Di, 13:44 Uhr
19.05.2026
Kater Siron zieht ins BUND-Wildkatzendorf Hütscheroda ein
Luchskatze Kaja hat neuen Partner
Im Schaugehege des BUND-Wildkatzendorfes gibt es einen Neuzugang. Der neun Jahre alte Luchskuder Siron aus dem französischen Zoo de la Palmyre (Westfrankreich) lebt seit Kurzem gemeinsam mit Luchsin Kaja im Schaugehege in Hütscheroda...
Siron hat sich in unserem großen, naturnahen Gehege schon gut eingelebt. Er ist oft gemeinsam mit unserer Luchsin Kaja zu sehen. Auch unsere Besucher haben inzwischen gute Chancen, die beiden am Nachmittag vor und während der Fütterung zu Gesicht zu bekommen, freut sich Geschäftsführerin Dr. Katrin Vogel.
Wir hoffen, dass Kaja und Siron für Luchsnachwuchs für das Projekt Luchs Thüringen sowie weitere Auswilderungsprojekte sorgen. Luchse haben Ende April, Anfang Mai noch eine zweite Ranzzeit. So ist es auch nicht ganz ausgeschlossen, dass es schon in diesem Jahr noch kleine Luchse bei uns geben wird, so Vogel weiter.
Der Name Siron ist die männliche Form des gallischen Namens Sirona und bedeutet so viel wie der erhabene Stern. Da der neue Luchs bislang keinen Namen hatte und in Frankreich geboren wurde, fiel die Wahl bewusst auf einen gallischen Namen.
Für Siron wird nun eine Patenschaft gesucht. Die Haltung von Luchsen ist sehr kostenintensiv. Deshalb vergeben wir pro Tier nur eine exklusive Patenschaft, erläutert Vogel. Die Patenschaft kostet 2.000 Euro pro Jahr. Auch kleinere Beiträge sind über Futterpatenschaften für Luchse und Wildkatzen möglich.
Der bisherige Luchskuder Looki hatte sich vor einigen Wochen vermutlich bei einem Unfall schwer verletzt und musste daraufhin leider eingeschläfert werden. Über das Erhaltungszuchtprogramm für Karpatenluchse ist es recht schnell gelungen, einen neuen Luchskuder zu bekommen. Dies ist vor allem deshalb möglich, weil die Wildtierland Hainich gGmbH mit ihrem BUND-Wildkatzendorf Hütscheroda an dem Projekt Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen beteiligt ist. Nachwuchs von Kaja und Siron könnte künftig einen wichtigen Beitrag zur Wiedervernetzung der europäischen Luchspopulationen leisten, denn die freilebenden Luchsbestände in West- und Zentraleuropa sind vielerorts klein und voneinander isoliert.
Neben dem Schaugehege betreibt die Wildtierland Hainich gGmbH ein separates, nicht öffentlich zugängliches Gehege, in dem Gehegeluchse aus verschiedenen Zoos und Wildparks in Europa auf eine Auswilderung vorbereitet werden. Auch in Hütscheroda wurden in den letzten Jahren regelmäßig Jungtiere für die Artenschutzprojekte gezüchtet. Bereits sieben dort geborene Luchse wurden in Deutschland, Österreich und Italien ausgewildert – darunter 2024 auch Luchskatze Frieda im Thüringer Wald.
Hintergrund zum Projekt Luchs Thüringen
Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen ist ein Gemeinschaftsprojekt von BUND, WWF, ThüringenForst, dem Wildkatzendorf Hütscheroda, dem Landesjagdverband Thüringen, dem UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald, dem Naturpark Thüringer Wald, der Georg-August-Universität Göttingen sowie der rumänischen Projektpartner ACDB und Romsilva.
Das Projekt ist Teil des europäischen Luchsexperten-Netzwerks Linking Lynx, das sich dem Erhalt und der Vernetzung der Luchspopulationen Mitteleuropas verschrieben hat. Ziel ist es, durch gezielte Auswilderungen und die Vernetzung bestehender Populationen eine stabile und eigenständige Luchspopulation in Mitteleuropa aufzubauen. Viele der im Thüringer Wald ausgewilderten Luchse stammen aus dem Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA).
Aktuelle Öffnungszeiten BUND-Wildkatzendorf Hütscheroda
Täglich von 10 bis 18 Uhr.
Schaufütterung
Wildkatzen um 11 Uhr, 12:30 Uhr, 14 Uhr, 15:30 Uhr und 16:45 Uhr (Kurzfütterung). Die Luchse werden um 17 Uhr gefüttert.
Autor: emwSiron hat sich in unserem großen, naturnahen Gehege schon gut eingelebt. Er ist oft gemeinsam mit unserer Luchsin Kaja zu sehen. Auch unsere Besucher haben inzwischen gute Chancen, die beiden am Nachmittag vor und während der Fütterung zu Gesicht zu bekommen, freut sich Geschäftsführerin Dr. Katrin Vogel.
Wir hoffen, dass Kaja und Siron für Luchsnachwuchs für das Projekt Luchs Thüringen sowie weitere Auswilderungsprojekte sorgen. Luchse haben Ende April, Anfang Mai noch eine zweite Ranzzeit. So ist es auch nicht ganz ausgeschlossen, dass es schon in diesem Jahr noch kleine Luchse bei uns geben wird, so Vogel weiter.
Der Name Siron ist die männliche Form des gallischen Namens Sirona und bedeutet so viel wie der erhabene Stern. Da der neue Luchs bislang keinen Namen hatte und in Frankreich geboren wurde, fiel die Wahl bewusst auf einen gallischen Namen.
Für Siron wird nun eine Patenschaft gesucht. Die Haltung von Luchsen ist sehr kostenintensiv. Deshalb vergeben wir pro Tier nur eine exklusive Patenschaft, erläutert Vogel. Die Patenschaft kostet 2.000 Euro pro Jahr. Auch kleinere Beiträge sind über Futterpatenschaften für Luchse und Wildkatzen möglich.
Der bisherige Luchskuder Looki hatte sich vor einigen Wochen vermutlich bei einem Unfall schwer verletzt und musste daraufhin leider eingeschläfert werden. Über das Erhaltungszuchtprogramm für Karpatenluchse ist es recht schnell gelungen, einen neuen Luchskuder zu bekommen. Dies ist vor allem deshalb möglich, weil die Wildtierland Hainich gGmbH mit ihrem BUND-Wildkatzendorf Hütscheroda an dem Projekt Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen beteiligt ist. Nachwuchs von Kaja und Siron könnte künftig einen wichtigen Beitrag zur Wiedervernetzung der europäischen Luchspopulationen leisten, denn die freilebenden Luchsbestände in West- und Zentraleuropa sind vielerorts klein und voneinander isoliert.
Neben dem Schaugehege betreibt die Wildtierland Hainich gGmbH ein separates, nicht öffentlich zugängliches Gehege, in dem Gehegeluchse aus verschiedenen Zoos und Wildparks in Europa auf eine Auswilderung vorbereitet werden. Auch in Hütscheroda wurden in den letzten Jahren regelmäßig Jungtiere für die Artenschutzprojekte gezüchtet. Bereits sieben dort geborene Luchse wurden in Deutschland, Österreich und Italien ausgewildert – darunter 2024 auch Luchskatze Frieda im Thüringer Wald.
Hintergrund zum Projekt Luchs Thüringen
Luchs Thüringen – Europas Luchse vernetzen ist ein Gemeinschaftsprojekt von BUND, WWF, ThüringenForst, dem Wildkatzendorf Hütscheroda, dem Landesjagdverband Thüringen, dem UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Wald, dem Naturpark Thüringer Wald, der Georg-August-Universität Göttingen sowie der rumänischen Projektpartner ACDB und Romsilva.
Das Projekt ist Teil des europäischen Luchsexperten-Netzwerks Linking Lynx, das sich dem Erhalt und der Vernetzung der Luchspopulationen Mitteleuropas verschrieben hat. Ziel ist es, durch gezielte Auswilderungen und die Vernetzung bestehender Populationen eine stabile und eigenständige Luchspopulation in Mitteleuropa aufzubauen. Viele der im Thüringer Wald ausgewilderten Luchse stammen aus dem Erhaltungszuchtprogramm der European Association of Zoos and Aquaria (EAZA).
Aktuelle Öffnungszeiten BUND-Wildkatzendorf Hütscheroda
Täglich von 10 bis 18 Uhr.
Schaufütterung
Wildkatzen um 11 Uhr, 12:30 Uhr, 14 Uhr, 15:30 Uhr und 16:45 Uhr (Kurzfütterung). Die Luchse werden um 17 Uhr gefüttert.

