Mi, 12:00 Uhr
11.02.2026
Neujahrsempfang der CDU in Bad Langensalza
Bildungsminister Tischner (CDU) möchte "Fördern und Fordern"
Am gestrigen Dienstagabend trafen sich Vertreter aus Wirtschaft, Politik, der Schulen und sozialen Einrichtungen, in der Villa Italia im Kultur- und Kongresszentrum in Bad Langensalza, zum Neujahrsempfang. Geladen hatte die Stadtverbandvorsitzende der CDU Jane Croll…
Bildungsminister Christian Tischner beim Neujahrsempfang des Kreisverbands der CDU in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)
Neben einem Rückblick auf das Jahr 2025 kündigte Jane Croll inhaltliche Beiträge zur Bildungspolitik sowie einen Ausblick auf kommende Herausforderungen und Chancen an.
Gast und Hauptredner des Abends war der Thüringer Bildungsminister Christian Tischner. Er referierte zum Thema Fördern und Fordern und stellte sich anschließend den Fragen der geladenen Gäste.
In den vergangenen 15 Jahren ist die Qualität in den Schulen drastisch gesunken. Kopfnoten wurden abgeschafft und Fehltage nicht mehr registriert. Thüringen liegt im Ranking auf Platz 5 von 16 Bundesländern und kann gute Abiturnoten vorweisen, verzeichnet aber seit 2023 eine erschreckende Abbrecherquote (Schüler ohne Abschluss) von 10 Prozent. Dieses Ergebnis liegt über dem Bundesschnitt, und der Anteil der Ganztagsschüler im Sekundarbereich I ist unterdurchschnittlich. Der Unterrichtsausfall in Thüringen liegt bei 11 Prozent.
Wir wollen eine Verfassungsviertelstunde in den Unterricht einbinden, so Tischner.
Die Verwaltungsviertelstunde ist ein politisches Bildungsformat, was bereits in Bayern als Pilotprojekt gestartet ist. Wöchentlich sollen Schüler über Grundrechte, Demokratie und aktuelle Themen diskutieren. Ziel des Projektes ist, das Verständnis für die Verfassung zu stärken und den Begriff Demokratie zu verstehen.
Thüringen steht vor einem großen Generationswechsel in Schulen und benötigt viele neue Lehrkräfte. Um Lehrerabwanderung zu anderen Bundesländern zu verhindern, sollen langfristige Perspektiven geboten und bürokratische Hürden abgebaut werden. Zur Zeit fehlen 2000 Lehrkräfte in Freistaat. Gefordert wird ein bedarfsorientierter und transparenter Einstellungskorridor sowie ein bundesweit wettbewerbsfähiges Aufstiegs-, Beförderungs- und Zulagensystem.
Schulen müssen zeitnah über verfügbare Stellen informiert werden, um ihre Personalentwicklung besser planen zu können. Die Rahmenbedingungen für Seiteneinsteiger sollen an den Bedarf angepasst und das Anerkennungsverfahren vereinfacht werden. Seiteneinsteiger sollen eine umfassende Qualifizierung erhalten.
Bildung beginnt aber nicht erst in der Schule, sondern bei den ganz Kleinen. Erschreckend ist die schlechte Sprachentwicklung bei einem Großteil der Kindergartenkinder, betonte Christian Tischner. Altersgerechte Sprachtests sollen eingeführt und gegebenenfalls Sprachförderungen in Zusammenarbeit mit Logopäden angeboten werden.
Als weiteren Gast begrüßte Jane Croll den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Christian Hirte.
"Es ist einiges in der Welt verrückt und Deutschland muss sich mit schwierigen nationalen und internationalen Problemen auseinandersetzen", so Hirte eingehend.
"Wir müssen in der Autoindustrie wieder besser aufgestellt sein, um den Anschluss nicht zu verlieren und die Mobilität muss weiter rollen, appeliert der Staatsekretär.
Gerade in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen sei es wichtig sich nicht kleiner zu machen, als man ist. Wir müssen uns verteidigen können, um uns nicht verteidigen zu müssen, so Hirte.
Einer der geladenen Gäste war Volker Pöhler. Ein langjähriges Kreistagsmitglied und ein über die Maßen hinaus engagierter Politiker. Bereits im April 2025 wurde er zum Botschafter des Unstrut-Hainich-Kreises für Litauen ernannt. Damit würdigte der Landkreis nicht nur das langjährige Engagement des Bad Langensalzaers in der Städtepartnerschaftsarbeit in seinem Heimatort, sondern setzte auch ein klares Zeichen für die Wiederbelebung der partnerschaftlichen Beziehungen mit den litauischen Kreisen Raseiniai und Ukmergé. Im Januar wurde dem Politiker für sein Engagement die Ehrenbürgerschaft von Bad Langensalza verliehen. Am gestrigen Abend beglückwünschten ihn Jane Croll und Ingo Winterberg.
Im Anschluss an die Reden stellte sich Christian Tischner den kritischen Fragen der Anwesenden Lehrerinnen und Lehrer. Mit kleinen Diskussionsrunden endete der Abend.
Eva Maria Wiegand
Autor: emw
Bildungsminister Christian Tischner beim Neujahrsempfang des Kreisverbands der CDU in Bad Langensalza (Foto: Eva Maria Wiegand)
Neben einem Rückblick auf das Jahr 2025 kündigte Jane Croll inhaltliche Beiträge zur Bildungspolitik sowie einen Ausblick auf kommende Herausforderungen und Chancen an.
Gast und Hauptredner des Abends war der Thüringer Bildungsminister Christian Tischner. Er referierte zum Thema Fördern und Fordern und stellte sich anschließend den Fragen der geladenen Gäste.
In den vergangenen 15 Jahren ist die Qualität in den Schulen drastisch gesunken. Kopfnoten wurden abgeschafft und Fehltage nicht mehr registriert. Thüringen liegt im Ranking auf Platz 5 von 16 Bundesländern und kann gute Abiturnoten vorweisen, verzeichnet aber seit 2023 eine erschreckende Abbrecherquote (Schüler ohne Abschluss) von 10 Prozent. Dieses Ergebnis liegt über dem Bundesschnitt, und der Anteil der Ganztagsschüler im Sekundarbereich I ist unterdurchschnittlich. Der Unterrichtsausfall in Thüringen liegt bei 11 Prozent.
Wir wollen eine Verfassungsviertelstunde in den Unterricht einbinden, so Tischner.
Die Verwaltungsviertelstunde ist ein politisches Bildungsformat, was bereits in Bayern als Pilotprojekt gestartet ist. Wöchentlich sollen Schüler über Grundrechte, Demokratie und aktuelle Themen diskutieren. Ziel des Projektes ist, das Verständnis für die Verfassung zu stärken und den Begriff Demokratie zu verstehen.
Thüringen steht vor einem großen Generationswechsel in Schulen und benötigt viele neue Lehrkräfte. Um Lehrerabwanderung zu anderen Bundesländern zu verhindern, sollen langfristige Perspektiven geboten und bürokratische Hürden abgebaut werden. Zur Zeit fehlen 2000 Lehrkräfte in Freistaat. Gefordert wird ein bedarfsorientierter und transparenter Einstellungskorridor sowie ein bundesweit wettbewerbsfähiges Aufstiegs-, Beförderungs- und Zulagensystem.
Schulen müssen zeitnah über verfügbare Stellen informiert werden, um ihre Personalentwicklung besser planen zu können. Die Rahmenbedingungen für Seiteneinsteiger sollen an den Bedarf angepasst und das Anerkennungsverfahren vereinfacht werden. Seiteneinsteiger sollen eine umfassende Qualifizierung erhalten.
Bildung beginnt aber nicht erst in der Schule, sondern bei den ganz Kleinen. Erschreckend ist die schlechte Sprachentwicklung bei einem Großteil der Kindergartenkinder, betonte Christian Tischner. Altersgerechte Sprachtests sollen eingeführt und gegebenenfalls Sprachförderungen in Zusammenarbeit mit Logopäden angeboten werden.
Als weiteren Gast begrüßte Jane Croll den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Christian Hirte.
"Es ist einiges in der Welt verrückt und Deutschland muss sich mit schwierigen nationalen und internationalen Problemen auseinandersetzen", so Hirte eingehend.
"Wir müssen in der Autoindustrie wieder besser aufgestellt sein, um den Anschluss nicht zu verlieren und die Mobilität muss weiter rollen, appeliert der Staatsekretär.
Gerade in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen sei es wichtig sich nicht kleiner zu machen, als man ist. Wir müssen uns verteidigen können, um uns nicht verteidigen zu müssen, so Hirte.
Einer der geladenen Gäste war Volker Pöhler. Ein langjähriges Kreistagsmitglied und ein über die Maßen hinaus engagierter Politiker. Bereits im April 2025 wurde er zum Botschafter des Unstrut-Hainich-Kreises für Litauen ernannt. Damit würdigte der Landkreis nicht nur das langjährige Engagement des Bad Langensalzaers in der Städtepartnerschaftsarbeit in seinem Heimatort, sondern setzte auch ein klares Zeichen für die Wiederbelebung der partnerschaftlichen Beziehungen mit den litauischen Kreisen Raseiniai und Ukmergé. Im Januar wurde dem Politiker für sein Engagement die Ehrenbürgerschaft von Bad Langensalza verliehen. Am gestrigen Abend beglückwünschten ihn Jane Croll und Ingo Winterberg.
Im Anschluss an die Reden stellte sich Christian Tischner den kritischen Fragen der Anwesenden Lehrerinnen und Lehrer. Mit kleinen Diskussionsrunden endete der Abend.
Eva Maria Wiegand











