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Sa, 07:00 Uhr
25.04.2026
So können Autofahrer den Geldbeutel schonen

Spritspar-Einmaleins

Die hohen Spritpreise bringen viele Autofahrer nach wie vor an ihre Belastungsgrenzen. Wer auf das Auto angewiesen ist, kann auf das Tanken nicht verzichten. Dabei nutzen viele noch nicht ihr volles Sparpotential aus...

Der ADAC Hessen-Thüringen erklärt, welche Faktoren neben einer spritsparenden Fahrweise, den Verbrauch sowie die Kosten beim Tanken deutlich senken können. Denn gerade die Kombination der Maßnahmen sorgt auf Dauer für eine nennenswerte Ersparnis

Super E10 statt Super E5
Viele Autofahrer tanken den teureren Superkraftstoff E5, obwohl ihr Auto eigentlich problemlos E10 verträgt – und zahlen damit zu viel: Rund 6 Cent beträgt der Unterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten. Zwar liegt der Mehrverbrauch von E10 zwischen 1 und 1,5 Prozent, in der Summe ist E 10 aber günstiger. Bei einem Preis von 2 € pro Liter und einer 60 Liter Tankfüllung ergibt das eine Ersparnis von 1,80 € bis 2,40 € aus. Wer häufig tanken muss, kann mit dem Wechsel deutlich Geld sparen. Durch den höheren Anteil von Bioethanol im Super E10 (bis 10%) ist der Kraftstoff zudem umweltfreundlicher.

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Nur knapp 30 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer eines Benziners tanken den günstigeren Sprit. Häufiger Grund: Unsicherheit darüber, ob der Motor Super E10 verträgt. Eine unbegründete Angst, denn fast alle Benziner-Pkw im Bestand sind für Super E10 geeignet. „Ein Hinweis über die Freigabe des eigenen Fahrzeugs für E10 findet sich in der Bedienungsanleitung oder im Tankdeckel“, erklärt Lukas Berkel, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen.

Langsamer fahren = Sprit sparen
Wer den Verbrauch beim Fahren reduzieren will, muss seine Geschwindigkeit anpassen. Je schneller ein Fahrzeug unterwegs ist, desto höher wird der Luftwiderstand. Das wiederum treibt den Treibstoffverbrauch hoch. Wer mit einer Geschwindigkeit von 100 km/h statt 130 km/h bei gleicher Streckenlänge unterwegs ist, kann 25 Prozent Kraftstoff einsparen. Bei 160 km/h sind es fast 50 Prozent Ersparnis.

Beispiel: Ein Benziner verbraucht bei einer mittleren Geschwindigkeit von 100 km/h rund 6,7 Liter Super E10 auf einer Strecke von 100 km. Bei einer Geschwindigkeit von 160 km/h steigt der Verbrauch auf 10,1 Liter pro 100 km. Bei einem Preis von 2,08 € pro Liter kostet die schnellere Fahrweise damit etwa 7,07 € pro 100 Kilometer mehr.

Vorausschauend fahren
Häufiges abbremsen und anfahren verbraucht ebenfalls unnötige Energie. Statt abrupt vor der Ampel zum Stehen zu kommen, können Autofahrer frühzeitig vom Gas gehen und die Geschwindigkeit über die Motorbremse reduzieren. Neben der Geschwindigkeit hat das richtige Schaltverhalten Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch. Besonders hochtouriges Fahren, mit einer Drehzahl von mehr als 2.000 Umdrehungen pro Minute, lässt den Verbrauch ansteigen, wohingegen frühes Hochschalten beim Beschleunigen den Verbrauch senkt. Bei modernen Fahrzeugen mit Automatikgetriebe lässt sich über die Fahrmodus-Einstellung der "Eco"-Modus auswählen. Die Automatik schaltet dann früher hoch und später runter, das Drehzahlniveau sinkt – ebenso wie der Spritverbrauch.

Fahrzeug optimieren
Elektrische Geräte im Auto wie Steuergeräte, Beleuchtung, Lüftung oder Klimaanlage beziehen ihre Energie aus dem Bordnetz. Die elektrische Energie wird vom Generator bereitgestellt, der vom Verbrennungsmotor angetrieben wird. Mehr elektrische Verbraucher kosten somit mehr Sprit. Für optimale Fahreigenschaften sollte zudem der Reifenluftdruck regelmäßig kontrolliert werden. Schon ein um 0,3 bar verminderter Luftdruck steigert den Rollwiderstand und sorgt für unnötigen Mehrverbrauch.

„Wer aus dem Urlaub zurückkommt und Dachträger, Dachboxen oder Fahrradträger am Auto angebracht hat, sollte diese zuhause möglichst bald wieder abbauen“, rät Lukas Berkel. Messungen des ADAC haben ergeben, dass ein Pkw mit Dachbox bei Tempo 130 durchschnittlich rund 18 Prozent bzw. einen Liter Kraftstoff mehr auf 100 Kilometer verbraucht. Auch zusätzliches Gewicht im Kofferraum sollte nach dem Urlaub schnell wieder entfernt werden. Besonders im unsteten Stadtverkehr wirkt sich das Gewicht einer Zuladung negativ auf den Spritverbrauch aus. Jedes Anfahren und jede Beschleunigung kostet extra Sprit.

Tank-Tipp
Mit der Einführung des Österreich-Modells in Deutschland seit dem 1. April 2026 hat sich die Zeit, zu der man am günstigsten tanken kann, verschoben. Statt wie zuvor am späten Abend an die Tankstelle zu fahren, sollten Autofahrer, wenn möglich, den Vormittag kurz vor 12 Uhr nutzen. Zu dieser Uhrzeit sind die Tankpreise am günstigsten, bevor sie ab Mittag wieder stark ansteigen. Wer zur Mittagszeit keine Möglichkeit hat an die Tankstelle zu fahren, kann bereits am Morgen tanken. Bis 12 Uhr sinken die Preise nur noch geringfügig.
Autor: red

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Kommentare
Altstaedter
25.04.2026, 08:48 Uhr
Jedes Mal.........
Liebe nnz,

....... wenn die Preise für Kraftstoff steigen, kommen sie mit ganz schlauen Tipps um die Ecke, wie man dem entgegen wirken kann.
Nur irgendwann ist auch mal ein Punkt erreicht, wo aus der Fahrweise nichts mehr raus zu holen ist, weil man schon alles mögliche macht, um zu sparen. Die nächste Stufe des Sparens wäre, das Auto ganz stehen zu lassen.
Mit dem Thema E5 und E10 habe ich mich vor zig Jahren ebenfalls schon auseinander gesetzt und kann aus Erfahrung sagen, dass der Mehrverbrauch mit E10 wesentlich höher war, so dass ich mit E5 günstiger gefahren bin, dies bewegte sich allerdings nur im Cent-Bereich.
Ich fahre nun seit einigen Jahren einen Diesel und habe festgestellt, dass ich mit Kraftstoffen von den Konzernen mit der blauen Raute und der gelben Muschel einen geringerer Verbrauch habe, als wenn ich bei einem der günstigen Anbieter tanke. Da sind zwar die Preise am höchsten, aber irgendwie schon komisch, dass das solche Unterschiede macht.
Warren
25.04.2026, 10:22 Uhr
Der ADAC eine starke Gemeinschaft
unterliegt wohl auch dem Diktat der Mineralölkonzerne. Statt sich für eine infrastrukturorientierte Preisgebung einzusetzen werden hier lustige Spartipps verteilt.
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