Sa, 12:48 Uhr
31.01.2026
Dirk Zöllner und Musiker begeistern mit Ostrock-Balladen
Zeitreise in ein Land vor unserer Zeit
Zu einer musikalischen Zeitreise der besonderen Art luden gestern Abend vier herausragende Musiker in die Gottesackerkirche zu Bad Langensalza ein. Der Balladenabend mit den großen Hits des DDR-Rocks wurde ein umjubelter Erfolg für die Zöllner und Co...
Hohe Intensität in der Konzertkirche: Manuel Schmid, Dirk Zöllner und Marek Arnold in Aktion (Foto: oas)
Stimmungsvolles Ambiente gestern Abend in der gut gefüllten Bad Langensalzaer Gottesackerkirche zum ostdeutschen Balladenabend. Die Besucher kamen in den Konzertraum und sahen erst einmal - nichts.
Vernebelt wie einst die diversen Dorfsäle, in denen die DDR-Rockbands Woche für Woche und Monat für Monat tingelten, präsentierte sich das Entree. Mit dem Unterschied, dass es nicht der Geruch von Karo, alter Juwel und schalem Dünnbier war, der den Besuchern entgegenschlug, sondern gewöhnlicher Bühnennebel. Und viele der später beseelt wirkenden Gäste konnten sich daran so gut erinnern, wie an die Texte der Lieder, die ihnen vom musikalischen Quartett um den Frontmann und Kultfigur aus späten DDR-Zeiten, Dirk Zöllner, geboten wurden.
Lieder aus einem Land vor unserer Zeit nennen die Musiker Marek Arnold, Manuel Schmid, Dirk Zöllner und André Gensicke ihr Balladen-Programm, das sie in der Rosenstadt standesgemäß mit dem Renft-Hit Wer die Rose ehrt begannen. Vor unserer Zeit waren die Balladen der DDR-Rocker hochlyrisch, musikalisch vielfältig und immer sehr harmonisch anzuhören. Die Texte jener Zeit stellten der Staatspropaganda die Poesie entgegen und viele Kernaussagen standen zwischen den Zeilen. Was die Musikfans sich damals gut übersetzen konnten. So sang die bekannte Band Lift wohl Nach Süden, gemeint war aber wohl eine andere Himmelsrichtung. Über die Interpretation dieses Lieds brachen die Konzertgäste in erste Jubelstürme aus. Überhaupt schienen der einen oder dem anderen nicht nur die Texte und Melodien wieder in Erinnerung gekommen sein, sondern auch der Geschmack von Lindenblättrigen und Rosentaler Kadarka lag plötzlich auf dem Gaumen.
Die zwei Sänger (neben Dirk Zöllner bestach auch der Sterncombo-Pianist Manuel Schmid) und ihre unterstützenden Musiker trafen zudem ganz offensichtlich genau den musikalischen Geschmack ihrer Zuhörer. Und so folgten in einer beeindruckenden Zeitreise die getragenen und sehnsuchtsvollen Melodien von Lift, Karat, Holger Biege, Reinhard Lakomy oder der Horst Krüger Bigband aufeinander, vorgetragen in höchster Qualität von einer gut eingespielten Kapelle.
Am Ende waren alle glücklich, zwei Zugaben mit dem unvermeidlichen Zöllner-Hit Käfer auf dem Blatt folgten und Veranstalter, Musiker und Besucher gingen in ihren individuellen Erinnerungen, aber vereint zufrieden auseinander.
Nächstes Highlight in der Gottesackerkirche für die rührige Tridragon-Agentur der Familie Kranholdt ist nun am 8. März die alljährliche Young Scots Trad Awards Winner Tour 2025 mit ausgezeichneten keltischen Klängen.
Olaf Schulze
Autor: red
Hohe Intensität in der Konzertkirche: Manuel Schmid, Dirk Zöllner und Marek Arnold in Aktion (Foto: oas)
Stimmungsvolles Ambiente gestern Abend in der gut gefüllten Bad Langensalzaer Gottesackerkirche zum ostdeutschen Balladenabend. Die Besucher kamen in den Konzertraum und sahen erst einmal - nichts.
Vernebelt wie einst die diversen Dorfsäle, in denen die DDR-Rockbands Woche für Woche und Monat für Monat tingelten, präsentierte sich das Entree. Mit dem Unterschied, dass es nicht der Geruch von Karo, alter Juwel und schalem Dünnbier war, der den Besuchern entgegenschlug, sondern gewöhnlicher Bühnennebel. Und viele der später beseelt wirkenden Gäste konnten sich daran so gut erinnern, wie an die Texte der Lieder, die ihnen vom musikalischen Quartett um den Frontmann und Kultfigur aus späten DDR-Zeiten, Dirk Zöllner, geboten wurden.
Lieder aus einem Land vor unserer Zeit nennen die Musiker Marek Arnold, Manuel Schmid, Dirk Zöllner und André Gensicke ihr Balladen-Programm, das sie in der Rosenstadt standesgemäß mit dem Renft-Hit Wer die Rose ehrt begannen. Vor unserer Zeit waren die Balladen der DDR-Rocker hochlyrisch, musikalisch vielfältig und immer sehr harmonisch anzuhören. Die Texte jener Zeit stellten der Staatspropaganda die Poesie entgegen und viele Kernaussagen standen zwischen den Zeilen. Was die Musikfans sich damals gut übersetzen konnten. So sang die bekannte Band Lift wohl Nach Süden, gemeint war aber wohl eine andere Himmelsrichtung. Über die Interpretation dieses Lieds brachen die Konzertgäste in erste Jubelstürme aus. Überhaupt schienen der einen oder dem anderen nicht nur die Texte und Melodien wieder in Erinnerung gekommen sein, sondern auch der Geschmack von Lindenblättrigen und Rosentaler Kadarka lag plötzlich auf dem Gaumen.
Die zwei Sänger (neben Dirk Zöllner bestach auch der Sterncombo-Pianist Manuel Schmid) und ihre unterstützenden Musiker trafen zudem ganz offensichtlich genau den musikalischen Geschmack ihrer Zuhörer. Und so folgten in einer beeindruckenden Zeitreise die getragenen und sehnsuchtsvollen Melodien von Lift, Karat, Holger Biege, Reinhard Lakomy oder der Horst Krüger Bigband aufeinander, vorgetragen in höchster Qualität von einer gut eingespielten Kapelle.
Am Ende waren alle glücklich, zwei Zugaben mit dem unvermeidlichen Zöllner-Hit Käfer auf dem Blatt folgten und Veranstalter, Musiker und Besucher gingen in ihren individuellen Erinnerungen, aber vereint zufrieden auseinander.
Nächstes Highlight in der Gottesackerkirche für die rührige Tridragon-Agentur der Familie Kranholdt ist nun am 8. März die alljährliche Young Scots Trad Awards Winner Tour 2025 mit ausgezeichneten keltischen Klängen.
Olaf Schulze











