacht wie soll er denn nun heizen? Nur Elektro, Gas? Nur mit Bio, das es aber in dem Umfang nicht gibt . Öl? Ganz schlimm quasi Nazi! Gaskraftwerk als Back-up, die aber nur dann laufen würden, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Also nachts! Welcher Investor wird ohne riesige Subventionen aus Steuergeldern so etwas finanzieren? Deshalb sind unsere Strompreise so hoch, wenn man es sich da holt oder Widerstand am geringsten ist beim Verbraucher! Deswegen gibt es auch nur Stromtarife mit günstigen Konditionen für die Industrie. Diese reichen aber nicht um die Industrie in unserem Land zu halten! Aktuell , lest selber nach (aber nicht nur wie Burkhard bei Wikipedia🤣) BASF, Porsche, Bosch, VW. Warum wollen die alle weg? Weil bei uns Energieversorgung einfach ein Kostenrisiko, dass mit anderen Standorten auf der Welt nicht mehr im Ansatz mithalten kann. Und so wie es in der Industrie ist, ist es auch im Heizungskeller. Ich habe zwar keine Gasheizung, aber Gott sei Dank noch eine öl Brennwertheizung die für mein Einfamilienhaus im Jahr 1000 l Öl braucht. Mit 4000 l Speicher bin ich immer unabhängig und auf der sicheren Seite. Auch wenn der Ölpreis wie jetzt etwa bei 1,50 € liegt, kann ich im Winter Warmwasser und Heizung mit 1500 € erledigen und im schlimmsten Fälle komme ich mindestens drei Jahre hin. Und natürlich ist Gas künstlich verteuert in la La Deutschland!
P.Burkhardt
30.07.2026, 19:06 Uhr
nnz, bitte verzeiht mir...
...aber ich kann das so nicht stehen lassen:

1. "Es hatte sichere Energie aus Atomkraftwerken, die im übrigen die sichersten der Welt waren und zum Teil die modernsten, es hatte Braunkohlekraftwerke mit Filtern und ein paar Steinkohlekraftwerk und ein paar Gaskraftwerke."

Ja ! So war es... man kann das gut finden, wenn man die Folgen ignoriert. Es ist einfach die Folge von der Verbrennung (Oxidation) von Kohlenstoff, dass Kohlendioxid entsteht, welches dann in die Atmosphäre gelangt (die Filter haben Schwefel und Feinstaub entfernt) ...und es ist Konsens in der (wissenschaftlichen, aufgeklärten) Welt, dass CO2 in der Atmosphäre zur Klimaerwärmung führt. Egal was behauptet wird, empirische Daten zeigen, dass das auch stimmt. Die Erkenntnis ist schon recht alt, aber das Verstehen der Folgen fiel halt in die Zeit von Abrissbirne und Kinderbuchautor (wieso muss es eigentlich so respektlos sein ?).

2. "Gaskraftwerk als Back-up, die aber nur dann laufen würden, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Also nachts! Welcher Investor wird ohne riesige Subventionen aus Steuergeldern so etwas finanzieren?"
Es braucht keine Investoren, die Energieversorger sind Betreiber der Kraftwerke und die sind zur unterbrechungsfreien Versorgung verpflichtet.

3. "Deshalb sind unsere Strompreise so hoch, wenn man es sich da holt oder Widerstand am geringsten ist beim Verbraucher! Deswegen gibt es auch nur Stromtarife mit günstigen Konditionen für die Industrie. " - Nein, die gibt es um der Industrie das Leben im internationalen Wettbewerb leichter zu machen und den Menschen hier ihren Job zu sichern...wenn es nicht so wäre, würden Sie sich dann darüber aufregen.

4. "BASF, Porsche, Bosch, VW. Warum wollen die alle weg? " ... sehr interessant, wusste ich gar nicht. Gerade heute hat Porsche die Werke in Deutschland für unantastbar erklärt...

5.", aber Gott sei Dank noch eine öl Brennwertheizung die für mein Einfamilienhaus im Jahr 1000 l Öl braucht. Mit 4000 l Speicher bin ich immer unabhängig und auf der sicheren Seite." - naja, bis der Iran, der Russe, Trump oder sonst wer auf andere Ideen kommt
P.Burkhardt
30.07.2026, 19:28 Uhr
noch ein Beispiel...
...für die Effizient moderner Technik:

Ein Haushalt, der beispielsweise mit Heizöl heizt und 1.000 Liter pro Jahr verbraucht (was wirklich sehr wenig ist - mein vorvorletztes 150qm-EFH von Anfang der 90er mit Ölheizung brauchte vor etwa 10 Jahren etwa das Doppelte - zusätzlich zum Brennholz im Kamin, trotz Dämmung und moderner Fenster - aber vielleicht hatte ich es auch zu warm), bezahlt bei aktuellen Preisen knapp 1.300 EUR.

Ein effizienter Brennwertkessel liefert aus 1 Liter Öl nahezu 10kWh Wärme - Wirkungsgrad 98% ! Vergleicht man das jedoch mit dem JAZ einer Wärmepumpe... liegt i.d.R. realistisch - nicht Prospekt... zwischen 250% und 350%, was bedeutet, dass aus 1kW zugeführtem Strom 2,5 bis 3,5kW Wärme werden, was an der Temperaturdifferenz liegt - genau das ist ja der Vorteil einere WP...der eingesetzte Strom ist im Grunde nur der Katalysator.

Um die gleiche Heizleistung wie 1.000 Liter Heizöl zu haben, benötigt man also etwa 3.200 kWh Strom... und die kosten im günstigen Tarif 1.056 EUR

Selbst bei dem geringen Energiebedarf ist die WP also im Verbrauch monetär günstiger und ohne jede Emission.

Nur ein Beispiel...

Nicht umsonst ist die WP bei Neubauten die mit Abstand meistgewählte Heizung, zumal die Kosten i.V.m. einer PV-Anlage noch geringer werden und die PV-Anlage in vielen Bundesländern ohnehin Bestandteil der Bauvorschrift ist. Die Häuslebauer sind ja nicht alle doof...die können rechnen...

ich habe keine Ahnung, ob das bei Wikipedia steht... ist eigentlich mittlerweile Allgemeinwissen...

Natürlich macht es deswegen keinen Sinn den Brennwertkessel rauszuschmeißen - es ist eine Rechenaufgabe, was ein Liter Öl kosten darf, bis sich der Umstieg lohnt.... und man wäre unabhängig von politisch (damit meine ich die Politik in Russland, den USA und dem Iran und wer weiß wer der nächste Potentat ist, der querschießt) gesteuerten Ölpreisen...

Die "Grüngasquote" aus dem Artikel kann allenfalls nur ein Pflaster für die Übergangsphase sein. Rein rechnerisch sollte jemand, der seine Heizung erneuern muss, neu baut oder einfach Lust darauf hat auf eine WP (am besten mit PV) umstellen... es ist einfach sauber, effizient und (was für uns alle wichtig ist) günstiger...
Tom der ungläubige
30.07.2026, 20:10 Uhr
Burkhard Ihnen ist einfach nicht zu helfen
Sicherlich sind Porsche und BASF noch nicht ganz weg aber warten Sie noch ein bisschen ab! Der aktuelle Abbau der Arbeitsplätze im Industriebereich in Deutschland spricht Bände Genauso die Insolvenzzahlen.. Eins und zwei ihrer Antwort widersprechen sich. Der Auspuff Ihrer vermeintlich Emissionsfreien Zukunft wird lediglich ins Gaskraftwerk verlegt. Und natürlich sind die Energieunternehmen. Investoren, Burkhard ernsthaft glauben Sie die machen das umsonst? Die wollen Rendite machen deswegen sind sie an der Börse und deswegen geht zum Beispiel die Windindustrie langsam in die Knie, weil Investitions Zulagen aus Steuergeld langsam versiegen. nein, Burkhard, der Klimazirkus ist eben nicht mehr der Konsens der Wissenschaftlichen Welt, höchstens der Wissenschaft, die genauso wie unsere Demokratie unsere Wissenschaft heißt! Haben Sie nicht mitgekriegt, dass ernsthafte Wissenschaftler bis zur Nobelpreisträgern diesen Klima Zirkus grade vor kurzem gecancelt haben? Bestimmt nicht, finden Sie auch nicht bei Wikipedia da muss man schon ein bisschen seriöser suchen! . Drei ihres Ergusses ist die Krönung. Denn wenn wir schon über CO2 reden, ist es also okay, dass unsere Industrie, die sicherlich mehr CO2 ausstößt als der private Verbraucher geschützt wird, damit sie noch auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig, ist? Korrekt? Bezahlen sollen es dann also die privaten Verbraucher mit nach Belgien, den höchsten Stromtarifen auf der ganzen Welt.? und es geht ja jetzt hier nicht um Strom, sondern um Gas, das ebenfalls genauso künstlich im Preis manipuliert wird, damit man quasi die Verbraucher zwingt zu etwas, was sie auf dem freien Markt nie aus eigener Entscheidung getan hätten. Haben Sie sich eigentlich mal ernsthaft Gedanken gemacht, was das für ein volkswirtschaftlicher Schaden ist im übrigen auch für das klimagedöns wenn man noch funktionierende und zum Teil sowieso schon auf Brennwerttechnik umgestellte Heizungen vor der Nutzungsdauer und der Not austauscht beziehungsweise die Menschen dazu zwingt. Das ist einfach eine Vernichtung von Wertschöpfung! Das hat man eben davon, wenn politisch in den Markt eingreift und mit Personal agiert, dass von der Fachkompetenz unterirdisch ist, bis heute!
diskobolos
30.07.2026, 22:00 Uhr
Ach Tom,
Sie suchen sich halt ein paar Fakten heraus, die zu Ihrer Meinung passen. Die anderen ignorieren sie einfach., z. B.
Habeck ist kein Kinderbuchautor, nur weil er mal ein Kinderbuch geschrieben hat. Er hat Philosophie studiert, man könnte auch sagen, er hat sich mit verschiedenen Denkschulen beschäftigt. Dass Sie damit wohl nichts anfangen können im Land der Dichter und Denker, geschenkt. Dass ein Minister von den 100 Sachen, die er eigentlich können müsste (Geschichte, Recht, Finanzwesen, Menschenführung, Kommunikation, Erfahrungen im Politikbetrieb um nur mal einige zu nennen, bei denen man bei jeder einzelnen scheitern kann) nicht alle beherrschen kann, sollte auch Ihnen einleuchten. Und das Habeck, auch durch sein Studium, vieles ganz gut gemacht hat, wissen heute auch viele seiner Kritiker. Er hat unser Land z. B. durch die Winter gebracht, als uns von heute auf morgen unsere Hauptenergiequelle, billiges russisches Erdgas, nicht mehr zur Verfügung stand. Er hat (entsprechend internationalen Verpflichtungen, die noch aus der Zeit der Vorgängerregierung stammten) den Schritt in die Energiewende vollzogen. Der Einbau neuer klimagünstiger Heizungen sollte mit bis zu 75% gefördert werden, ein Klimageld sollte eingeführt werden. Das wurde u. a. durch eine schmutzige BILD-Kampagne („Heizungshammer“), die Lindner-Truppe und die Oppositionsparteien verhindert.
Ach so, die Sache mit der menschenverursachten Klimaerwärmung glauben Sie vermutlich nicht, jedenfalls scheint es für Sie nicht wichtig zu sein. Verfolgen Sie nicht die aktuellen Wetterberichte und Nachrichten nicht? Und ob unsere Enkel noch eine lebenswerte Welt vorfinden ist Ihnen Wumpe, jedenfalls solange sie wie im letzten Jhd. leben könnten . . .
Natürlich brauchen wir in D zwei Energiesysteme, oder wären Sie dafür, den Strom ausschließlich aus Gas zu gewinnen? Was machen wir dann, wenn das mal nicht ausreichend zur Verfügung steht? Setzen Sie dann auf Putin oder Trump?? Wir werden in Zukunft über JEDE kWh froh sein, die wir im eigenen Land erzeugen können. Wenn zu viel Wind weht, kann man überschüssigen Strom in Pumpspeicher speichern, in Wasserstoff umwandeln oder in Batterien speichern. Letztere entwickelt sich, in CH!
P.Burkhardt
30.07.2026, 23:25 Uhr
mein lieber Tom...
...ich gestehe, ich habe ihren Beitrag nicht in Gänze gelesen, weil mir Eines nach Ihrem dritten Satz klar war: Dieser Mensch WILL nicht diskutieren, er will provozieren... und wird sich verweigern auch nur ein Argument zu durchdenken, was man ihm gibt... weswegen jede Diskussion sinnlos ist...

Also, argumentiere ich nicht weiter, lasse Sie in Ihrer Blase und hoffe, dass Sie rechtzeitig den Weg daraus finden... nicht für mich, nicht für irgendwen, die Gesellschaft, das System... oder sonst Irgendwen... nein ! Ich hoffe das für Sie ! Es ist immer schade, wenn sich Menschen aus der Gesellschaft verabschieden, weil sie anfangen in einer eigenen (pinken, türkisen oder vielleicht blauen) Welt zu leben...

Ich sehe es nicht als meine Aufgabe, hier irgendjemanden überzeugen zu müssen... ich nenne nur Fakten, zeige Zusammenhänge auf ...und tue das nach bestem Wissen und Gewissen... Wenn Sie glauben, mehr Erkenntnisse zu haben, tiefer in dem Thema zu stecken oder siogar den absoluten Durchblick zu haben ... dann gebe ich mich dem natürlich geschlagen, lieber Tom...

Vielleicht sind Sie ja auch zufrieden und glücklich, mit Ihrer Einstellung ? Fühlen Sie sich wohl ? Hört sich nicht so an, aber kann ja sein... dann bitte bleiben Sie dabei !

Da das jetzt absolut nix mehr mit dem Thema zu tun hat, bin ich raus... vielen dank an Diskobolus und den BMW-Fahrer für die wirklich erfrischende und freundliche Diskussion.. Ich diskutiere gerne mit Menschen, die wirklich wissen, wovon sie reden... unabhängig von ihrem Standpunkt...
Kobold2
31.07.2026, 19:38 Uhr
Unabhängigkeit
Mit einem eigenen Ölspeicher ohne eigenen Zugang zu einer Ölquelle.... mit der voraussehbaren Preisentwicklung....
Ungläubig den Kopf schüttelnd.....
Anmerkung tech. Support:
Das mit das mit der Ölquelle ist in Deutschland stark reguliert. Man bräuchte eine Aufsuchungserlaubnis nach Bundesberggesetz, die von der jeweiligen Landesbehörde (z.B. LBEG in Niedersachsen) vergeben wird. Ohne geologische Gutachten, Kapital im zweistelligen Millionenbereich und ein Team aus Geologen kommt man da leider nicht weit.
Wäre es alternativ nicht einfacher, statt einer eigenen Ölquelle einfach fertiges Öl beim Händler zu kaufen? Das spart Aufsuchungserlaubnis, Millionenkapital und Geologenteam, und man bekommt trotzdem genau das, was man eigentlich wollte. OMG
Kobold2
31.07.2026, 21:15 Uhr
Ja techn. Support
Da bin ich voll bei Ihnen, aber wo bleibt denn dann die angesprochene Unabhängigkeit?
OMG
RWE
31.07.2026, 22:10 Uhr
P.Burkhardt Zu Habecks Heizungshammer
75 Prozent Förderung für eine Wärmepumpe in einem alten nicht ausreichend gedämmtem Haus reichen bei vielen Haubesitzern eben nicht aus. So einfach ist das. Bei vielen älteren Menschen, vor allem auf dem Land, hätten Ersparnisse und die restliche Lebenserwartung ein solches Vorhaben verunmöglicht. Klar, die grüne Großstadtpartei für Besserverdiener verachtet ja sowieso Arbeiter und Provinzler. Wer jetzt neu baut, nutzt meistens schon aus Kostengründen die neuste Technik, was ja auch richtig ist. Für bestehende Gebäude war das Gesetz Wahnsinn. Ja, und jetzt kann und muss sich jeder überlegen, wie er sein Haus heizt. Das nennt man Eigenverantwortung.
Es ist auch richtig, dass jetzt ab 2027 die ohnehin regelmäßig sinkende Eisspeisevergütung für Solarstrom bei neuen Anlagen wegfällt. Wer jetzt eine in Betrieb nimmt bekommt sowieso nur dürftige jämmerliche 7, irgendwas Cent pro Kw/h. Wirtschaftlicher ist es, den Strom zu speichern und nachts selbst zu nutzen oder mit Gewinn zu verkaufen. Es ist doch Wahnsinn, dass im Sommer mittags überschüßiger Strom von der Allgemeinheit bezahlt wird, die Netzbetreiber aber gelichzeitig Solarstrom um diese Zeit vom Netz nehmen. Die ganze Energiewende muss sich mehr an den Realitäten und der Marktwirtschaft orientieren. Die Leute sind alles Pfennigfuchser. Wenne es die Möglichkeit gibt zu sparen oder etwas zu verdienen werden sie tun. Da braucht man keinen Kinderbuchautor der einem sagt was man tun soll. Die derzeitige Regierung ist nicht sehr beliebt. Aber die Menschen haben viel zu schnell vergessen, wie es unter der Ampel war.
Kobold2
01.08.2026, 00:01 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert von psg – Kein Chat
Kobold2
01.08.2026, 09:29 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert von vgf – Naja, Bezug zum Artikel? Wenigstens ein bisschen.
diskobolos
01.08.2026, 09:52 Uhr
Kann es sein, RWE,
dass P. Burghardt die Schelte bezogen hat, die Sie eigentlich mir zugedacht hatten? Na, ja, eigentlich egal. Ich möchte Ihnen in vielen Punkten gar nicht widersprechen.
Nur liest es sich auch bei Ihnen so, als wäre es damals nicht ein Referenten-Entwurf, sondern das fertige Gesetz gewesen und ging es dabei nicht nur um den Neueinbau einer Heizung, sondern hätten funktionierende Anlagen raus gemusst.

Wer in diesem Land wen verachtet und aus welchen Gründen, dafür gibt es verschiedenste Antworten.
Mir persönlich ist der grüne Ansatz, also für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz sympathischer als die Idee, wir, die Menschheit, könnten immer so weiter machen, oder wie Trump es noch ärger trieben.
Dabei denke ich weniger an ich als an meine Kinder und Enkel.

Dabei habe ich die Grünen als Partei noch nie gewählt, aber wenn sich Leute, die geistig Habeck nicht mal bis ans Knie reichen, sich an ihm abarbeiten wollen, regt mich das auf. Dummheit sollte man nicht verachten, sondern bedauern . . .
RWE
01.08.2026, 11:51 Uhr
diskobolos, ich muss mich bei P. P. Burghardt entschuldigen
Den Inhalt meine Aussage nehme ich nicht zurück. Es ging nicht nur darum, ob eine funktionierende Anlage raus muss oder nicht. Es gibt eben auch viele Bestandsimmobilien, die nicht ansatzweise genug gedämmt sind. Zusammen mit einer Wärmepumpe, eventuell einer PV-Anlage ist das ein wirtschaftlicher Totalschaden. Wer neu baut wählt sowieso häufig aus wirtschaftlichen Gründen eine Wärmepumpe, ganz ohne Kinderbuchautoren.
Die Grünen werden meist in Großstädten, häufig in bestimmten Stadtteilen, gewählt. Das ist deren Klientel und das ist okay. Aber selbst führende Grünenpolitiker mahnen an, dass man die eigene Bubble verlassen müsse. Wer in Berlin Mitte im Homeoffice arbeitet und mit dem Lastenrad zum Späti fährt, hat eben keinen Bezug zur Lebensrealität anderer Menschen. Selbst ist man aber von sich überzeugt. Jeder, der beispielseise gegen die Pendlerpauschale ist, verachtet Arbeiter und Provinzler.
Sie selbst sind das beste Beispiel. Indirekt nennen se mich dumm, weil ich Herrn Habeck kritisiere. Danke für die Blumen!
Und ich bin immer noch froh, dass die Ampel weg ist. Innenminister Dobrindt ist im Vergleich zu Frau Faeser Lichtjahre überlegen. Der derzeitige Außenminister ist zwar kein Genscher, aber im Vergleich zu Frau Baerbock-naja... Ohne Frau Bas könnte die Regierung schon viel weiter sein. Und Frau Reiche wird nur kritisiert, weil sie die notwendige Energiewende am Markt anpassen will. Und da gibt es viel Gegenwind. Es gibt nämlich nicht nur eine Autolobby, sondern auch eine AGORA-Energiewende, genau die Klüngelfabrik mit Patrick Graichen...
diskobolos
01.08.2026, 19:58 Uhr
@ RWE
Unter Markt verstehen Sie scheinbar, dass es egal ist, ob man mit seiner Heizung viel klimaschädliches CO2 produziert oder eben nicht. Wie man die internationalen Verpflichtungen zur CO2-Reduktion einhalten kann, scheint Ihnen egal zu sein. Oder was wäre Ihr Vorschlag dazu?
Das Klimaproblem im gerade stattfindende wärmsten Sommer mit den aktuellen riesigen Waldbränden zu leugnen, kann ja nicht Ihr Ernst sein.

Auch wenn jemand ein ungedämmtes Haus hat, kann das ja nicht heißen, dass er die nächsten 50 Jahre mit Öl heizt. Auch für Wärmedämmung kann man ja Fördermittel bekommen. Und wenn Opa das nicht mehr hinkriegt, könnte ihm vielleicht sein Enkel, der das Haus mal erben soll, behilflich sein.

Die Pendlerpauschale ist tatsächlich Schwachsinn: Sie suggeriert, dass man die Kosten für die Fahrt zur Arbeit mit dem Auto von der Steuer abziehen kann. In Wahrheit bekommt man vielleicht 20% davon vom Staat zurück, den Rest zahlt man aus der eigenen Tasche. Rechnen Sie mal nach. Lohnt es sich dafür das Steuerrecht zu verkomplizieren? In der DDR ist übrigens niemand auf die Idee gekommen, so etwas zu fordern. Man hat versucht, sich eine Arbeit in Wohnungsnähe zu suchen oder umgekehrt.

Natürlich würde ich Sie nicht als dumm bezeichnen. Mit Ihnen kann man ja manchmal Argumente austauschen. Ich meinte eher Leute, die keine Ahnung haben, sondern jede Dummheit der BILD für bare Münze nehmen . . .
Ob die Menschen in Großstädten die Dörfler allgemein verachten, glaube ich nicht. Aber aus Ihren Ausführungen lese ich heraus, dass es für Sie gerade umgekehrt ist.

Wenn Frau Bas dafür eintritt, den Sozialstaat möglichst zu erhalten, liegt das m. E. gerade im Interesse der Arbeiter und Geringverdiener. Reiche sind bei der CDU besser aufgehoben. Was man der jetzigen Regierung vorhalten muss, ist dass ihr die Kraft zu wirklichen Reformen fehlt (etwa die Reduktion des Beamtentums oder eine GKV für alle usw.). Mit DEM Geld hätte die Ampel wohl mehr leisten können . . .
RWE
02.08.2026, 09:50 Uhr
Wir haben wohl unterschiedliche Ansichten
zur Rolle des Staates, des Individium und was Eigenverantwortung, Leistung und Gerechtigkeit bedeutet. Das ist Ordnung.
Im Wettbewerb der Ideen (freie Wahlen) kommen die besserwissenden Grünen, klassenkämpferischen Linken und der umverteilenden Bas SPD abseits der angesprochen Großstädte nur selten auf eine Mehrheit. Und wenn nur mit Pragmatikern wie Ramelow, Cem Özdemir oder bürgerlichen SPD Figuren.
Ich glaubem die Leute wollen ihre Probleme selber lösen und sich Wohlstand erARBEITEN und nur im Notfall Hilfe vom Staat annehmen. Der Staat ist verantwortlich für Rahmenbedinngungen. Kein betreutes Denken.Sozial ist, was Arbeit schafft. Wirtschaft ist nicht alles, aber alles ist ohne Wirtschaft nichts. So tickt eben die bürgerliche Gsellschaft zum Großteil. Und diesen Willen zu ignorieren, wird dazu führen, dass eben in Sachsen Anhalt wahrscheinlich eine Partei regieren wird, die ich auch nicht an der Macht sehen wollte. Da können wir hier schreiben was wir wollen, am Ende entscheidet der Wähler. Und das ist gut so. schönen Sonntag noch.
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