Di, 11:41 Uhr
17.12.2024
Ein Blick in die Statistik
In Thüringen wird weniger gearbeitet
Die von allen Erwerbstätigen in Thüringen erbrachten Arbeitsstunden gingen in 2023 gegenüber 2014 um 8,4 Prozent zurück. Das Arbeitsvolumen sank 2023 auf den niedrigsten ermittelten Wert innerhalb der letzten 10 Jahre, teilt das Thüringer Landesamt für Statistik mit...
Deutschlandweit stiegen die erbrachten Arbeitsstunden im 10-Jahres-Zeitraum um 2,6 Prozent durch eine gestiegene Zahl erwerbstätiger Personen. Jede erwerbstätige Person in Thüringen arbeitete 2023 durchschnittlich 106 Stunden weniger als 2014. Im Bundesdurchschnitt lag die Arbeitszeit pro Kopf 65 Stunden unter dem Jahresdurchschnitt 2014.
2023 betrug die von allen Erwerbstätigen in Thüringen geleistete Arbeitszeit rund 1,4 Milliarden Stunden. In den letzten 10 Jahren verlief die Entwicklung des Arbeitsvolumens im Freistaat zumeist rückläufig. Lediglich 2015 und 2021 war ein Anstieg der erbrachten Arbeitsstunden zu verzeichnen.
Analog verlief auch die Entwicklung der geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätige Person. 2023 arbeitete jeder Erwerbstätige in Thüringen durchschnittlich 1 370 Stunden. Im Jahr 2014 waren es noch 1 476 Stunden. In allen Hauptwirtschaftsbereichen in Thüringen sank das Arbeitsvolumen im 10-Jahres-Vergleich. Neben dem Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (-27,8 Prozent bzw. - 10 Millionen Stunden) war das Baugewerbe stark betroffen (-19,9 Prozent bzw. -27,2 Millionen Stunden). In beiden Bereichen führte eine deutliche Abnahme der Erwerbstätigen in Verbindung mit einem vergleichsweise hohen Rückgang der geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätige Person zu dieser Entwicklung. Dennoch wiesen die Bereiche 2023 nach wie vor die höchsten Pro-Kopf-Arbeitszeiten auf (Land- und Forstwirtschaft, Fischerei: 1 490 Stunden, Baugewerbe: 1 547 Stunden).
Generalrevision 2024 Bei den in dieser Pressemitteilung vorgelegten Zahlen handelt es sich um Ergebnisse der Generalrevision 2024. In den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen einschließlich der Erwerbstätigenrechnung werden etwa alle 5 Jahre die Berechnungen grundlegend überarbeitet. Mit diesen sogenannten Generalrevisionen sollen neue international vereinbarte Konzepte, Definitionen und Klassifikationen eingeführt sowie methodische Verbesserungen und neue Datenquellen eingearbeitet werden. Um Brüche in den Zeitreihen zu vermeiden, werden die Ergebnisse des Arbeitsvolumens im Rahmen der Generalrevision 2024 zurück bis 2000 neu berechnet. In einem ersten Schritt veröffentlichte der Arbeitskreis Erwerbstätigenrechnung der Länder, dem das Thüringer Landesamt für Statistik angehört, am heutigen Tage erste revidierte Ergebnisse für das Arbeitsvolumen auf Länderebene für die Jahre 2014 bis 2023.
Für Thüringen ergab die Revision der geleisteten Arbeitsstunden der Erwerbstätigen für die Mehrzahl der Jahre, mit Ausnahme von 2020 und 2022, eine leichte Absenkung des Niveaus um bis zu 0,3 Prozent. Vor allem für das Verarbeitende Gewerbe in Thüringen wird 2014 bis 2019 ein geringeres Arbeitsvolumen ausgewiesen (-1,7 Prozent bis -0,7 Prozent), in 2021 und 2023 für den Bereich Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleistungen, Grundstücks- und Wohnungswesen (- 2,4 Prozent bzw. -2,7 Prozent). Für das Jahr 2022 wurde das Niveau des Arbeitsvolumens des Freistaats dagegen um 0,4 Prozent angehoben. Insbesondere im Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei werden mehr geleistete Arbeitsstunden angegeben (+6,3 Prozent).
Autor: redDeutschlandweit stiegen die erbrachten Arbeitsstunden im 10-Jahres-Zeitraum um 2,6 Prozent durch eine gestiegene Zahl erwerbstätiger Personen. Jede erwerbstätige Person in Thüringen arbeitete 2023 durchschnittlich 106 Stunden weniger als 2014. Im Bundesdurchschnitt lag die Arbeitszeit pro Kopf 65 Stunden unter dem Jahresdurchschnitt 2014.
2023 betrug die von allen Erwerbstätigen in Thüringen geleistete Arbeitszeit rund 1,4 Milliarden Stunden. In den letzten 10 Jahren verlief die Entwicklung des Arbeitsvolumens im Freistaat zumeist rückläufig. Lediglich 2015 und 2021 war ein Anstieg der erbrachten Arbeitsstunden zu verzeichnen.
Analog verlief auch die Entwicklung der geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätige Person. 2023 arbeitete jeder Erwerbstätige in Thüringen durchschnittlich 1 370 Stunden. Im Jahr 2014 waren es noch 1 476 Stunden. In allen Hauptwirtschaftsbereichen in Thüringen sank das Arbeitsvolumen im 10-Jahres-Vergleich. Neben dem Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (-27,8 Prozent bzw. - 10 Millionen Stunden) war das Baugewerbe stark betroffen (-19,9 Prozent bzw. -27,2 Millionen Stunden). In beiden Bereichen führte eine deutliche Abnahme der Erwerbstätigen in Verbindung mit einem vergleichsweise hohen Rückgang der geleisteten Arbeitsstunden je erwerbstätige Person zu dieser Entwicklung. Dennoch wiesen die Bereiche 2023 nach wie vor die höchsten Pro-Kopf-Arbeitszeiten auf (Land- und Forstwirtschaft, Fischerei: 1 490 Stunden, Baugewerbe: 1 547 Stunden).
Generalrevision 2024 Bei den in dieser Pressemitteilung vorgelegten Zahlen handelt es sich um Ergebnisse der Generalrevision 2024. In den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen einschließlich der Erwerbstätigenrechnung werden etwa alle 5 Jahre die Berechnungen grundlegend überarbeitet. Mit diesen sogenannten Generalrevisionen sollen neue international vereinbarte Konzepte, Definitionen und Klassifikationen eingeführt sowie methodische Verbesserungen und neue Datenquellen eingearbeitet werden. Um Brüche in den Zeitreihen zu vermeiden, werden die Ergebnisse des Arbeitsvolumens im Rahmen der Generalrevision 2024 zurück bis 2000 neu berechnet. In einem ersten Schritt veröffentlichte der Arbeitskreis Erwerbstätigenrechnung der Länder, dem das Thüringer Landesamt für Statistik angehört, am heutigen Tage erste revidierte Ergebnisse für das Arbeitsvolumen auf Länderebene für die Jahre 2014 bis 2023.
Für Thüringen ergab die Revision der geleisteten Arbeitsstunden der Erwerbstätigen für die Mehrzahl der Jahre, mit Ausnahme von 2020 und 2022, eine leichte Absenkung des Niveaus um bis zu 0,3 Prozent. Vor allem für das Verarbeitende Gewerbe in Thüringen wird 2014 bis 2019 ein geringeres Arbeitsvolumen ausgewiesen (-1,7 Prozent bis -0,7 Prozent), in 2021 und 2023 für den Bereich Finanz-, Versicherungs- und Unternehmensdienstleistungen, Grundstücks- und Wohnungswesen (- 2,4 Prozent bzw. -2,7 Prozent). Für das Jahr 2022 wurde das Niveau des Arbeitsvolumens des Freistaats dagegen um 0,4 Prozent angehoben. Insbesondere im Bereich Land- und Forstwirtschaft, Fischerei werden mehr geleistete Arbeitsstunden angegeben (+6,3 Prozent).